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Heirat im Ausland oder Deutschland?


07.02.2007 14:58 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Guten Tag!
Ich bin gebürtige Deutsche und mein Verlobter ist Pakistaner(Anhänger der Ahmadi Religion). Wir versuchen verzweifelt seit 2Jahren in Deutschland zu heiraten. Doch das Standesamt verlangte immer wieder eine Ledigkeitsbescheinigung meines Verlobten.Es wäre nie die richtige Überschrift dafür gewesen. Diese haben nun schon drei mal eingereicht. Nun sind endlich alle Urkunden auf die Richtigkeit überprüft worden. Das Oberlandesgericht hat nun noch einmal nach eien Ledigkeitsbescheinigung seiner Religion verlangt. Diese ist nun wieder zum überprüfen in Islamabad/Pakistan. Jetzt haben wir endlich die Genehmigung zum heiraten innerhalb unsere Religion. Wir wissen das diese Heiratsurkunde weltweit anerkannt wird.Meine Frage ist nun: Wir möchten in Rabwah/Pakistan heiraten Könnte das standesamt oder die Ausländerbehörde uns Probleme machen sprich der Anerkennung der Ehe in Deutschland und des Einreisevisums meines Verlobten? Er ist im Oktober `06 abgeschoben worden. Aber diese ist nun als freiwillige Ausreise eingetragen nach der Zahlung der Unkosten des Fluges. DAfür haben wir auch eine schriftliche Bescheinigung des Regierungspräsidium. Wir würden uns sehr freuen wenn sie uns weiter helfen könnten.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte:

Gr5undsätzlich ist die im Ausland geschlossene Ehe automatisch auch in Deutschland wirksam, sofern bei der Trauung im Ausland die dort geltenden gesetzlichen Formvorschriften eingehalten worden sind. Zusätzlich müssen bei beiden Verlobten die üblichen Voraussetzungen (z.B. Ledigkeit, Mindestalter, kein unzulässiger Verwandtschaftsgrad u.ä.m.) erfüllt sein.
Eine Registrierung der im Ausland geschlossenen Ehe beim deutschen Standesamt ist nicht vorgeschrieben. Auf Wunsch kann jedoch beim zuständigen Standesamt ein Antrag auf Anlegung eines Familienbuchs gestellt und die Ehe so registriert werden. Auch besteht keine Verpflichtung, den Namen nach der Eheschließung zu ändern.


Normalerweise wird bei einer Abschiebung eine Wiedereinreisesperre erteilt. Diese kann dann auf Antrag befristet werden. Wenn die Ausreise nun als freiwillig eingetragen ist, so wird es keine Wiedereinreisesperre geben.

Aufgrund der Ehe hat Ihr Verlobter einen Anspruch auf einen Aufenthaltstitel.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Gerne können Sie noch eine Nachfrage stellen.

Ich verbleibe zunächst mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin

Meine Antwort umfasst nur die Informationen, die mir zur Verfügung gestellt wurden. Für eine verbindliche Bewertung ist eine umfassende Sachverhaltsermittlung vonnöten, die im Rahmen einer Online-Beratung nicht möglich ist.

Nachfrage vom Fragesteller 08.02.2007 | 11:04

Vielen vielen DANK für ihre Antwort!

Brauchen wir dann keine angst zuhaben wenn wir die nächsten Woche in Pakistan heiraten werden und hier eigentlich noch auf dem Standesamt in Deutschland auf eine freischaltung des OLG wegen der Eheschliessung?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.02.2007 | 14:39

Die Befreiung von der Vorlage eines Ehefähigkeitszeugnisses bzw. das Ehefähigkeitszeugnis betrifft nur eine mögliche Eheschließung in Deutschland. Ihr Verlobter kann in Pakistan wirksam die Ehe schließen, auch wenn hier das OLG die Befreiung von der Vorlage eines Ehefähigkeitszeugnisses nicht erteilt hat. Nichtsdestotrotz müssen die nach dem im Land der Eheschließung geltenden Eheschließungsvoraussetzungen (z.B. Ledigkeit, Mindestalter, kein unzulässiger Verwandtschaftsgrad u.ä.m.) erfüllt sein.

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