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Gutachtekosten


| 10.12.2006 16:01 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo,

wir bewohnen seit 3 Jahren eine EG Altbauwohnung einer Verwndten.

Schon im ersten Winter hatten wir Schimmel in Schlaf und Kinderzimmer.
Ich habe es meiner Vermieterin umgehend mitgeteilt und Sie hat den Schimmel angesehen.
Sie führte den Schimmel auf unser "schlechtes" Heiz- Lüftverhältniss zurück und sah die Sache als erledigt an.

Den lieben Frieden willens verzichtete ich auf Mietminderung und entfernte denn Schimmel immmer wieder auf meine Kosten. Als es drausen wieder wärmer wurde war schluß.

Im zweiten Winter ging das gleiche Spiel von vorne los.
Ihr egal und ich habe wieder nicht unternommen.
Ich habe Ihr zuliebe nur einen hohen Tujenbaum entfernt der direkt an der Außenmauer des Schlafzimmers anlag und die Wand ständig feucht hielt.
Als dieser weg war war auch mit dem Schimmel im Schlafzimmer ein Ende.

So nun im Dritten Winter Schimmelt es wieder an der Außenmauer des Kinderzimmers.

Ich habe Sie wieder darüber informiert und wieder keine Miete gekürtzt, Ihr aber gesagt das wir uns nun was einfallen lassen müssen.

Sie sagte sie werde sich nun darum kümmern.
Ein paar Tage später kam Sie mit einem Baugutachter daher der sich die betroffene Stelle angesehen hat und mir erklärt hat ,das die Urache nicht konkret feststellbar ist.
Aber er sagte das die Isolierung der Außenmauer sehr schlecht ist und sich daher Kältebrücken bilden auf denen dann der Schimmel gedeihen kann.
Er meinte man müßte mal alles durchprobieren angefangen beim andauernden Stoßlüften über höhere Raumtemperatr ( Wir haben ohnehin schon 21 Grad im Kinderzimmer) bis zur Isolierung des Mauerwerkes.

Nun behauptet Sie er habe zu Ihr etwas ganz anderes gesagt, nämlich das nur wir schuld sind.

Sie brachte mir nun die Rechnung des Gutachters.

259 € die ich nun bezahlen soll !!!!!!!
Das Gutachten kann sie mir aber nicht geben , da kein schriftliches gibt und es sich lediglich um eine Inaugenscheinnahme und Beratung vor Ort gehandelt hat.

Als ich Ihr sagte das ich dieses nicht zahlen werde drohte Sie mir mit Mieterhöhung trotz des Schimmel und zweier undichter alter Fenster.

Wie soll ich mich nun verhalten, ich werde jetzt auch keine Rücksicht mehr nehmen.

Muß ich die Kosten tragen ,obwohl eigentlich keine Veranlassung Ihrerseits bestand eine Baugutachter zu beauftragen um die Schuldfrage zu klären da ich ja auch keine kürzungen vorgenommen , diesen Gutachter gefordert noch rechtliche Schritte gegen Sie eingeleitet habe

Darf Sie die Miete noch dieser Drohung und der Mängel einfach so erhöhen ?


MfG

10.12.2006 | 16:23

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfage(n), die ich wie folgt beantworte:

Sie sollten die Miete mindern, da ja der Gutachter bereits festgestellt hat, dass die Schimmelursache höchstwahrscheinlich in eine Kältebrücke wegen mangelhafter Außenisolierung zu suchen ist. Soweit der Schimmel nur in einem der Räume sich ausbreitet schätze ich, dass 10 % der Bruttomiete ( also inklusive Nebenkosten ) als Minderungsbetrag angemessen sein sollten. Vor der Durchführung der Minderung sollten Sie die Vermieterin nochmals auf die bestehenden Mängel hinweisen und unter Fristsetzung zur Behebung derselben auffordern.

Sollte die Vermieterin weiter die Ursache des Schimmels bestreiten und Ihnen anlasten, so wäre die Ursache ggf. durch die Beauftragung eines gerichtlich bestellten Sachverständigen zu klären. In diesem Punkt müssen Sie mit einem Prozess - und Kostenrisiko rechnen.

Im Übrigen sehe ich derzeit keine Anspruchsgrundlage der Vemieterin, woraus sie von Ihnen die Bezahlung des Gutachtens verlangen könnte.

Zur angedrohten Mieterhöhung darf ich noch folgendes anmerken:

Die Nichtbezahlung des angeblichen Gutachtens ist kein Mieterhöhungsgrund. Wie eine Mieterhöhung rechtmässig durchgeführt wird, ergibt sich aus dem Gesetz. Sollten Sie eine Mieterhöhung tatsächlich erhalten oder der Streit wegen des Schimmels nicht einvernehmlich gelöst werden, so rate ich Ihnen dringend sich um anwaltschaftliche Vertretung in der Angelegenheit zu bemühen. Ein beauftragter Rechtsanwalt wird insbesondere nach Vorlage einer Mieterhöhung diese auf ihre Rechtmässigkeit überprüfen und ggf. unter Beachtung der gesetzlich vorgegebenen Fristen Widerspruch gegen eine Mieterhöhung für Sie einlegen. Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kohberger
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Michael Kohberger

Nachfrage vom Fragesteller 10.12.2006 | 17:26

Vielen Dank,

ich werde mir auf alle Fälle eine neue Wohnung suchen.

Es besteht also keine Rechtsgrundlage von Ihr mir die Kosten anzulasten obwohl sie behauptet, daß sie sich deshalb erkundigt hat.

MfG und Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.12.2006 | 17:49

Vielen Dank für die Nachfrage,

die ich wie folgt beantworte:

Sie haben den Gutachter nicht beauftragt. Sie haben allenfalls den Mangel an der Wohnung angezeigt. Hierzu waren Sie sogar rechtlich verpflichtet. Damit besteht ein Vertragsverhältnis nur zwischen Vermieter und Gutachter. Folglich muss in diesem Verhältnis auch abgerechnet werden.

Die Kosten fürs Gutachten können nicht umgelegt werden, zumal nach Aussage des Gutachters die Ursache des Schimmels wohl auf mangelhafte Bausubstanz zurückzuführen ist.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kohberger
Rechtsanwalt

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