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Hausrat


| 19.07.2007 10:12 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Ich habe mich vor 1 1/2 Jahren von meiner Frau getrennt. Seit März 2006 versuchte ich eine Einigung über die Verteilung des gemeinsamen Hausrats zu erzielen. Es gab ständig neue Hausratslisten, die meine Frau abänderte, da sie nicht wollte, das ich etwas aus dem Hausstand holte.

Nach schriftlichem Hinweis meines Anwaltes im Nov. 06 an meine Frau, das der Hausrat nunmehr abgeholt wird, holte ich Ende Dezember Einrichtungsgegenstände aus dem ehemaligen gemeinsamen Haustand ab. Ich orientierte mich dabei größtenteils an ihren Wünschen, habe aber auch ein paar Sachen mitgenommen, an denen mein Herz hing. Nach meinen Schätzungen habe ich wertmäßig weniger mitgenommen, als im Haus verblieben ist. Nun ist meine Frau der Meinung, das ich wertmäßig viel mehr mitgenommen habe und möchte 3000,00 Euro Ausgleichszahlung, obwohl ich wertmäßig Gegenstände nur für etwa 3000 Euro mitgenommen habe. Ihre Schätzungen sind völlig aus der Luft gegriffen, u.a. ein 10Jahre alter Fernsehr für 250,00 E etc, Möbel aufgeschrieben, die ich gar nicht mitgenommen habe, Kleinkram auf die Liste gesetzt, was ich nie haben wollte und auch nicht mitgenommen habe etc. Nun kam ein Schreiben von ihrem Anwalt, das es gerichtlich geklärt wird.

Ich möchte ungern einen Anwalt dazu nehmen, da mich meine Frau schon 2x verklagt hat (sie hat Prozesskostenbeihilfe und kann es sich "leisten") und ich bis jetzt schon sehr hohe Anwaltsgebühren zahlen musste.
Nun meine Frage: Kann ich mich selbst vertreten? Ich bin keinesfalls bereit,3000 Euro Ausgleich zu zahlen! Was muss ich in die Wege leiten?
Am liebsten würde ich gar nicht rumstreiten, bestünde noch die Möglichkeit, ihr Gegenstände, die sie mit hohem Wert betitelt hat, ihr jetzt noch zukommen zu lassen und damit das Gericht abzuwenden? (Also Beispiel: Ihre Aufstellung mit Preis: u.a. Fernseher 250,00 E, Opel Calibra (hundealt) 1200,00 Euro. Das würde ich ihr "zurück"geben, somit wären wir lt. ihrer Berechnung wertmäßig gleich. Würde das ihre "Handhabe" vor Gericht zu streiten, nichtig machen?
Vielen Dank im voraus.

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Sehr geehrter Fragesteller,

herzlichen Dank für Ihre Fragen das damit entgegengebrachte Vertrauen. Ihre Fragen darf ich nach ihren Angaben wie folgt beantworten.

Grundsätzlich können Sie sich vor einem Amtsgericht selbst vertreten. Da es im vorliegenden Fall nicht mehr um die Ehescheidung selbst geht, können Sie sich auch hinsichtlich eines Ausgleichsanspruchs aus der Hausratsverteilung selbst vertreten.

Um ein gerichtliches Verfahren zu verhindern, wäre ihre Vorgehensweise durchaus Erfolg versprechend, da sie mit ihrem Angebot, ehemalige Gegenstände zurückzugeben, einen Anspruch auch zum Teil anerkennen und damit den Grund der Klage beseitigen. Zumindest hinsichtlich der Rechtsanwaltsgebühren und der Gerichtskosten würden sie in diesem Fall besser gestellt sein, wenn das Gericht entscheidet, dass sie schon vor Klageerhebung den Anspruch anerkannt haben und auch bereit gewesen sind, diesem zu erfüllen.

Möglicherweise würden sodann auch die „Klagelust“ ihrer ehemaligen Ehefrau gestoppt.

Hinsichtlich des Anspruchs selbst sollten Sie abwägen, ob sie diesen anerkennen wollen, beziehungsweise zum Teil erfüllen wollen. Können Sie gut nachweisen, dass der verbliebene Hausrat etwa den gleichen Wert gehabt hat sie der Hausrat, den sie mitgenommen haben, dürfte der Klage wenig Erfolg zuzumessen sein. Zugleich ist die Gegenseite auch beweispflichtig dafür, dass sie den Hausrat tatsächlich auch in dem behaupteten Maß mitgenommen haben. Sie könnten somit vor Gericht bestreiten, dass die Wertangaben, die hier auch offensichtlich zu hoch angesetzt worden sind, z.B. für den Fernseher, nicht korrekt sind. Die Gegenseite müsste auch nachweisen, dass die Gegenstände den Wert, den die Gegenseite angegeben hat, gehabt haben.

Um das gerichtliche Verfahren zu vermeiden, wäre jedoch auf alle Fälle eine gütliche Einigung und die von Ihnen avisierte Rückgabe von Gegenständen hilfreich. Lassen Sie sich jedoch in diesem Fall bestätigen und zwar schriftlich, dass keine weiteren Ansprüche aus der Hausratsverteilung gegen Sie geltend gemacht werden.

Ich hoffe, ihre Fragen hilfreich beantwortet zu haben und stehe Ihnen gerne weiterhin auch im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

Www.rechtsbuero24.de



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