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Hermes Versand verweigert Auslieferung an meine Person

| 26.11.2010 20:24 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Hallo.

Bei Bestellungen bei diversen großen Versandhäusern bzw. Firmen, wird teilweise dort mit Hermes ausgeliefert.

Mit dem Geschäft, mit welchem ich einen sogenannten "Kaufvertrag" eingegangen bin, hat diesen mit Versandbestätigung angenommen und ist somit m.E. nach vollkommen gültig.

Die Sachen werden aber bei Hermes nicht an mich zugestellt.

Die Adresse als solches wird beliefert. Es ist ein Mehrfamilienhaus. Nur ich habe Schwierigkeiten.

Auf Nachfrage und Anmahnung, dass doch auch bitte meine Pakete zugestellt werden sollen, hält Hermes sich zurück und sagt, dass die Pakete auch zugestellt werden. Dies stimmt auch. Jedoch nur manchmal. Vermutlich, wenn ein Paket nicht vorher auf den Empfängernamen geprüft wurde.

Somit hatte ich dann sozusagen Glück, dass es mit auf Tour gegangen ist.

Der Bote, welcher immer hier hin kommt, hat mir erzählt, dass er angewiesen wurde, meine Pakete nicht mitzunehmen. Von Hermes kam die Anweisung.

Wie kann ich durchsetzen, dass ich einwandfrei von Hermes "beliefert werde, wie jeder andere auch? Auf was soll ich mich berufen. Ich habe schon alles versucht.

Bei den jeweiligen Versandhäusern habe ich nachgefragt und diese teilten mit, dass die Geschäftsverbindung in Ordnung sei und auch mein Kundenkonto. Die Ware ist raus und unterwegs.

Was soll ich machen, dass Hermes den erteilten Auftrag des Versenders, mit welchem ich einen Vertrag habe zustellt.

Wie gesagt, Hermes entscheidet es für sich, dass meine Pakete scheinbar nicht zugestellt werden sollen.

Wenn der Handel eine Belieferung nicht wünscht, dann würden wohl kaum die Pakete zum Versand freigegeben werden.

Die Zahlart ist übrigens oftmals auch Kreditkarte, wo die Ware bei Versendung schon bezahlt ist = gleichzustellen wie Vorkasse oder Nachnahme, also sowieso sicher.

H&M beliefert mich aber z.B. per Rechnung ohne Probleme.

Nur erreichen mich die Pakete nicht, weil Hermes ganz klar an mich NICHT zustellen will.

Bitte teilen Sie mir mit, was ich tun soll. Der Hermes Vertrag bzw. die AGB, zeigen zwar, dass Hermes die Auslieferung verweigern kann, aber ich empfinde es als eine Frechheit. Schliesslich, wie gesagt, ist mein Ansprechpartner in allen Reklamationen und Rechnungsfragen der Händler wo ich es bestellt bzw. teilweise auch im Voraus bezahlt habe.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Gegen Hermes selbst können Sie leider nur wenig machen. Ihr Kaufvertrag und damit Ihr Anspruch auf Lieferung besteht gegen den Verkäufer, nicht gegen Hermes. Für die korrekte Lieferung ist Ihnen gegenüber alleine der Lieferant verantwortlich, nicht Hermes. Daher können Sie, wenn Hermes nicht liefern will, immer nur den Verkäufer auffordern, zu liefern.

Sie können sich jedoch von dem Verkäufer den Herausgabeanspruch gegen Hermes abtreten lassen und dann Hermes auf Herausgabe in Anspruch nehmen, sprich notfalls klagen. Leider gibt es keinen einfacheren Weg.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.

Nachfrage vom Fragesteller 26.11.2010 | 21:42

Vielen Dank für Ihre Einschätzung-

Da beispielsw. der OTTO Versand und deren "Geschwister" Schwab, myToys etc. alle ausschliesslich mit Hermes ausliefern wird es schwierig.

Diese werden wohl kaum den Versandlogistikpartner wegen dieser Sache austauschen.

Eine Lieferung durch DHL ist von diesen Häusern ausgeschlossen.

Gerade zu Weihnachten ist es ärgerlich.

H&M berechnet mir jedesmal 15,00 EUR für die Rücksendung, da die Hermes das immer mit "aufgrund von Annahmeverweigerung" zurück schickt. Die Annahme habe ich nie verweigert, da nie zugestellt wurde.

Die 15,00 EUR (7x bisher, musste ich selbst an H&M entrichten).

Die Geschäfte richten sich leider nicht nach mir. Sie versenden pro Tag zig Tausende Pakete und können sicherlich nicht dafür Sorge tragen oder Hermes auffordern meine Pakete zuzustellen.

Von der jeweils immer im Vorfeld nötigen Zusatzarbeit ganz zu schweigen. Dann müssten Sie jedesmal eine E-mail nach Hamburg schicken. Das Paket für XY bitte zustellen - ist in Ordnung ...

Das wird wohl kaum gehen. Und ob Hermes sich jemals daran hält?!

Also-für mich heißt dies: Entweder nichts mehr bestellen oder an eine andere Adresse liefern und zusätzliche Kosten für Sprit etc. ausgeben, um mein Paket dann zu bekommen.

Ich bin entsetzt.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.11.2010 | 21:49

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Punkt mit der angeblichen Annahmeverweigerung und den dadurch entstehenden Kosten ändern die Beurteilung sehr!

Dadurch haben Sie persönlich einen von Hermes verursachten Schaden. Sie können die Unkosten von Hermes zurückerstattet verlangen und Hermes auf dem Klagewege verpflichten, nicht mehr die Annahmeverweigerung zu behaupten. Das Rückerstattungsverlangen ist auch rückwirkend möglich.

Dafür müssen Sie natürlich beweisen können, dass die Annahmeverweigerung erfunden ist bzw. war.

Wenn Sie - notfalls wiederholt - mit beiden Klagebegehren vor Gericht gewinnen, wird Hermes es sich überlegen, ob es den Zustellboykott aufrecht erhalten wird.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 26.11.2010 | 21:31

Zur Ergänzung:

Leider ist es unmöglich, Hermes im Voraus zu zwingen, alle Lieferungen an Sie problemlos zu liefern.

Nit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt


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Bewertung des Fragestellers 02.12.2010 | 13:17

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FRAGESTELLER 02.12.2010 3,8/5,0
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