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Handy gekauft / Verkäufer behauptet kein Geldempfang


05.09.2007 19:10 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf



Sehr geehrte Damen und Herren,

am 14.08.07 bin ich auf der Kleinanzeigen-Plattform Kijiji - www.kijiji.de - auf ein Angebot aufmerksam geworden.

In der Kleinanzeige wurde ein Nokia N95 für 270 € angeboten (http://dresden.kijiji.de/c-ViewAd-W0QQAdIdZ20234835 - Angebot leider nicht mehr online).
Als ich den Verkäufer per E-Mail ansprach, zwecks Abholung etc., bekam ich prompt am nächsten Tag eine Antwort. Es wurde die Möglichkeit vom Abholen des Gerätes angeboten. Leider konnte ich diese Möglichkeit aufgrund der großen Entfernung zum Verkäufer nicht nutzen. Trotzdem hatte ich über fünf Tage täglich E-Mailkontakt gehabt, und der Verkäufer wirkte auf mich seriös. Nach fünf E-Mails einigten wir uns auf eine Überweisung des Betrages inklusive Versandkosten.

Am 20.08.2007 tätigte ich die benötigte Überweisung per Onlinebanking. Ab diesem Zeitpunkt fragte ich täglich nach, ob das Geld auf seinem Konto gut geschrieben war oder nicht. Er verneinte dies immer und versicherte mir, dass das N95 verpackt und alles zum Versand bereit sei.

Nach weiteren E-Mails bekundete ich gegenüber dem Verkäufer steigendes Mißtrauen, und er schlug vor, ich solle doch mal bei meiner Bank Nachforschungen anstellen oder das Geld nochmal überweisen (!), letzteres tat ich nicht. Desweiteren bot mir der Verkäufer ab diesem Zeitpunkt häufiger und aufdringlicher den Versand per Nachname an.

Der Nachforschungsantrag bei meiner Bank wurde gestellt, und die Antwort erhielt ich 2 Tage später per Post. Die Antwort war, dass das Geld auf das Konto des Begünstigten schon am 21.08.2007 gutgeschrieben wurde, also ein Tag nach der Onlineüberweisung (!).

Daraufhin kontaktierte ich den Verkäufer, und konfrontierte ihn mit dem Ergebnis des Nachforschungsantrages und setzte ihm eine Frist bis zum 05.09.2007 mir das Handy zu schicken. Es wurde mir nicht darauf geantwortet - es erfolgte ein Kontaktabbruch auf Seiten des Verkäufers. Heute ist der 05.09.2007 - Ein Handy ist bis jetzt nicht abgeliefert worden.

Ich wurde in der Vergangenheit schon einmal bei einem Kauf eines "Nokia N95" betrogen, jedoch bestand ich nur auf die Rückzahlung des Geldbetrages. Dieses Mal bin ich fest entschlossen das Gerät auch zu erhalten. Zu gerichtlichen Schritten gegen den Verkäufer bin ich auch bereit.

Wie stehen meine Chancen, das bezahlte Gerät zu erhalten?
Ist es erneut ein Betrugsfall?

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst darf ich mich bei Ihnen für Ihre Anfrage bedanken, welche ich Ihnen gemäß Ihrer Sachverhaltschilderung sowie Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Nach meinem Dafürhalten haben sie einen Anspruch gegenüber dem Verkäufer auf Lieferung des Handys.
Ich empfehle Ihnen dahingehend, sowohl den Zahlungsnachweis als auch den gesamten E-Mail-Verkehr in Papierform zu sichern. Gegebenenfalls benötigen Sie diese Dokumente in einem eventuellen nachfolgenden Rechtsstreit.

Hinsichtlich der weiteren Vorgehensweise rate ich Ihnen, den Verkäufer zunächst schriftlich per Einschreiben mit Rückschein aufzufordern, das Handy unter Setzung einer angemessenen Frist (10 Tage) zu liefern.
Sollte der Verkäufer diese Frist wiederum erfolglos verstreichen lassen, sollten Sie Ihren Anspruch mit gerichtlicher Hilfe feststellen lassen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

info@kanzlei-kaempf.net
Kanzlei Kämpf - Strafrecht und Internetrecht in München

Nachfrage vom Fragesteller 05.09.2007 | 20:36

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Leider habe ich keine "ladungsfähige Adresse" vom Verkäufer, nur die von seiner Tante bei der er zu Besuch war als ich die erste Email zwecks abholen schrieb. Ob die Adresse der Wahrheit entspricht wage ich zu bezweifeln. Also bleibt mir vorerst doch nur der Gang zur Polizei um die Adresse des Verkäufers zu bekommen?

Wenn der Verkäufer weiter stillschweigend bleibt und ich weitere Informationen habe, werde ich mich an Sie wenden.

Bis dahin
Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.09.2007 | 21:24

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich Ihnen wie folgt beantworten möchte:

Die wohl schnellste und kostengünstigste Möglichkeit, die Adresse Ihres Gegners herauszufinden, ist diesen bei der nächsten Polizeidienststelle oder Staatsanwaltschaft anzuzeigen.
Bitte beachten Sie, dass dies möglichst schnell geschehen sollte, da die Ermittlungsbehörden eventuell über die IP-Adresse, von welcher der Verkäufer sein Angebot ins Internet einstellte, dessen Adresse herausfinden können und diese IP-Adresse lediglich für kurze Zeit gespeichert wird.

Bei der Verfolgung ihrer Ansprüche wünsche ich Ihnen einstweilen viel Erfolg und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

info@kanzlei-kaempf.net
Kanzlei Kämpf - Strafrecht und Internetrecht in München

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