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Gesamtschuldnerausgleich nach der Privatinsolvenz

20.07.2016 17:36 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger


Hallo,

ich befinde mich ab jetzt in der Wohlverhaltensphase meiner Privatinsolvenz. Ich zahle meine Ex-Frau (Scheidungsdatum Rechtskraft Juli 2016) und meiner Tochter 1000 Euro Unterhalt. Sie blieb die letzten zwei Jahre im Vollfinanzierten Haus wohnen und wurde von der Bank bislang nicht belangt. Um nicht in die Insolvenz zu gehen zahlt sie einen Kredit bei einer Onlinebank (20.000 Euro) seit dem alleine weiter. Dies bezahlt sie von meinem Unterhalt, da sie seit zwei Jahren mietfrei wohnt und bislang nicht arbeiten ging.
Das Haus wird in den kommenden zwei Monaten verkauft. Es bleibt eine Restschuld von ca. 60.000 Euro. Auch hier will sie, angemessen an ihrem Einkommen (ab diesem Monat 450,00 Euro) weiter etwas an die Bank zahlen um nicht in die Insolvenz zu gehen. Ich musste in die Insolvenz, da die Bank sofort an mich herantrat und ich die Raten nicht mehr zahlen konnte.
Und nun meine Frage: Kann Sie nach Beendigung meines Insolvenzverfahrens (also in 5 Jahren) in Bezug auf die von ihr geleisteten Zahlungen an die Gläubiger von mir Geld zurückverlangen? Ich zahle jeden Monat ca. 500 Euro an meinen Insolvenzverwalter. Verjähren ihre Forderungen an mich oder nicht?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationenwie folgt beantworten:

Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen eines Gesamtschuldners kann dieser durch einen anderen Gesamtschuldner nicht mehr auf Freistellung im Innenverhältnis in Anspruch genommen werden. (OLG Celle Senat für Familiensachen, Beschluss vom 21.05.2014, 10 WF 262/14)

Die Freistellungs- und daraus folgend Ausgleichsansprüche sind als Insolvenzforderung anzusehen und daher zur Tabelle anzumelden.

Im Übrigen würden sie auch der regelmäßigen Verjährung von drei Jahren unterliegen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 20.07.2016 | 18:53

Also könnte sie sich als Gläubiger eintragen lassen. Ich bin jetzt in der Wohlverhaltensphase. Wie lange kann sie sich zur Tabelle anmelden und mit was?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.07.2016 | 19:37

Gemäss 177 Inso können Forderungen bis zum Prüfungstermin angemeldet werden.

Auf die Kosten Folge ist insoweit hinzuweisen.

Die Anmeldung erfolgt in Höhe des Freistellungs-Anspruch und ist auch als solcher zu bezeichnen.


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