Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Baurecht/Fußbodenuntersuchung durch Bauträger Schimmel

24. November 2021 14:25 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


Wir haben 2019 eine neue ETW gekauft. Vor unserem Einzug kam es zu einem Wassereintritt im Fußbodenaufbau. Es wurde vom Bauträger getrocknet und mit "alle Schäden an Wänden/Böden/Bodenbelegen werden mangelfrei beseitigt" an uns übergeben. Zwei Monate nach der Übergabe, kam es im Abstellraum zu weiteren Wassereintritten und einem Schimmelschaden Grad 3 (toxischer Schimmel), der erst nach 5 Monaten, dann aber 2 mal, ohne Sicherheitsvorschriften einzuhalten, saniert wurde. Dabei wurden unsere gesamten Wohnräume kontaminiert. Aufgrund einer anhaltenden Geruchsbelästigung und gesundheitlicher Belastungen wurde ein Schimmelspürhundteam von uns beauftragt. Die Hunde markierten an acht Stellen. Dem Bauträger wurde das Gutachten vorgelegt und uns wurde mitgeteilt, dass der Fußboden an acht Stellen angebohrt und untersucht werden soll. Unter Zeugen wurde die Wiederherstellung des Fußbodens/aufbaus zugesagt. Es entstanden 8 Bohrlöcher (30 cm tief u. 5 cm. Durchm.) Nachdem die Laboruntersuchung auf lebende Schimmelpilze (KBE)negativ war, teilte uns der Bauträger nun mit, dass er den Fußboden nicht wiederherstellen wird, da die Untersuchung aufgrund einer Mängelbehauptung unsererseits stattgefunden habe. Unter Fristsetzung haben wir den Bauträger nun aufgefordert die Reparatur am Fußbodenaufbau u.Parkett vorzunehmen, da wir keine Mängelbehauptung ausgesprochen haben, sondern nur die Ursache der Geruchsbelastung und die Markierungen der Hunde geklärt hätten. Ebenfalls wurde bei mir eine Schimmelpilzallergie auf den vorgefundenen toxischen Schimmel Stachybotrys festgestellt.
Nun hat der Bauträger auf unsere Schreiben nicht mehr reagiert und verlangt die Restzahlung.
Was können wir nun tun?

24. November 2021 | 16:42

Antwort

von


(513)
Königsallee 14
40212 Düsseldorf
Tel: 0211 3559080
Tel: 0211 35590816
Web: http://www.rae-dratwa.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie können grundsätzlich als Auftraggeber die Beseitigung eines Mangels gemäß § 633 Abs. 2 Satz 1 BGB, § 634 Nr. 1 BGB verlangen, wenn der Auftragnehmer, also hier der Bauträger, eine Werkleistung mangelhaft erbracht hat. Zur Beseitigung des Mangels gehören auch die Kosten der Wiederherstellung der bei der Untersuchung entstehenden Schäden am Gewerk, in Ihrem Fall also die Kosten der Reparatur des angebohrten Fußbodens. Ergibt die Überprüfung hingegen die Mangelfreiheit des Werkes, trifft diese Kostentragungspflicht nicht den Auftragnehmer, da eben kein Mangel vorliegt.
Dies ist in Ihrem Fall die Kernfrage. Die Laboruntersuchung auf lebende Schimmelpilze war anhand der Bohrproben negativ. Dies muss nicht richtig sein. Es kommt darauf an, was in dem Ihnen vorliegenden Gutachten als Mangel als Ursache der Geruchsbelastung festgestellt wurde. Weiter wurde bei Ihnen eine Schimmelpilzallergie auf den vorgefundenen toxischen Schimmel Stachybotrys festgestellt, was dafür spricht, dass der Pilz nach wie vor vorhanden ist. Im Ergebnis müssen Sie, ich gehe davon aus, dass eine Abnahme des Baus bereits stattgefunden hat, den Mangel, nämlich den Schimmelpilz unter dem Fußboden, beweisen.
Senden Sie mir bitte das Gutachten bitte per Mail zu oder laden es hier hoch, vielleicht kommen wir so weiter.

Mit freundlichem Gruß

Rechtsanwalt
P. Dratwa


Rückfrage vom Fragesteller 25. November 2021 | 15:31

Sehr geehrter Herr Dratwa,

die von den Schimmelhunden angezeigten Stellen sollen vermutlich auf noch im Baumaterial vorhandene Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen zurückzuführen sein oder Substanzen im Baumaterial, Reinigungsmittel, Kosmetika usw.
Aufgrund des 1. Schimmelschadens (Kamin) wurde vom SV des Bauträgers aufgrund von Messwerten eine zweite Quelle vermutet. Wir haben dem Bauträger nur mitgeteilt, dass Schimmelspürhunde angeschlagen haben und eine Geruchsbelästigung und gesundheitliche Beschwerden bestehen.
Vom Bauträger wurde uns mitgeteilt, dass der Boden untersucht werden solle. Es wurde zu keinem Zeitpunkt weder die Untersuchungsmethode, und schon gar nicht die damit verbundenen Kosten thematisiert. Der Bauträger sagte uns unter Zeugen die Instandsetzung zu.Sollen wir jetzt eine Untersuchung des Fußbodens auf eigene Kosten vornehmen?
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25. November 2021 | 22:06

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn der Bauträger aus eigener Veranlassung aufgrund Ihrer Mitteilung, dass die Schimmelspürhunde angeschlagen haben und Geruchsbelästigungen sowie gesundheitliche Beschwerden bestehen, die Untersuchung des Fußbodens vornahm, dann hat er auch die Kosten der Reparatur des Fußbodens, der durch die Bohrungen Schäden aufweist, zu tragen.
Und soweit die Laboruntersuchung auf lebende Schimmelpilze negativ war, dann muss gefragt werden, was das heißt. Meine Recherchen im Internet haben dazu ergeben, dass ein Schimmelpilz erst dann nicht mehr gefährlich ist, wenn er vollständig entfernt wurde. Denn die herumschwirrenden Schimmelsporen des nicht mehr lebenden Schimmelpilzes können Mykotoxine und allergieauslösende Elemente enthalten. So sind vermutlich die Geruchsbelästigungen und die gesundheitlichen Beschwerden zu erklären. Auch können kleinste Mengen an Feuchtigkeit den nicht mehr lebenden Schimmelpilz wieder zum Leben erwecken.
Mithin sollte durch einen geeigneten Sachverständigen abgeklärt werden, was letztendlich noch zu veranlassen ist, also was die Laboruntersuchung besagt und ob nicht der Schimmel, auch wenn er nicht mehr lebt, komplett unter dem Fußboden beseitigt werden muss, um gesundheitliche Schäden ausschließen zu können.

Falls Sie anwaltliche Hilfe benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
P. Dratwa



ANTWORT VON

(513)

Königsallee 14
40212 Düsseldorf
Tel: 0211 3559080
Tel: 0211 35590816
Web: http://www.rae-dratwa.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Miet- und Pachtrecht, Arbeitsrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Baurecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 97742 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank für die sachliche und verständliche Auskunft! ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Sehr verständlich und freundlich geantwortet, Top, aber die Einschränkung in der Nachfrage ist nicht nachvolliehbar und hebt alles auf Die KK hat keinen neuen Temin bei oder eine evtl Überschreitung genannt ( was sie ja muss ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für Ihre Hilfe ...
FRAGESTELLER