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Gewährung Resturlaub

| 25.07.2011 09:33 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


14:34

Sehr ähnlich gelagerte Fragen gibt es bereits, ich muss aber dennoch nochmal nachfragen..

Ich habe zum 31.08 fristgerecht gekündigt.
Das Arbeitsverhältnis besteht seit über 4 Jahren.

Nun habe ich bei der Recherche gelesen, dass mir im alten Unternehmen der gesamte Jahresurlaub zusteht.
Sollte ich den bereits genommen haben, kann die Firma diesen nicht zurückverlangen oder monetär abziehen.

Habe ich aber noch entsprechende Urlaubstage übrig (wie in meinem Fall), kann ich Diese auch noch als Resturlaub bis zum 31.08. nehmen, und zwar den gesamten Jahresurlaub. Nach 6 Monate Tätigkeit im Kalenderjahr soll dann die 1/12 pro Monat-Regel nicht mehr gelten.

Stimmt das?
Und wenn ja, wo finde ich offizielle Gesetzestexte (§). Meine Personalabteilung sagt, sie kenne nur die 1/12 Regelung, die grundsätzlich gelte!

25.07.2011 | 09:54

Antwort

von


(125)
Große Teichstraße 17
18337 Marlow
Tel: 038221-42300
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich gerne auf der Grundlage Ihrer Angaben.

Das Ergebnis Ihrer Recherche ist zutreffend. Bestand das Arbeitsverhältnis bereits zu Beginn des Kalenderjahres (wie bei Ihnen), so hat der Arbeitnehmer bei einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses in der zweiten Jahreshälfte Anspruch auf den vollen Jahresurlaub. Dies ergibt sich aus § 4 BUrlG : „Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben." § 4 BUrlG gilt nicht nur für den erstmaligen Ablauf der Wartezeit, sondern jedes Jahr aufs Neue. Dies ergibt sich auch aus § 5 Abs. 1 a) BUrlG , wonach Anpruch auf 1/12 des Jahresurlaubes besteht, wenn der Arbeitnehmer wegen Nichterfüllung der Wartezeit keinen vollen Urlaubsanspruch erwirbt. Die Wartezeit war mit Ablauf des 30.06. erfüllt.

Im Ergebnis haben Sie demnach Anspruch auf Gewährung Ihres vollen Jahresurlaubs gegen Ihren derzeitigen Arbeitgeber. Dieser ist auch grundsätzlich in natura zu gewähren. Können Sie allerdings den Urlaub nicht mehr antreten, z.B. wegen Einarbeitung Ihres Nachfolgers, so wäre der Urlaub abzugelten, § 7 Abs. 4 BUrlG .


Rechtsanwalt Ralf Morwinsky

Rückfrage vom Fragesteller 25.07.2011 | 14:12

Vielen Dank für die Infos. Eine Frage aber noch.

Bezieht sich dieser Sachverhalt nur auf die gesetzlichen 20 bzw. 24 Urlaubstage?

Oder auch wie in meinem Fall auf 30 Tage Urlaub lt. Vertrag?


Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25.07.2011 | 14:34

Die geschilderte Rechtslage bezieht sich zwingend zunächst nur auf den gesetzlichen Mindesturlaub. Das heißt, daß sich in Ihrem Arbeitsvertrag durchaus eine Regelung finden kann, die für den über den gesetzlichen Mindesturlaub hinausgehenden Urlaub die 1/12-Regelung vorsieht. Ohne eine solche ausdrückliche Regelung steht Ihnen der gesamte vertragliche Urlaub von 30 Tagen zu.

Bewertung des Fragestellers 25.07.2011 | 14:45

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(125)

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