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Handy Verkauf


04.01.2007 12:45 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Guten Tag,

ich habe folgendes Problem.

Ich wollte meinem Mann zu Weihnachten ein bestimmtes Handy schenken und habe mich bei ebay umgesehen, da das Angebot dort sehr groß ist.

Ich habe bei ebay direkt in der Kategorie HANDY OHNE VERTRAG - Sony Ericcson - K800i gesucht und war in dem Glauben, dass hier auch nur Handys zu finden sind.

Ich fand eine Auktion, die in wenigen Minuten auslief und bot mit, in dem Glaube, es handle ich um o.g. Handytyp.

Im Lieferumfang stand nichts von einem Handy, nur Zubehör, aber ich dachte eben, dass es sich um Zubehör handle, dass zu dem Handy mitgeliefert wird.
Noch vor Auktionsende fragte ich den Verkäufer ob auch die Rechnung mitkäme für das Handy wg. dem GArantieanspruch.
Leider keine Antwort. Ich dachte, der Verkäufer wäre eben nicht online und wie gesagt, die Zeit drängte, da die Auktion in wenigen Minuten auslief und wir am nächsten Tag in Urlaub fuhren.

Nun hatte ich den Zuschlag bekommen und mich sehr gefreut, weil 241 Euro für dieses Handy ein guter Preis wären.....ich überwies noch am gleichen Tag und freute mich schon auf das Handy.
Ich schrieb 3 Mails ind denen ich fragte, ob das Handy schon unterwegs sein - keine Reaktion.
Dann kam der Karton - oh Schreck - es war tatsächlich nur das Zubehör, kein Handy.

Es verstößt doch gengen den Grundsatz bei ebay: man muß die richtige Kategorie wählen.
Habe das auch ebay gemeldet, die sind gerade am Prüfen.

Ich habe das Päckchen sofort wieder zurückgeschickt und per Mail geschrieben, dass ich mich betrogen fühle, da ich einmal VOR Auktionsende eindeutig nach einem Handy fragte und 3 Mal vor Versand. Der Verkäufer hätte schon vor meinem Höhstgebot und spätestens gleich nach Ersteigerung aufklären können, dass hier ein Mißverständnis zum Kauf führte.

Er ließ mich im Glauben und antwortete einmal, es wäre mein Pech, wenn ich nicht richtig gelesen hätte, was im Lieferumfang steht.
Das er absichtlich in die falsche Kategorie eingestellt hat, hat er nicht kommentiert.

Wie gesagt, das Zubehör ging zurück und wurde am 28.12.06 bei ihm zugestellt.
Keine Antwort auf mails von mir oder ebay bis heute.
Doch kam heute das Päckchen schon wieder von ihm - natürlich immernoch das zubehör....

Bitte raten Sie mir, ob es irgendeinen Weg gibt, mein Geld zurückzubekommen, denn für Zubehör ist das ein absolut unrealistischer Preis!! Es handelt sich um den bei ebay gängigen Preis für dieses Handy - Modell und mit mir haben auch andere mitgeboten, die auch glaubten, für ein Handy zu bieten, sonst wäre der Preis nicht so hoch gegangen.

Was habe ich für Möglichkeiten??

Mittlerweile habe ich das Handy gekauft und mir sind ja die doppelten Kosten entstanden.

Ich weiß, dass ich hätte nicht bieten dürfen, aber ich war mir wirklich so sicher, ich hätte nie gedacht, alleine schon wegen der Höhe der Gebote, dass es nur Zubehör ist.
Der Verkäufer hat absichtlich die Kategorie Handys ohne Vertrag gewählt umd zu täuschen, das hat er ja nicht einmal abgestritten..

Vielen Dank im Voraus
M.S.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und möchte diese auf der Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes wie folgt beantworten:

Vorab: Sofern Ihr Verkäufer als Unternehmer einzustufen ist, haben Sie nach dem fernabsatzrecht ein mind. zweiwöchiges Widerrufsrecht.

Grundsätzlich ist es so, dass Sie einen Vertrag mit dem Anbieter über das, was in der Artikelbeschreibung drin stand, geschlossen haben. Wenn dort also angegeben war, dass es sich bei dem Angebot nur um Zubehör handelt, gilt erst einmal der Vertrag.

Nun stellt sich allerdings die Frage, wie die Tatsache zu bewerten ist, dass der Artikel in der falschen Kategorie eingestellt war. Dies kann durchaus als Indiz gesehen werden, dass hier ggf. bewusst versucht wurde, die Käufer zu täuschen. Dies müssen Sie allerdings beweisen. Hat der Verkäufer vielleicht auch noch andere Zubehörteile in die falsche Kategorie gestellt?

Dass Ebay selber sich in seinen AGB’s Schritte vorbehält bei falscher Einstellung, hat mit Ihrem Anspruch zunächst nichts zu tun, da es höchst umstritten und auch fraglich ist, ob dieses AGB’s auch zwischen Verkäufer und Käufer gelten.

Ebenso hilft Ihnen die Kontaktaufnahme Minuten vor Auktionsende und nach Beendigung nicht viel weiter, da der Verkäufer nicht verpflichtet ist, das Ende seiner Auktionen „live“ mitzuverfolgen.

Ich denke also, dass Sie, wenn der Verkäufer Unternehmer ist, den Vertrag widerrufen können. Sollten die Voraussetzungen dafür nicht gegeben sein, müsste nach einer Anfechtungsmöglichkeit gesucht werden, die hier in der arglistigen Täuschung liegen kann. Diese Anfechtung müssen sie ggü. dem Verkäufer erklären. Wenn insgesamt der Eindruck gerechtfertigt ist, dass er hier arglistig täuschen wollte, haben Sie gute Chancen. Allein die Tatsache, dass der Artikel in eine falsche Kategorie eingestellt war, reicht meines Erachtens aber noch nicht aus.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen die hier nur mögliche erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Nicole Maldonado
- Rechtsanwältin -

Nachfrage vom Fragesteller 04.01.2007 | 16:12

Hallo und Vielen Dank.

Leider handelt es sich um eine Privatperson.

Auch wenn der Verkäufer seine Auktion nicht live verfolgt, hätte er nicht wenigstens bei der 3. Anfrage nach Auktionsende, wo das HANDY bleibt, richtigstellen müssen, dass es sich hier nur um Zubehör handelt? Wenn es so offensichtlich ist, dass ich mich getäuscht habe, darf er mich einfach in dem Glauben lassen und schreiben, dass es mein Pech wäre?

Zudem hat er Versandkosten von 7,90 Euro angegeben, allerdings hat er mit Hermes versandt für 3,90 Euro, weil ich ihn darum gebeten habe. Ich bat ihn, mir die Differenz einfach im Päckchen beizulegen, was er nicht ta. Er hat sich also auch beim Porto bereichert.

Zählt es nicht, dass es sich hier um einen absolut ungerechtfertigten Preis für Handyzubehör handelt?? Wenn ich versuchte, mit den anderen Mitbietern in Kontakt zu treten und die ebenfalls bestätigen würden, dass sie die Auktion für eine Handy-Auktion hielten, wäre das hilfreich?

Was wären meine nächsten Schritte, Anzeige bei der Polizei oder der Gang zum Anwalt?? Wir haben eine Rechtschutzversicherung, jedoch ist der Selbstbehalt auch schon bei 100 Euro...

Ich kann es einfach nicht fassen, dass mir so etwas doofes passiert ist und dass mich das so viel Geld kosten wird....

Danke nochmals für Ihr Bemühen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.01.2007 | 22:41

Leider kommt es in Ihrem Fall zunächst nur darauf an, was in der Artikelbeschreibung stand. Wenn dort erläutert war, dass es sich nur um Zubehör handelte, haben Sie erst einmal einen Kaufvertrag über das Zubehör geschlossen. Was nach Auktionsende dann geschah, ist dafür nicht von Bedeutung. Daher kommt es in ihrem Fall darauf an, wie die Angebotsseite beschaffen war. Wenn der Hinweis, dass es sich nur um Zubehör handelte "versteckt" war auf der Seite, könnte man ggf. von Betrug ausgehen.

Was die Versandkosten angeht: Diese gehören grds. nicht zum Kaufpreis. Wenn der Verkäufer mit Ihnen vereinbart hat, dass die Sachen per Hermes versandt werden, haben Sie durchaus die Möglichkeit, darauf zu pochen, dass er Ihnen auch nur diese Kosten in rechnung stellt.

Da das ganze Verhalten Ihres Verkäufers nicht sehr kooperativ ist, scheint es in der Tat so, dass er es auf den Irrtum angelegt hat. Allerdings ist eine genaue Beurteilung der Lage nur möglich, wenn man die Angebotsseite selber beurteilt. Sofern also der Hinweis darauf, dass es sich nur um Zubehör handelte, eher versteckt war, würde ich Ihnen raten, sich anwaltlicher Hilfe zu bedienen und auch Betrugsanzeige zu erstatten. Die Betrugsanzeige können Sie natürlich immer erstatten.

Abschließend bedaure ich, Ihnen von hier keine bessere Antwort geben zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Nicole Maldonado
- Rechtsanwältin -

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