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Ist eine Schufa - Abfrage ohne Einverständnis rechtens?

| 14.05.2014 11:44 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


12:49

Bei einer Volksbank wollte ich ein Konto eröffnen. Zu beginn des Termins hat eine Kollegin des Beraters eine Schufa - Auskunft ohne mein Wissen eingeholt und dem Berater in die Besprechung reingereicht. Darauf hin hat der Berater gesagt, dass ich mit meiner Schufa – Auskunft kein Konto bei der Bank eröffnen kann und das Gespräch beendet.

Grundsätzlich habe ich kein Problem mit der Ablehnung, nur mit der Einholung einer Auskunft ohne mein Einverständnis. Ich habe einen Eintrag einer erledigten Forderung aus 04/2012. Da ich mir vorstellen kann, dass dieser Umstand nicht positiv aufgenommen wird, wollte ich den Bankberater darauf ansprechen, ob damit eine Kontoeröffnung möglich ist. Dazu bin ich jedoch nicht gekommen.

Später habe ich meine der Schufa im Internet eingesehen und festgestellt, dass dort eine Anfrage zum Girokonto eingetragen ist. Da ich meine Bonität verbessern möchte, verhalte ich mich förderlich und beobachte meine Schufa genau. Dabei musste ich jedoch feststellen, dass sich mein Score im betreffenden Zeitraum von 89,4% auf 86,1% reduziert hat. Weiter gab es in der Schufa keine Änderungen, nur der Eintrag der Volksbank ist hinzugekommen, auch sonnst ist nicht negatives passiert. Eine Anfrage zum Girokonto ohne Eröffnung eines Kontos bei der Bank ist sicherlich ehr negativ gesehen.

Die Bank habe ich darauf angesprochen, habe ich als Antwort bekommen, dass alles soweit richtig gelaufen ist, ein Einverständnis ist nicht erforderlich. Auch die Schufa hat mir mitgeteilt, dass eine Auskunft ohne Zustimmung des Verbrauchers zulässig ist.

Aus diesem Grunde möchte ich gerne eine Einschätzung erhalten, ob die Anfrage ohne meine Zustimmung berechtigt ist, bzw. ob der Ablauf richtig war.

14.05.2014 | 12:14

Antwort

von


(143)
Mühltorstr. 9/1
71364 Winnenden
Tel: 07195/589260
Web: http://www.rems-murr-kanzlei.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich gilt:
Auskünfte von der Schufa bekommen ausschließlich Ihre potentiellen Vertragspartner wie Banken, große Handelsunternehmen oder Mobilfunkanbieter, die ihre Produkte oder Dienstleistungen auf Kredit verkaufen.

Informationen erhält nur derjenige, der in jedem Einzelfall ein berechtigtes Interesse an den begehrten Daten darlegt. Zudem sind die Vertragspartner im Gegenzug verpflichtet, ihrerseits Informationen an die Schufa zu übermitteln.

In Deutschland hat es sich so eingebürgert, dass Banken vor der Kontoeröffnung auch eine Schufa-Auskunft haben wollen. Diese fordert die Bank selbst ein, wobei man natürlich hierfür sein Einverständnis geben muss.

ABER:
Die Formalitäten wie Einbverständnis zur Einholung einer Schufa-Auskunft wird oftmals gleichzeitig mit dem Kontoeröffnungsantrag abgegeben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Banken jederzeit berechtigt sind, bei Einverständnis des Kunden eine Schufa-Auskunft einzuholen. Bankkunden stimmen in der Regel bei der Eröffnung eines Kontos automatisch einer solchen Schufa-Auskunft zu. Die Schufa dagegen darf Daten nur weitergeben, wenn ein berechtigtes Interesse im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes besteht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 14.05.2014 | 12:44

Herzlichen Dank für Ihre schnelle Rückmeldung. Bitte spezifizieren Sie Ihre Antwort, diese ist doch sehr allgemein, und etwas an meiner Fragestellung vorbei, gehalten.

Zum Verständnis noch folgendes, ich habe der Bank keine Einverständniserklärung oder einen Kontoeröffnungsantrag unterschrieben. Die Auskunft hat die Bank sich ohne meine mündliche oder schriftliche Zustimmung (in den ersten Minuten Termins, vor Beginn der eigentlichen Beratung/des Gesprächs) eingeholt.

Ist dieses vorgehen ohne meine Zustimmung rechtens?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14.05.2014 | 12:49

Neben Ihrem Name, dem Geburtsdatum, den gegenwärtigen und früheren Anschriften speichert die Schufa Positivmerkmale (= Daten über die Aufnahme und vertragsgemäße Abwicklung von Geschäftsbeziehungen) sowie Negativmerkmale (= Daten über nichtvertragsgemäßes Verhalten und gerichtliche Vollstreckungsmaßnahmen).

Die Positivmerkmale dürfen von der Schufa nur mit Ihrer Zustimmung des Kunden übermittelt werden. Negativmerkmale dürfen hingegen auch ohne Ihre Einwilligung übermittelt werden.

Negativmerkmale sind: gemahnte, aber unbezahlte und nicht bestrittene Forderungen, Mahnbescheide, Vollstreckungsmaßnahmen, Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung (aus Schuldnerverzeichnis), Beantragung bzw. Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens etc.


Sie schreiben:
" Ich habe einen Eintrag einer erledigten Forderung aus 04/2012."

Da die Forderung erledigt ist, stellt Sie kein Negativmerkmal dar. Deshalb war das Vorgehen der Bank ohne Ihre Zustimmung nicht rechtmäßig.

Bewertung des Fragestellers 14.05.2014 | 14:34

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