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Händler fordert Herausgabe von Pferd

| 25.08.2011 19:49 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Ich habe vor ca 2 Jahren das Pferd eines bekannten übernommen, die ersten zahlungen habe bar gemacht und diese sollten von meinem bekannten an den Händler gehen wo er das pferd erstanden hat, ein teil des geldes ist auch dort angekommen ( 2500 euro war die vereinbarte summe laut meines bekannten) um die sache dann einfacher zu machen habe ich mir die kontodaten des Hänlers geben lassen und den restbetrag in höhe von 2300 euro in Raten zu je 100 euro monatlich gezahlt (kontoauszüge sind vorhanden)! Zwischendurch habe ich immer wieder nach gefragt ob das Pferd papiere besitzt bzw welche Impfungen fällig sind habe aber auf diese frage nie eine antwort bekommen! Dementsprechend habe ich eine weile gewartet nachdem der volle Betrag bezahlt war und habe das Pferd nun chippen lassen und Papiere ausstellen lassen und das alles auf meinen Namen natürlich! Nun stand Plötzlich der besagte Händler bei einer Freundin vor der Tür und wollte das Pferd abholen mit der aussage ich hätte nicht gezahlt bzw nur einen Teil und hat auch Papiere gezeigt die angeblich zu dem Pferd gehören! Meine Freundin hat dann gesagt das sie nicht wüsste wo das Pferd ist und er hat dann noch ein paar sachen gesagt die ich angeblich per e-mail geschickt haben soll ( wie ich hätte nicht zahlen können weil mein haus abgebrannt ist) welches der unwarheit entspricht! Nach einer weile ist er dann wieder gefahren! Leider hat keine Partei einen schriftlichen Vertrag gemacht damals!

Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, hat Ihr Bekannter das Pferd von dem Händler gekauft, wobei Ihrem Bekannten das Pferd bereits übergeben wurde, der Kaufpreis aber von Ihrem Bekannten erst später an den Händler gezahlt werden sollte. Ihr Bekannter hat das Pferd dann an Sie weiterverkauft oder Sie sind mit Zustimmung des Händlers in den Kaufvertrag Ihres Bekannten eingetreten und haben dessen Pflichten (Kaufpreiszahlung), aber auch dessen Rechte übernommen.

Aus diesem Kaufvertrag steht Ihnen aber jetzt grundsätzlich auch das Recht zum Besitz zu, so dass der Händler das Pferd nicht einfach herausfordern kann. Zudem haben zunächst Ihr Bekannter und anschließend Sie selbst das Eigentum an dem Pferd erlangt. Etwas anderes würde nur gelten, wenn der Händler das Pferd unter Eigentumsvorbehalt verkauft hat (§ 449 BGB ). Aber selbst im Falle eines Eigentumsvorbehaltes könnte der Händler das Pferd erst zurückverlangen, nachdem er vom Vertrag zurückgetreten ist, wofür er allerdings einen Rücktrittsgrund wie z.B. Zahlungsverzug benötigen würde.

Da Sie aber nachweisbar über mehrere Monate hinweg regelmäßig den Kaufpreis in Raten an den Händler gezahlt haben, ohne dass der Händler widersprochen hat, kann er sich jetzt nicht einfach darauf berufen, dass der Kaufpreis nicht gezahlt wurde. Da keine schriftliche Vereinbarung getroffen wurde, stellt sich hier lediglich die Frage, welcher Kaufpreis für das Pferd vereinbart wurde. Sie können aber nach Ihrer Schilderung mit Hilfe Ihres Bekannten und der Kontoauszüge nachweisen, dass ein Kaufpreis von 2500,- EUR vereinbart wurde und dieser auch gezahlt wurde. Solange Ihnen der Händler nicht nachweisen kann, dass ein höherer Kaufpreis vereinbart wurde, können Sie gegenüber dem Händler deshalb sowohl die Herausgabe des Pferdes als auch eine weitere Zahlung verweigern. Zudem können Sie von dem Händler die Herausgabe der Papiere verlangen, da spätestens mit vollständiger Zahlung des Kaufpreises auch das Eigentum an dem Pferd auf Sie übergegangen ist.


Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen hier im Rahmen einer Erstberatung ohne Kenntnis aller Umstände keinen abschließenden Rat geben kann. Sofern Sie eine abschließende Beurteilung des Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem bei Einsicht in sämtliche Unterlagen konkret zu erörtern.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 27.08.2011 | 14:01

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