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Ich bin Opfer eines Ebay-Betrügers geworden


| 09.11.2008 18:54 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Oliver Wöhler



Hallo,

ich habe in Ebay für einen Verkäufer ein paar Handys verkauft und darf vom Endpreis 15% für mich behalten. Ich war am Anfang stutzig und habe habe mir dann etwas hangfeschriebenes (mit Unterschrift) per E-Mail-Anhang schicken lassen, indem steht, dass er für den Versand verantwortlich ist und ich nichtsmehr damit zu tun habe, sobald er das Geld erhalten hat.

Nun hat er das ganze Geld bekommen und mir gesagt, dass er alle verschickt hat. Nun kommen aber die Käufer und möchtend das Geld zurück, da das Handy noch nicht angekommen ist. Aber das Geld hat ja der Verkäufer und dieser meldet sich nichtmehr bei mir. Das Problem ist, dass dieser aus Serbien kommt (oder momentan in Serbien ist) und man somit nicht gegen Ihn rechtlich vorgehen kann oder?

Ich benötige dringend Ihre Hilfe, da ich selbst das Geld nicht aufbringen kann. Zu beachten ist, dass ich erst 17 Jahre alt bin!

Wie soll ich mich nun verhalten?

Ich bedanke mich im Voraus.

mfg

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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage. An dieser Stelle ist nur eine erste Einschätzung nach Ihren Angaben möglich.

Sie haben grundsätzlich einen Fehler begangen sich auf solch ein "Geschäft" eingelassen zu haben.
Es kommt zunächst darauf an, ob Sie den Käufern mitgeteilt haben, dass Sie für einen Dritten verkaufen, damit der Kaufvertrag direkt mit dem Händler zustande kommt. Falls nicht, sind Sie selbst Vertragspartner geworden. Sie sind aber von Anfang an nicht in der Lage gewesen die Handys zu liefern, es liegt also ein Fall der Unmöglichkeit vor. Nach § 275 I BGB werden Sie von der Leistung frei, brauchen also nicht zu liefern. Allerdings machen Sie sich dadurch schadensersatzpflichtig.
Ihnen kommt aber zugute, dass Sie noch nicht volljährig sind. Als Minderjähriger sind Sie beschränkt geschäftsfähig. Die Verträge sind schwebend unwirksam und hängen von der Genehmigung Ihrer Eltern ab. Ihre Eltern sollten die Genehmigung verweigern. Dies sollten Sie schriftlich allen Käufern mitteilen. Da das Geld nicht an Sie gegangen ist, brauchen Sie dann auch nichts zurückerstatten.

Es spricht hier alles für einen Betrug. Sie sollten dies auch den Käufern mitteilen, ebenso die Daten des Verkäufers. Ich rate weiter dazu mit Ihren Eltern Strafanzeige gegen den Verkäufer zu erstatten, dies sollten auch die Käufer tun. Zivilrechtlich kommen Sie aus der Haftung aufgrund der Minderjährigkeit heraus. Vom sog. "Taschengeldparagraph" (§ 110 BGB) wäre diese Art von gschäft auch nicht mehr abgedeckt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung bieten.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht und Arbeitsrecht
Bewertung des Fragestellers 09.11.2008 | 21:07


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