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Hohe Heizkosten durch defekte Heizungsventile. ..wer zahlt?

09.03.2015 15:29 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


17:05
Sehr geehrte Damen und Herren

Ich habe die letzen drei Jahre immer immense Nachzahlungen bei den Heizkostenabrechnungen. Beim ersten mal 2012(für 2011) hab ich von meinem Widerspruchsrecht Gebrauch gemacht und meine Verwaltung meinte nur das sie sich den Fall mal genauer anschaut... aber nichts geschah. Nachdem 2013 (für 2012) die nächste Abrechnung sich fast verdoppelt hat habe ich versucht das Problem zu finden und bin in Vermutung das in allen Zimmern ein kaputtes Heizungsventil schuld ist. Bei allen Heizkörpern springt die Heizung erst bei Stufe 1 an ist dann aber gleich so heiß das man sich die Finger verbrennt. Wieder Widerspruch und auch 2014 (für 2013) Widerspruch.
2014 schaute sich endlich die Verwaltung die Heizung an und es waren tatsächlich die Ventile wohl Schuld und ein zu großer Druck der die Ventile aufdrückte und wechselten sie im Oktober 2014 aus. Nachdem ich der Verwaltung schrieb das ich nicht gewillt bin für einen Schaden den ich nicht beeinflussen konnte und den ich auch rechtzeitig angezeigt habe im vollen Maße aufzukommen hat sie mir nun für die beiden letzten Jahre ( also nur für 2012 und 2013, aber nicht für 2011) 15% Abzug der Heizkosten angeboten. Wenn man aber sieht das ich 2010 ca 230Euro Nachzahlung hatte aber 2011 570Euro , 2012 800Euro und 2013 trotz mildem Winter 600Euro scheint mir ein Abzug von nur 15% eher sehr wenig. Es geht nicht darum das ich nichts zahlen will, sondern das was ich verbraucht hätte wenn die Heizung korrekt funktionieren würde.
Meine Frage ist nun ob ich das "Angebot" zähneknirschend" annehmen muss oder ob der Vermieter nur mit der Unwissenheit der Mieter Geld sparen möchte ,
ich aber viel mehr herausholen kann nachdem ja der Vermieter durch die 15% ja indirekt ein Schuldeingeständnis gemacht hat?
Ich Danke für Ihre schnelle Antwort mit Bitte um ein Musterbrief im Amtlichen Ton den ich der Verwaltung schicken kann da mir dafür jegliches Geschick fehlt.
09.03.2015 | 16:11

Antwort

von


(2954)
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Sehr geehrter Fragesteller,

mit dem Angebot lässt sich zwar noch kein Schuldeingeständnis begründen, allerdings ein großes Indiz für die Haftung, zumal Sie selbst auch den Mangel rechtzeitig anzeigten und aufgrund der Abrechnung auch davon ausgehen konnte, dass hier ein technischer Defekt vorlag.

Wegen der Höhe ist es ratsam sich die Vorjahreswerte einzuholen und die jeweiligen Außen-Temperaturen zu vergleichen und entsprechende Anschläge zu machen.

Muster:

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit widerspreche ich noch einmal sämtlichen Berechnungen der Heizkosten für die Jahre 2011 - 2013.
Ich hatte Sie nachweislich davon in Kenntnis gesetzt, dass ein Fehler in der Abrechnungsanlage wahrscheinlich ist, allerdings kamen Sie einer Reparatur/Nachprüfung erst im Jahre 2014 nach, sodass ich die Mehrwerte nicht zu vertreten habe, zumal auch nunmehr offiziell festgstellt worden ist, dass der Zähler an einem Defekt leidet.

In Anbetracht der Vorjahreswerte halte ich daher eine prozentuale Minderung von ___ für angemessen.

Ich bitte um Rückantwort.

MfG

----------------------

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 09.03.2015 | 16:44

Sehr geehrter Herr Hoffmeyer
Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort...
Leider beantwortet sie so gar nicht meine Frage ob 15% Abzug rechtlich akzeptabel ist oder ob ich eine Minderung zu dem Betrag von 2010 verlangen kann da ich den Verbrauch ja nicht beeinflussen konnte , da es bei dem Ventil ja nur Aus oder bei Stufe 1 gleich ganz heiß wurde. Ich konnte nicht regulieren,sondern musste es so hinnehmen wenn ich nicht frieren wollte...
Ich kann bei ihrem Musterbrief bei der Minderung ja viel wünschen aber es müsste doch irgendwo rechtlich festgelegt sein wie in so einem Fall entschieden wird.
Ich hoffe sie können mir weiterhelfen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.03.2015 | 17:05

Sehr geehrter Fragesteller,

in einem solchen Fall gibt es keine Rechtsprechung, die uns den konkreten Betrag erkennen ließe.

Wir müssen daher schätzen, um dann notfalls mit einem Gutachter hinzugehen und es konkret zu berechnen.

Wenn sich allerdings keine Anhaltspunkte dafür finden lasen, dann könnten auch nach den jeweiligen Verbräuchen in den Vorjahren gegangen werden, auch wenn es bei Ihnen stets wärmer gewesen ist. Sie hatten darauf allerdings keinen Einfluss und man dies dies dann auch "aufgedrängte Bereicherung".

Es erscheint daher angemessen und akzeptabel, dass Sie den Verbrauch von 2010 zugrunde legen, wobei der Wert nach oben oder nach unten abweichen kann, je nach Durchschnittskälte des Winters.

Wie hoch dies genau ist, ist schwierig ohne Gutachter einzuschätzen, allerdings dürfte eine Abweichung von 20% je nach "kaltem/mittleren und warmen Winter" sachgerecht erscheinen.

Vergleichen Sie also 2010 mit den anderen Jahren und wenn die Jahre entsprechend kälter oder wärmer waren, addieren oder subtrahieren Sie 20% der Summe von 2010.

Genauer geht es ohne Gutachten leider nicht, sodass ich ebenfalls diese Berechnung offen legen würde und um Einigung bitten würde.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
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