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Gehaltskürzung bei Mitarbeitern

21.07.2011 09:02 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Ich bin Geschäftsführer eines Verlages/GmbH mit 21 Mitarbeitern (umgerechnet auf Vollzeit 17 Mitarbeiter) wir planen in 2011 einen Umsatz von etwa 1,8 Mio Euro und müssen nach der ersten Jahreshälfte feststellen, dass wir jetzt schon etwa 50.000 Euro Verlust haben und bei dem zu erwartendem weiteren Geschäftsverlauf zum Jahresende bei -90.000 Euro liegen.
Aufgrund der sehr schwierigen Situation seit der Krise 2009 haben wir in 2009 etwa 70.000 Euro Verlust gemacht (das war der Gewinn aus dem Vorjahr) und in 2010 etwa 30.000 Euro, (die ich mit Gesellschafterdarlehen gedeckt habe).
Den erneuten Verlust und vor allem in dieser Höhe will und kann ich nicht privat decken. Von der Bank ist ohne private Absicherung auch nichts zu erwarten.
Bleiben aus unserer Sicht nur konsequente Kostenreduzierung, wir sehen etwa 20.000 als machbar und Gehaltsverzicht bei den Arbeitnehmern.
Die bei 10% für das restliche Jahr realisierbare Größe liegt bei etwa 40.000.
Den restlichen Betrag würde ich durch private Einlage oder kompletten Gehaltsverzicht ausgleichen.

Wir haben keinen Betriebsrat und sind nicht Tarifgebunden.
Wie ist die rechtliche Lage?
Wie kann das am Besten und Schnellsten umgesetzt werden?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich möchte diese anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

Eine Gehaltskürzung bedarf grundsätzlich einer Änderung der betroffenen Arbeitsverträge, die jeweiligen Arbeinehmer müssten dem also zustimmen. Der einfachste und schnellste Weg, die gewünschten Gehaltskürzungen zu erreichen, wäre somit der zeitnahe Abschluss von arbeitsvertraglichen Zusatz- bzw. Änderungsvereinbarungen mit den Arbeitnehmern bzw. entsprechend geänderten Arbeitsverträgen. Als Verhandlungsbasis bzw. Druckmittel gegenüber den Arbeitnehmern, um dieses Ziel zu erreichen, könnten Sie ankündigen, dass Sie aufgrund der Verluste des Unternehmens anderenfalls betriebsbedingte Kündigungen aussprechen müssten. Entsprechende Verhandlungen mit den Arbeitnehmern sollten zunächst möglichst zeitnah aufgenommen bzw. versucht werden.

Sollten diese Verhandlungen nicht zum Ziel führen oder aus anderweitigen Gründen nicht möglich oder praktikabel sein, haben Sie als Arbeitgeber im Grunde nur die Möglichkeit, Ihr gewünschtes Ziel einseitig über den Ausspruch von so genannten Änderungskündigungen gegenüber den betroffenen Arbeitnehmern zu erreichen. Das bedeutet, Sie kündigen die jeweiligen Arbeitsverhältnisse fristgerecht und bieten zugleich einen neuen Arbeitsvertrag mit geänderten Bedingungen, also hier geringerem Gehalt, an. Die Arbeitnehmer könnten dann nur wählen, ob Sie dieses Angebot annehmen oder wahlweise entweder bei Ablehnung oder Annahme unter Vorbehalt Kündigungsschutzklage erheben wollen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und meine Ausführungen helfen Ihnen weiter. Bei verbliebenen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten wünsche ich noch einen schönen Tag und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Joschko
Rechtsanwalt

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