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Höhe des ALG1

| 13.03.2018 15:04 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Wehle


Sehr geehrter Herr RA,

jetzt ist es März 2018 und ich bin seit 16.04.2017 arbeitslos, nachdem ich zuvor 1 Jahr, 11 Monate und 14 Tage in ein und derselben Firma (für 2.000,.€ Brutto/Monat) tätig war.
ALG beziehe ich in Höhe von 1.357,50€ noch bis 15.04.2019. Die Berechnungsgrundlage für dieses ALG basiert auf dem Entgelt, welches ich durch eine Tätigkeit erzielte, die seitens des vorvorherigen Arbeitgebers zum 31.07.2014 gekündigt wurde. Danach war ich vom 01.08.2014 bis 30.04.2015 arbeitslos.
Da ich mich ja ständig wieder auf Stellen bewerben muss, könnte es durchaus sein, dass ich noch einmal einer Tätigkeit nachgehen muss.
Nun zu meinen Fragen:
Angenommen ich bekomme am 01.04.2018 eine Stelle mit einem Bruttogehalt von mindestens 1.940,-€ (welches im Netto dann mindestens die Höhe meines ALG ergibt) aber dann wird mir nach 3 Monaten, also zum 30.06.2018 gekündigt. Dann sollte das ALG, welches ich im Anschluss beziehe, immer noch die Höhe von 1.357,50€ haben. Und es sollte weiter bis 15.04.2019 gezahlt werden. Das ist doch richtig, oder nicht?
Was ist aber, wenn mir erst zum 30.09.2018 gekündigt wird? Dann läge doch der Zeitpunkt, an dem die Höhe des ALG ermittelt wurde, mehr als 48 Monate zurück. Liegt dann das ALG immer noch bei 1.357,50€ oder gibt es eine neue Berechnungsgrundlage?
Und was wäre, wenn mir erst nach einem Jahr, also zum 30.03.2019 gekündigt würde? Da hätte ich dann ja bereits wieder einen neuen Anspruch auf Zahlung von ALG für die Dauer von 6 Monaten erreicht.

Viele Grüße aus Sachsen

Sehr geehrte Ratsuchende,

gern beantworte ich Ihre Frage aufgrund der von Ihnen getätigten Angaben wie folgt.

Nicht ganz, denn sie haben ja zwischendurch für 3 Monate Arbeitsentgelt bezogen und eben kein Arbeitslosengeld.
Nur der Bezug von Arbeitslosengeld vermindert auch Ihren Anspruch. Soweit es sich hier um volle Monate handelt, werden diese mit 30 Tagen angesetzt.
Entsprechend können Sie über den 15.04.2019 hinaus ALG in der Höhe von 1.357,50 Euro beanspruchen (ggf. bis zum 15.07.2019).

Die Höhe von ALG wird immer nur dann neu berechnet, wenn auch ein neuer Anspruch entstanden ist. Ansonsten wird immer nur der noch bestehende bereits festgestellte Anspruch auf Arbeitslosengeld geleistet.
Und selbst bei Entstehung eines neuen Anspruches ist die Bestandsschutzregelung des § 151 Abs. 4 SGB III zu beachten.
Hierin heißt es, dass Sie ALG bezogen haben müssen in den letzten beiden Jahren vor Entstehung des Anspruches. http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__151.html

Insoweit wäre selbst die Entstehung eines neuen Anspruches bei einer versicherungspflichtigen Beschäftigung von mindestens einem Jahr, aber unter zwei Jahren, schadlos, um auch für diesen neuen Anspruch auf eine Höhe von 1.357,50 Euro Arbeitslosengeld für mindestens die Dauer von weiteren 6 Monaten zu bekommen.

Ich hoffe Ihre Fragen beantwortet zu haben und verbleibe mit

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen



Bewertung des Fragestellers 15.03.2018 | 08:50

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Stellungnahme vom Anwalt:
Vielen Dank für Ihre Bewertung. Ich habe wegen einer Detailfrage meinen damaligen Chef bei der Agentur für Arbeit kontaktiert. Schön, dass ich (wir) Ihnen somit weiterhelfen konnte(n). Freundliche Grüße aus Aachen Rechtsanwalt Andreas Wehle
FRAGESTELLER 15.03.2018 5/5,0
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