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Kündigung vor Einzug des Hauses


19.11.2006 13:10 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo,
am 07.10.06 haben wir einen Mietvertrag für ein Wohnhaus zum 01.12.2006 unterschrieben, diesen Mietvertrag haben wir mündlich am 29.10.06 gekündigt und wurde von dem Vermieter anerkannt wo er uns mitteilte wir sollen nur drei Nachmieter bringen damit sie 2 zur Auswahl haben. Also setzte ich die in die Zeitung und es meldeten sich insgesamt 4 Leute und 1 hatte mein Vermieter selbst besorgt. 2 Stück hatten abgesagt, dann wurde mir von dem Vermieter mitgeteilt das der Nachmieter den sie besorgt hatten noch ca. 2-3 wochen bedenkzeit brauche um zu wissen ob sie es nehmen. Dann mitte November sagte sie auch ab. Am Sonntag den 18.11.06 teilte mir dann meine Vermieterin telefonisch mit das sie jemanden habe die auch am 01.12.06 einziehen wollen, also wäre ich aus dem Mietvertrag raus.
Leider rief sie mich heute wieder an und sagte mir das sie den Mietvertrag mit den Leuten gemacht habe aber den wohl zurück gezogen habe weil sie wohl zahlungsunfähig sein und in der jetzigen Wohnung schon Mietrückstand haben.
Jetzt möchten sie von uns 3 Monate miete haben obwohl ich zwei Leute gebracht habe und mit einem haben sie schon den Mietvertrag gemacht gehabt? Aber dann zurück gezogen.
Muss ich jetzt trotzdem zahlen oder bin ich raus?
19.11.2006 | 13:27

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage(n), die ich entsprechend dem dargestellten Sachverhalt wie folgt beantworte:

Sie hätten den Mietvertrag schriftlich, also mit eigenhändiger Unterschrift, kündigen müssen, damit die Kündigung auch wirksam ist. Das Schriftformerfordernis des § 568 BGB gilt nämlich sowohl für Vermieter als auch für Mieter.

Dafür dass Sie Ende Oktober einen mündlichen Aufhebungsvereinbarung mit dem Vermieter getroffen haben träfe Sie in einer streitigen Auseinandersetzung die volle Beweislast.

Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass der Vermieter keinen insolventen Nachmieter akzeptieren muss und Sie vorsorglich auf eine schriftliche Bestätigung des Vermieters bestehen sollten, dass bei Bezahlung eines bestimmten Geldbetrages keine weiteren Forderungen mehr geltend gemacht werden. Andernfalls sollten Sie spätestens jetzt mit 3 monatiger Kündigungsfrist endlich wirksam kündigen. Leider kann ich Ihnen keine günstigere erste Einschätzung der Sach - und Rechtslage übersenden und hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kohberger
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Michael Kohberger

Nachfrage vom Fragesteller 19.11.2006 | 13:55

Hallo,
sie akzeptieren die kündigung ich solle ihnen die kündigung jetzt nur schriftlich mit dem Datum vom 29.10.06 geben. Aber wie sieht das mit den Zahlungsunfähigen Leuten aus, warum tritt deren Mietvertrag nicht in Kraft?
Wir haben das Haus auch abgesagt weil wir Arbeitslos werden dem entsprechend auch Zahlungsunfähig sind!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.11.2006 | 18:50

Vielen Dank für die Nachfrage(n),

Kündigung vom 29.10.06 :

§ 573 c Firsten der ordentlichen Kündigung. ( 1 ) Die Kündigung ist spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonat zum Ablauf des übernächsten Monats zulässig.

Demnach würden zwei Monatmieten, nämlich für Dezember und Januar fällig werden. Versuchen Sie doch bitte nochmal mit dem Vermieter zu reden. Mit dem Argument der Zahlungsunfähigkeit und einer unverschuldeten Arbeitslosigkeit können Sie Ihn vielleicht auf eine Monatsmiete runterzuhandeln. Schließlich ist es auch nicht in seinem Interesse, den Vertrag zu erfüllen. Rein juristisch ist die eingetretene Zahlungsunfähigkeit jedoch kein Kündigungsgrund und schon gar keine Berechtigung zum Nichtbezahlen. Was der Vermieter mit den insolventen Nachmietern vereinbart hat entzieht sich im Übrigen meiner Kenntnis.

Ich hoffe, Ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben .

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kohberger
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