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Kosten u. Verantwortung f. Bautrockner trotz Schimmel.

| 29. September 2021 16:31 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


17:33

Guten Tag,

Nachdem Putz hatten wir trotz mehrfachen Stoß,- und dauerlüften einige verschimmelte Dachlatten. Diese wurden von unserem Unternehmer zügig ersetzt.
Nun ist der Estrich drin und die Feuchtigkeit steigt extrem an.

Wir haben unser Bauunternehmen darauf hingewiesen, das dass lüften nicht ausreicht und wir dadurch Schäden wie z.B.: weiteren Schimmel usw befürchten und diesen auffordern durch Bautrocknung möglichen und zu erwartenden Schäden vorzubeugen.

Dieser lehnt schriftlich ab und verweist auf unseren Mitwirkungspflicht zum feuchteschutz im Bauvertrag und weiteren von uns unterschriebenen Dokumenten.

Markierte stellen als Nachweis vom Bauunternehmen:

1: Protokoll Bauanlaufgespräch

Die Bauherren wurden auf evtl. Mehrkosten durch o.g. Positionen (mit © gekennzeichnet) hingewiesen. Lieferung und Einbau der Wanddurchführung für Küchendunstabzug erfolgt durch Bauherren. Das Sockeldetail über die „Fachgerechte Ausführung der Außenanlagen" und die Infobroschüre „Aufgaben des Bauherren" wurden den Bauherren überreicht. Auf die Mitwirkungspflicht der Bauherren hinsichtlich der Gebäudetrocknung (Stoßlüften) bzw. die Empfehlung von Bautrocknern und auf die Gefahr von Schimmelbildung wurde erneut hingewiesen.

2: s13 von 21. Die Trockenzeit des Estrichs kann je nach Jahreszeit und Witterung sehr unterschiedlich sein. Für das Verlegen von Bodenbelägen und zum Beispiel auch für das Aufstellen der Küche wird eine Feuchtigkeitsmessung und gegebenenfalls eine mechanische Bautrocknung (Sonderleistung) unbedingt empfohlen. Im Bereich der Innentürleibung und bei großen durchgehenden Raum- bzw.
Fliesenflächen wird die empfohlene Scheinfuge durch den Estrichleger selbstständig festgelegt und hergestellt.

3: s15 von 21 Eigenleistungen, Baulüftung und Reinigung
Bei allen Haustypen können Eigenleistungen erbracht werden. Art und Umfang sind schriftlich festzulegen. Technische Gewerke dürfen nur von zugelassenen Handwerksbetrieben durchgeführt
werden. Für Eigenleistungen besteht keine Haftung, Gewährleistung und kein Versicherungsschutz. Wir unterstützen unsere Bauherren durch günstige Einkaufskonditionen für Baumaterialien.
Hierfür erhalten Sie Kundenkarten von unterschiedlichen Fachfirmen und Baustofflieferanten.Hinweis zur Lüftung der Baustelle: Der schadfreie Einbau von Bodenbelägen, Küchen usw. ist nur bei
ausreichender Trockenheit der Baustelle möglich. Besonders nach den Estrich- und Putzarbeiten ist ein ausreichender Feuchteschutz für alle Hausbauteile notwendig. Bauherren haben diesen
Feuchtschutz durch täglich mehrfache Stoßlüftung oder mechanische Bautrocknung sicherzustellen. Trocknungsgeräte werden durch einen Fachbetrieb von uns angeboten.

3: Ende vom Bauvertrag:
Die Baubeschreibung wurde mit den Bauherren durchgesprochen und als Grundlage des
Bauauftrages anerkannt. Handschriftliche
Ergänzungen oder
Änderungen dieses
Dokuments sind nicht möglich. Änderungen und Leistungen sind nur über den Bauvertrag
zu vereinbaren.

Danke im Voraus.
A. B.

Schlüsselfertig vom großen Bauunternehmen.
Fliesen und Malerarbeiten Eigenleistung

Eingrenzung vom Fragesteller
29. September 2021 | 16:37
29. September 2021 | 16:56

Antwort

von


(491)
Harmsstraße 86
24114 Kiel
Tel: 0431 88 70 49 75
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Gemäß den vertraglichen Vereinbarungen sind Sie als Bauherr für die Resttrockung im Objekt zuständig. Dies einerseits durch Gewährleistung einer ausreichenden Lüftung oder aber einer technischen Bautrockung.

Zitat:

Auf die Mitwirkungspflicht der Bauherren hinsichtlich der Gebäudetrocknung (Stoßlüften) bzw. die Empfehlung von Bautrocknern und auf die Gefahr von Schimmelbildung wurde erneut hingewiesen.

Die Trockenzeit des Estrichs kann je nach Jahreszeit und Witterung sehr unterschiedlich sein. Für das Verlegen von Bodenbelägen und zum Beispiel auch für das Aufstellen der Küche wird eine Feuchtigkeitsmessung und gegebenenfalls eine mechanische Bautrocknung (Sonderleistung) unbedingt empfohlen.


Die mechanische Bautrocknung wäre daher als Sonderleistung zu beauftragen und fällt damit nicht in die eigentliche Leistungspflicht des Bauunternehmens, da sie als Sonderleistung nicht mitbeautragt wurde.

Ferner heißt es: Trocknungsgeräte werden durch einen Fachbetrieb von uns angeboten.

Ja der Bauunternehmer kann diese Art der Leistung vom Vertrag ausschließen bzw. dies von einer Sonderbeauftragung abhängig machen. Denn offensichtlich wurde diese Leistung ja gerade nicht vertraglich vereinbart, sodass mangels vertraglicher Vereinbarung eben auch keine Leistungspflicht begründet wird.

Dementsprechend kann er auch die Kostenübernahme verweigern.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Lembcke

Rückfrage vom Fragesteller 29. September 2021 | 17:08

Danke für die Rückmeldung,

leider etwas irritierend, da wenn ich das als Laie richtig verstehe, hat ihr Anwaltskollege Herr Dr. Hoffmeyer
Auf eine ähnliche Situation folgendes geantwortet:

„Sie wären nur dann zur eigenen Rrocknung verpflichtet, wenn Sie bereits in Abschnitten ohne weitere Bautätigkeiten, also die Ihnen bereits übergeben worden sind, wohnen würden; oder aber, was mich allerdings wundern würde,/// wenn Ihnen dies explizit vertraglich auferlegt wurde. Aber auch in diesen Fällen wäre rechtlich zulässig nur ein Lüften zu fordern, wobei die von Ihnen beschriebene Nässe damit wohl nicht hätte getrocknet werden können.///

Die Kosten hat daher der Bauträger zu tragen."

ist das veraltet oder falsch?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29. September 2021 | 17:33

Ihre Nachfrage möchte ich gerne beantworten.

Leider kenne ich den zugrunde liegenden Sachverhalt für die Antwort des Kollegen nicht.

Des Weiteren sind die vertraglichen Vereinbarungen und die Umstände des Einzelfalls zu betrachten.

Die derzeitigen Witterungsumstände werden hier entweder das Problem sein, da dadurch eine rasche Trocknung erschwert ist, worauf sich hier wohl das Bauunternehmen beruft, oder aber die Arbeiten sind nicht fachgerecht, weil zu feucht verarbeitet, erfolgt.

Im letzteren Fall hätte der Bauunternehmer zu leisten und die Kosten zu tragen. Man müsste dies dann aber eben beweisen. Gelingt ihnen der Nachweis hätte dieser die Kosten zu tragen.

Es gibt daher insoweit zwei unterschiedliche Betrachtungsweisen.

MfG
RA Lembcke

Bewertung des Fragestellers 1. Oktober 2021 | 12:21

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

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Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Meiner Meinung nach beantwortete dieser meine Frage schnell und einseitig. Auf meine Nachfrage erst kamen weitere Ansichten und dennoch fühle ich nicht, dass meine Frage korrekt beantwortet ist. Fühle mich unsicherer als vorher.

Ist der Bauunternehmer nicht verpflichtet vor möglichen Schäden das Haus während der Bauphase zu schützen?

Kann dieser einfach diese Verpflichtung an den Bauherren abtreten, da er auch zusätzlich jegliche Gewölbe her Leistung in Eigenleistungen ausschliesst.

Meine Bewertung hat nichts mit einem möglichen negativen Ergebnis zutun.
Sie schreiben hier was von schlechtem Wetter und zeigen damit, dass sie meiner Meinung nach nicht einmal meine Frage verstanden haben oder sich im Bauwesen auskennen.

Hier geht es um die extreme Feuchtigkeit, die aus dem Estrich und dem Putz austreten, welche von dem Unternehmer eingebaut wurden. Er sorgt für diese extreme Feuchtigkeit und verpflichtet gleichzeitig mich als Bauherr diese Feuchtigkeit zu entfernen. SCH

"
Stellungnahme vom Anwalt:

Sie haben mitgeteilt, dass

Nachdem Putz hatten wir trotz mehrfachen (Wie viel wie oft?) Stoß,- und dauerlüften einige verschimmelte Dachlatten. Diese wurden von unserem Unternehmer zügig ersetzt.
Nun ist der Estrich drin und die Feuchtigkeit steigt extrem an. (Es ist normal, dass mit dem Esstrich die Feuchtigkeit steigt!)

Wir haben unser Bauunternehmen darauf hingewiesen, das dass lüften nicht ausreicht und wir dadurch Schäden wie z.B.: weiteren Schimmel usw befürchten und diesen auffordern durch Bautrocknung möglichen und zu erwartenden Schäden vorzubeugen. (Dieser hat darauf hingewiesen, dass witterungsbedingt eine mechanische Entfeuchtung erforderlich sein kann!)

Ferner haben Sie mitgeteilt, dass die Bautrocknung nicht vereinbart gewesen ist, sprich, dass die mechanische Bautrocknung eine Sonderleistung ist. Wo ist denn jetzt ihr Problem? Wäre Hochsommer würde vielleicht die Belüftung ausreichen, dass zu beweisen wäre. Fakt ist aber, dass ein feuchtes Wetter herrscht, sodass die Belüftung nur durch Fenster bei einer heutigen Standes 95 %igen Luftfeuchtigkeit nicht ausreichend ist bzw. sein wird. Eine mechanisch technische Bautrocknung haben Sie nicht vereinbart, sondern, dass Sie sich selber darum kümmern, worüber Sie aufgeklärt wurden.

Auch erklären Sie nicht die Bauleistung als mangelhaft, sprich zu feucht, dass müssten Sie schon beweisen. Sodass ich im Endergebnis nur die vertragliche Vereinbarung betrachten kann.

Ihre Bewertung ist daher Blödsinn, da Sie ein Wunschergebnis voraussetzen, dass nicht der Realtität entspricht.

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Sascha Lembcke »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 1. Oktober 2021
2,6/5,0

Meiner Meinung nach beantwortete dieser meine Frage schnell und einseitig. Auf meine Nachfrage erst kamen weitere Ansichten und dennoch fühle ich nicht, dass meine Frage korrekt beantwortet ist. Fühle mich unsicherer als vorher.

Ist der Bauunternehmer nicht verpflichtet vor möglichen Schäden das Haus während der Bauphase zu schützen?

Kann dieser einfach diese Verpflichtung an den Bauherren abtreten, da er auch zusätzlich jegliche Gewölbe her Leistung in Eigenleistungen ausschliesst.

Meine Bewertung hat nichts mit einem möglichen negativen Ergebnis zutun.
Sie schreiben hier was von schlechtem Wetter und zeigen damit, dass sie meiner Meinung nach nicht einmal meine Frage verstanden haben oder sich im Bauwesen auskennen.

Hier geht es um die extreme Feuchtigkeit, die aus dem Estrich und dem Putz austreten, welche von dem Unternehmer eingebaut wurden. Er sorgt für diese extreme Feuchtigkeit und verpflichtet gleichzeitig mich als Bauherr diese Feuchtigkeit zu entfernen. SCH


ANTWORT VON

(491)

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