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Gebrauchtwagen nach 7 Wochen totaler Motorschaden

12.08.2020 16:03 |
Preis: 25,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


16:43
habe einen Gebrauchtwagen gekauft; 7 Wochen nach der Anmeldung und nur rund 1.000km gefahren ist das Auto auf der Autobahn mit - laut ADAC Abschleppdienst - Totalschaden am Motor liegengeblieben. Mündlich wurde Kolbenfresser als Ursache genannt.
Dieser Schaden kann nicht in 1.000 gefahrenen Km aufgetreten sein, sondern muss vor dem Kauf bestanden haben.
Der Kauf erfolgte auf dem Gelände und im Büro eines gewerblichen Gebrauchtwagenhändlers.
Der vollständige SMS Verlauf liegt vor.
Mündlich wurde immer wieder versichert, das Auto sei voll in Ordnung, der Motor sei bestens; als Beweis dafür wurde er mit neuem TüV übergeben.
Kaufvertrag wurde nicht gegeben; damit aber auch keine Gewährleistung ausgeschlossen.
Der Verkäufer behauptet nun auf einmal er sei gar nicht von dieser Firma, sondern sei Privatverkäufer und als solcher gibt es keine Gewährleistung. Er hätte auch nur ein geringes Monatseinkommen und somit gäbe es eh kein Geld zurück.
Mit keinem Wort wurde in den Gesprächen vor Ort gesagt, dass das Auto nicht über den gewerblichen Händler verkauft wird. Ich war mir sicher das Auto von diesem gewerblichen Händler gekauft zu haben.

Recherchiert man im Internet, so heisst es, dass gewerbliche Verkäufer eine Gewährleistung bei Gebrauchtwagen nie ausschliessen können und auch private Verkäufer einer Gewährleistung unterliegen. Bei einem Totalschaden, z.B. am Motor, innerhalb so einer kurzen Zeit (bis zu 6 Monaten) wird automatisch davon ausgegangen, dass der Schaden bereits beim Verkauf bestanden hat.

Ich hätte gerne die Kaufsumme + Abschleppen/Abmelden/Verschrotten + Mietauto vom Verkäufer zurück.

Was ist ihr Rat, ihre Meinung dazu?
12.08.2020 | 16:55

Antwort

von


(2354)
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26135 Oldenburg
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Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
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Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben vollkommen Recht:

Selbst als Privatverkäufer unterliegt er der Gewährleistung, sofern er sie nicht ausdrücklich und wirksam ausgeschlossen hat.

Das hat er nach ihrer Schilderung nicht, sodass Sie die vollen Gewährleistungsansprüche für zwei Jahre ab Übergabe haben.

Stellen Sie Ihre Forderungen und stellen Sie Zug-um-Zug das Fahrzeug zur Abholung bereit.

Setzen Sie eine Frist von 14 Tagen.

Danach sollten Sie einen Anwalt beauftragen, um Ihre Ansprüche durchzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 01.09.2020 | 16:28

danke. Der Verkäufer hat die 14-Tage-Frist verstreichen lassen und pocht darauf, dass er das Auto mt neuem TÜV übergeben hätte und somit keine Gewährleistung besteht.
Ausserdem würde er nur 900€ im Monat verdienen und ich würde niemals zu meinem Geld kommen.
Der Gebrauchtwagenhändler, auf dessen Gelände und in dessen Büro der Verkauf stattfand, besteht darauf, dass man mit dem Verkauf nichts zu tun hat sondern man dem Verkäufer nur Gelände und Büro hätte nutzen lassen. (Allerdings war ich komplett der Meinung den Wagen bei einem Gebrauchtwagenhändler zu kaufen.)

Was ich klarstellen wollte: das Auto ist auf der Autobahn bei Würzburg kaputt gegangen und wurde innerhalb weniger Tage verschrottet. D.h. ich könnte das Auto gar nicht zurückgeben, weil sie geantwortet hatten, ich solle das Auto zur Abholung bereitstellen.

Bitte was schlagen sie vor?

Was würde ein Schreiben ihrerseits kosten? Würden sie ein Schreiben an den Verkäufer richten oder an die Firma auf dessen Gelände un in dessen Büro der Wagen verkauft wurde? Könnten sie das Schreiben an die Firma richten, sozusagen, dass es ihre interne Angelegenheit ist wer für den Schaden aufkommt, die Firma oder der Mann, dem sie angeblich nur das Gelände und Büro für den Verkauf zur Verfügung gestellt haben.

Bestehen echte Chancen für mich, wo der Mann bereits sagt, dass er eh kein Geld hat?

Wenn sie sagen, dass echte Chancen bestehen, würde ich gerne einen Schritt weitergehen, dass sie ein Schreiben an den Verkäufer / an den Gebrauchtwagenhändler schicken; was immer sie für richtig erachten.

Bitte aber um eine genaue Nennung der Kosten und ob ich die vom Verkäufer des Wagens ebenfalls zurückfordern kann.

MfG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.09.2020 | 16:43

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Chancen liegen nun nahezu bei Null, wenn das Fahrzeug verschrottet worden ist.

Weder die Rückgabe ist möglich, noch können Sie nun den Schaden und die Schadensursache schon bei Übergabe nachweisen-

Auch wenn es Unsinn ist, dass TÜV einen Gewährleistungsausschluss nach sich zieht, der Verkäufer also grundsätzlich gehaftet hätte. Hier sind Sie nun durch die Verschrottung jeglicher Beweismittel beraubt.

Daher mein ehrlicher Rat: Vergessen Sie die Sache und werfen Sie nicht noch gutes Geld dem schlechten Anspruch hinterher.

Soll ich Sie trotzdem vertreten, melden Sie sich bitte mit allen Unterlagen, dem genauen Zeitablauf bei mir. Dann kann ich tätig werden, wobei aber eben die Chancen gleich Null sind.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

ANTWORT VON

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