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Gebrauchtwagen von privat gekauft - Getriebeschaden verschwiegen was nun?


19.11.2012 16:20 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Kienhöfer



Hallo,

ich habe letzten Freitag dem 16.11.2012 ein gebrauchten VW Golf von einem privaten Verkäufer erworben. Das Auto war augenscheinlich in einem guten Zustand. Auch das Serviceheft wurde lückenlos gepflegt. Alle Werkstattrechnungen der letzten Jahre waren vorhanden. Ich habe eine kurze Probefahrt gemacht. Einmal um den Block sozusagen. Dabei ist mir nichts ungewöhnliches aufgefallen. Der Verkäufer und ich haben den Kauf per Kaufvertrag besiegelt. Der Verkäufer hat mir das Fahrzeug dann noch nachhause gefahren. Ich ich ja selber mit einem Auto zur Besichtigung gefahren bin und so das Fahrzeug direkt mitnehmen wollte. Wir fuhren also gemeinsam über die Autobahn zu mir nachhause. Der Verkäufer in dem gekauften VW Golf und ich mit meinem Fahrzeug hinterher.

Einen Tag später am Samstag dem 17.11.2012 nahm ich das Fahrzeug um eine kleine Spritztour damit zu machen. Auf der Autobahn viel mir dann auf das der Wagen sich ab 120 km/h müht und sehr hoch dreht. Scheinbar schaltete das Getriebe nicht in den nächsten Gang.

Ich führ von der Autobahn runter und zur nächsten VW Werkstatt die das Auto sofort an den Computer anschloss. Der Fehlerspeicher war gefüllt mit diversen Fehlen vom Getriebe. Heute morgen am Montag dem 19.11.2012 bekam ich ein Anruf von VW in dem mir mitgeteilt wurde das das Getriebe wohl kaputt ist und ich mit rund 2000 - 3000 Euro rechnen müsste um den Schaden zu beheben.

Der Verkäufer teilte mir am Telefon mit das er das garnicht versteht da bei ihm ja alles in Ordnung gewesen sei. Er könne mir nicht helfen. Er wird sich nicht an einer Reparaturrechnung beteiligen bzw diese übernehmen. Den Wagen wollte er auch nicht zurück nehmen.

Meine Frage. Welche Möglichkeiten habe ich nun gegen den Verkäufer vorzugehen. Ich bin zu 100% der Meinung, dass der Verkäufer sehr wohl wusste was das Auto für ein Problem hat. Er hat auch auf meine Frage ob mit der Automatik alles in Ordnung sei bestätigt das er keine Probleme damit hat. Er hat arglistig verschwiegen das mit dem Getriebe etwas nicht stimmt.

Ich würde das Auto gern reparieren lassen da es mir nichts bringt wenn der Wagen nun defekt auf der Strasse steht. Wie kann ich die Kosten für diese Reparatur gerichtlich geltend machen?

Vielen Dank vorab

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte:

Grundsätzlich kann die Gewährleistung bei einem Autokauf von einer Privatperson ausgeschlossen werden. In einem solchen Fall hat der Käufer bei Mängeln am Fahrzeug regelmäßig keine Gewährleistungsrechte mehr, ein Käufer kann somit also nicht vom Kaufvertrag zurücktreten oder eine Minderung verlangen.
Oftmals ist aber festzustellen, dass die Gewährleistung beim Privatverkauf eines Autos nicht wirksam ausgeschlossen wurde. Der Käufer kann sich dann auf die gesetzlichen Gewährleistungsregeln berufen (weitere Informationen zu diesem Thema unter www.ruecktritt-autokauf.de).

Es ist deshalb zwingend notwendig, hier den abgeschlossenen Kaufvertrag durch einen Rechtsanwalt überprüfen zu lassen.

Ein weiterer rechtliche Möglichkeit wäre in ihrem Fall auch eine Anfechtung des Kaufvertrages aufgrund arglistiger Täuschung. Dazu müssten Sie aber beweisen können, dass der Verkäufer von dem Getriebeschaden wusste.

Erfahrungsgemäß sollten Sie hier aber zur optimalen Wahrnehmung Ihrer Rechte einen Rechtsanwalt einschalten. Gerne können Sie mich hierfür kontaktieren.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt
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