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Hausflurlicht auf Gemeinschaftszähler umklemmen ?


| 13.12.2009 10:45 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



In meiner ETW (Haus mit 3 Wohnungen die mit den Eigentümern bewohnt sind) ist das Hausflurlicht und die Aussenbeleuchtung auf meinen Stromzähler (Sicherungen) geschaltet.
Das möchte ich aus folgenden Gründen geändert haben.

1. Wenn ich längere Zeit nicht in der Wohnung bin, sollen alle
Sicherungen herausmachen werden , damit die Wohnung aus
Sicherheitsgründen stromlos ist.

2. Sicherstellung der Beleuchtung wenn ich nicht im Hause bin.
Auch wenn die Sicherung nicht heraus gemacht wird, wenn ich
nicht da bin, wird bei einer Störung am Flur- und Eingangslicht
die Sicherung bei mir in der Wohnung ansprechen und für die
Zeit meiner Abwesenheit dann kein Licht mehr zur Verfügung
stehen.

3. Die richtige Kostenerfassung für den gemeinsamen verbrauchten
Strom.

Frage:
1. Kann ich verlangen, dass der Stromkreis auf den Gemeinschaftszähler umgeklemmt wird und die Kosten dafür entsprechend den Anteilen aufgeteilt wird.

2. Falls nein. Bzw. wenn keine Mehrheit dafür ist.
Kann ich dann die Stromversorgung zu den o.g. Beleuchtungen unterbrechen in dem ich in meiner Wohnung die Sicherung heraus mache.
Ein Hinweis an die anderen Bewohner würde erfolgen, damit sie sich entsprechend einrichten können (selbst für Beleuchtung sorgen).

3. Hätte es Folgen für mich und evtl. auch für die Gemeinschaft wenn jemand (Bewohner oder Fremde) zu Schaden käme weil keine Beleuchtung vorhanden ist.

Sehr geehrter Ratsuchender,

hier können Sie eine Änderung verlangen.

Zwar können die Wohnungseigentümer abweichend von § 16 WEG durch Stimmenmehrheit beschließen, dass die Betriebskosten des gemeinschaftlichen Eigentums nach einem anderen Maßstab verteilt
werden. Dieses gilt aber nur, soweit dieses einer ordnungsmäßigen Verwaltung entspricht.

Und daran wird es hier scheitern. Denn es entspricht nicht der ordnungsgemäßen Verwaltung, dass diese Kosten über Ihren Zähler auch abgerechnet werden.

Daneben gibt es auch die Probleme bei einer Stromunterbrechung, die Sie schon angesprochen haben.


Sollte ein entsprechender Antrag durch Beschluss zurückgewiesen, sollten Sie dann die gerichtliche Entscheidung herbeiführen. Das Gericht wird dann nach Ihren Angaben sicherlich zu Ihren Gunsten entscheiden.

Allerdings werden Sie nicht eigenmächtig die Stromzufuhr sperren dürfen, da Sie insoweit - wenn dieser Zustand schon länger bestanden hat - die Gebrauchsregelung nicht einseitig ändern dürfen. Sie werden einen Beschluss (oder gerichtliche Entscheidung) herbeiführen müssen.

Sperren Sie trotzdem und kommt jemand zu Schaden, werden Sie haften. Auch eine vorherige Unterrichtung entlastet Sie nicht.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 15.12.2009 | 18:22

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin True-Bohle,

vielen Danke für Ihre schnelle und hilfreiche Antwort aus der sich für mich jedoch noch 2 Fragen ergeben:

1. Ist ein Anspruch auf Änderung von den Umbaukosten abhängig.

2. Wenn eine gerichtliche Entscheidung erforderlich ist , wer ist
dann der „Gegner“ ?
Die Gemeinschaft oder die einzelnen Eigentümer.
Falls es die Gemeinschaft sein sollte, bin ich dann auch an den
Kosten beteiligt wenn diese den Prozeß verlieren würde ?

Mit freundlichen Grüssen
.........................

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.12.2009 | 18:46

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Änderungsanspruch ist nicht von den Umbaukosten abhängig. Dieser Anspruch besteht davon lösgelöst.

"Gegner" wäre dann die Eigentümergemeinschaft. Verliert diese den Prozess, müssen Sie sich nicht beteiligen, da Sie dann obsiegt hätten. Auch dürfen diese Kosten dann nicht anteilig auf Sie mit umgelegt werden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 16.12.2009 | 09:03


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