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Käufer will Kauf nach Preisvorschlag abbrechen, weil 'Tochter geboten hätte'

| 14.01.2022 17:12 |
Preis: 48,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


Nachdem ich vom Käufer nachts um halb eins einen Preisvorschlag für ein neuwertiges gebrauchtes Smartphone für 75€ zzgl. Versand erhalte und ich diesen akzeptiere, erhalte ich einen halben Tag später eine Nachricht. Er will den Kauf abbrechen, seine Tochter hätte geboten und er würde auf keinen Fall den Artikel bezahlen. Die Begründung kommt mir unglaubwürdig vor, aber da er daraufhin auch nicht bezahlt hatte, wurde der Kauf abgebrochen und ich musste den Artikel neu einstellen; bei der nächsten Auktionsrunde erzielte das Telefon nur die Hälfte des Verkaufspreises.

Kann ich bei diesem Käufer Vertrauensschaden geltend machen? Durch den Preisvorschlag wurde die erste Auktionsrunde schließlich vorzeitig abgebrochen.

14.01.2022 | 19:17

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

damit Sie den Ihnen entgangenen Gewinn geltend machen können, ist Voraussetzung, dass ein Kaufvertrag zwischen Ihnen und dem Bieter aus der ersten Aktionsrunde über das Smartphone zu einem Kaufpreis von 75,00 € zustande gekommen.

Nun behauptet der Bieter, dass nicht er, sondern seine Tochter geboten hätte, was in der Praxis eine beliebte Ausrede ist, also das tatsächliche Bieten auf einen Verwandten zu schieben. Die Beweislast für einen Kaufvertrag liegt bei Ihnen. Da unter dem Kundenkonto des Vater gehandelt wurde, besteht der Anschein, dass er tatsächlich gehandelt hat und er müsste seine Tochter im Streitfall vor Gericht als Zeugin dafür aufbieten, dass nicht er für das Smartphone 75,00 € geboten hat, sondern seine Tochter über sein Kundenkonto ohne seine Kenntnis. Seine Tochter würde alsdann als Zeugin vernommen werden, wobei davon auszugehen ist, dass die Tochter die Behauptung ihres Vaters bestätigen würde. Sie können allerdings dann gem. § 179 BGB die Tochter als Vertreterin ohne Vertretungsmacht auf Schadenersatz, d.h. auf den ihnen entgangenen Gewinn und die weiter entstandenen Kosten in Anspruch nehmen und damit auch durchkommen.

Jedenfalls reicht es nach dem BGH ( Urteil vom 11.05.2011 VIII 2 K 289/09 ), wenn der Vater den Abschluss eines Kaufvertrages bestreitet, also dass nicht er, sondern seine Tochter geboten hat, nicht aus, dass er die Zugangsdaten zu seinem Kundenkonto nicht geschützt hat. Eine Anscheinsvollmacht der Tochter kommt nur dann in Betracht, wenn Sie als Verkäufer darlegen könnten, was aber nicht der Fall ist, dass der Vater ihr den Zugang ermöglicht hat und ihm bekannt war, dass seine Tochter unter seinem Kundenkonto als Bieter bei Aktionen auftritt, nur dann müsste sich der Vater das Handeln seiner Tochter sich zurechnen lassen.

Mit freundlichem Gruß

Rechtsanwalt
P. Dratwa


Bewertung des Fragestellers 14.01.2022 | 19:40

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