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Käufer versucht Verkaufspreis von eBay nachträglich zu drücken


14.11.2006 09:25 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Habe bei Ebay ein Motorrad verkauft,der Käufer meldete sich 6 Tage später zwecks Abholung.
Als der Käufer endlich mal ankam, fing er schon an nach Fehler zu suchen um den Preis noch zu drücken ( Kaufpreis 228,35).Der Motor wäre nicht original, angeblich müßen Motornummer und Fahrgestellnummer identisch sein. Dann fing er an der Km stand laut Ebay 12 tsd, aber auf dem Tacho steht 29 tsd.Er forderte 50 € erlass. Schließlich wäre er 250km einen Weg gefahren, oder 50€ für seinen Aufwand.Aber laut viamichelin sind ein Weg 188Km.
Mein Mann war bereit auf 200€ runter zu gehen, aber weiter nicht. Durch seine derzeitige Rückenentzündung,war uns leider entfallen, dass ein anderes Tacho verbaut worden ist( wodurch halt die anderen Km zu erklären sind .Es wurde ja auch bei Ebay beschrieben, dass ein Sturz passiert ist und improvisiert in Stand gesetzt. Es wurde ein Angebot von 170€ gemacht, womit wir aber nicht einverstanden waren. Mein Mann sagte unter 200 bleibt das Motorrad stehen und lieber schlage ich es kaput. Er wurde vom Käufer provosiert, machste ja doch nicht und tu es doch, dann können wir den Rest so mitnehmen und verkaufen. Durch die starken Schmerzen meinen Mannes und ganzen Tag warten (waren angemeldet zw.11-13 Uhr 10.38 eine Mail kommen was später, kamen um 16.20 Uhr)schlug er das Motorrad kaput.
Wir hatten eine Entschädigung von 30 € angeboten, aber das ist denen zu wenig.Heut Morgen kam eine Mail mit folgenden Forderungen:
1.eine Yamaha SR 125 mit 12Tsd km oder
2.eine mit bis 29 tsd km für 170 € oder
3.eine AUszahlung von 230,00 €
und die Drohung:
Ich habe durch ihr nicht nachvollziebares Verhalten einen sehr großen Schaden, der für Sie noch sehr teuer werden kann.
Was können wir tun, um dieses ein Ende zusetzen?
Mfg

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Sehr geehrte Ratsuchende,


zunächst wird durch Ablauf der eBay-Auktion ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen sein, sofern sich aus dem Angebot nicht ausnahmsweise etwas anderes ergibt (mailen Sie mir DIREKT doch einmal die Auktionsnummer mit, so dass ich dann noch die Antwort ergänzen kann).

Danach wäre der Verkäufer verpflichtet, das Motorrad in dem angebotenen Zustand Zug-um-Zug gegen Zahlung des Kaufpreises zu liefern. Da hier ein anderer Tachostand angegeben worden ist (und nicht etwa die tatsächliche Laufleistung), der der Käufer nun eine starke Position, da er auf Erfüllung bestehen kann

Dieses ist aber nun nicht mehr möglich (Nr. 1 und Nr.2 entfallen daher), so dass der Verkäufer dann zum Schadensersatz verpflichtet ist.

Der Betrag von 230,00 EUR wäre dann in Ordnung, wenn der Käufer seinerseits den Kaufpreis schon vorab gezahlt hätte. Wurde also schon vorher überwiesen oder gezahlt, sollten Sie die 230,00 EUR schnell zurückzahlen.

Wurde noch nichts gezahlt, sind zumindest die Reisekosten zu ersetzen. Auch bei 188 km sind dann aber 50,00 EUR nicht zuviel, so dass Sie dann diesen Betrag zahlen sollten.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 14.11.2006 | 10:25

die artikelnummer lautet 180044754569

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.11.2006 | 10:40

Sehr geehrte Ratsuchende,

wie befürchtet, haben Sie in der Auktion nicht auf den ausgewechselten Tacho und den anderen Kilometerstand hingewiesen.

Daher kann der Käufer tatsächlich Schadensersatz geltend machen; versuchen Sie, die Sachen gegen Zahlung von 50,00 EUR schnell zu beenden, da es ansonsten in der Tat teuer werden kann. Neben Fahrtkosten könnte auch entgangener Gewinn geltend gemacht werden, so dass eine schnelle Einigung sicherlich ratsam wäre.

Ich bedauere, Ihnen keine bessere Mitteilung machen zu können; so ist aber die Rechtslage und "Schönschreiberei" hilft Ihnen nicht weiter.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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