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Gebrauchtes Auto gekauft mit vom Verkäufer verschwiegenen Mängeln

03.08.2018 15:55 |
Preis: 45,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Hallo, ich habe vor 5 Tagen ein gebrauchtes Auto gekauft. Schon bei der Fahrt nach Hause sind mir Mängel aufgefallen, die bei der kurzen Probefahrt nicht erkennbar waren. Das Auto war mir bis dahin nicht bekannt. Der Verkäufer versicherte mir beim Verkauf dass er eine Menge neue Teile im Motor verbaut hätte und das Fahrzeug einen Top Zustand hat. Optisch ist das Fahrzeug wirklich in Ordnung. Auf der Fahrt nach Hause muss ich kurz bevor ich zuhause bin einen Berg hoch fahren. Dabei bemerkte ich, dass die Motortemperatur weit über 100 Grad ging und das Fahrzeug an Leistung verlor. Ich schon das Problem auf die Hitze die an diesem Tag herrschte. Am nächsten Tag früh morgens hatte ich allerdings dasselbe Problem wieder. Ich bin daraufhin in eine Werkstatt gefahren und dabei wurde festgestellt, dass das Auto zuwenig Ladedruck und der Luftmassenmesser zu wenig Spannung hatte. Es kann nun sein, dass der Turbolader, der Luftmassenmesser und oder andere elektronische Teile kaputt sind. Ich bin seit dem Kauf ca. 500 km gefahren. Den Verkäufer habe ich auf den Mangel angesprochen und er meinte bei ihm hätte alles einwandfrei funktioniert. In diesen von mir gefahrenen 500 Kilometern, hätten also alle diese Teile kaputt gehen sollen. Der Verkäufer meinte noch, dass das Auto auch nicht mehr neu sei und da kann immer was kaputt gehen und er ist mir ohnehin deutlich im Preis entgegen gekommen, was allerdings stimmt. Er hat mir 800 € nachgelassen. Da wusste ich aber von den Mängeln noch nichts. Ich bin der Meinung er hat das alles gewusst. Das ist übrigens auch die Meinung der Werkstatt, obwohl man das zu 100 % natürlich nicht sagen kann. Jedenfalls traue ich mich nicht mehr damit fahren, da ich Angst haben muss, dass noch mehr kaputt geht. Wie soll ich mich nun verhalten?

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Sehr geehrter Ratsuchender,


Sie werden das Auto einem Sachverständigen vorführen müssen.


Denn der Mangel muss bei Übergabe vorhanden gewesen sein. Dafür sind Sie beweispflichtig.


Die Meinung der Werkstatt wird dazu nicht reichen.


Sollte im Vertrag die Gewährleistung ausgeschlossen sein, müssten Sie weiter beweisen können, dass der Verkäufer diese Mängel zwar gekannt, aber arglistig verschwiegen hat.


Auch das wird nur mit Hilfe eines Sachverständigen dann nachzuweisen sein, da dieser dann auch dazu Stellung nehmen muss, ob der Mangel dem Verkäufer hätte auffallen müssen.


Wird das von Gutachter alles festgestellt, haben Sie die Rechte nach § 434, 437 BGB, also Minderung, Rücktritt, Schadenersatz oder Nacherfüllung verlangen.



Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin


Sylvia True-Bohle

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