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Privater Autokauf - Motorschaden nach 2 Wochen. Verkäufer ist Händler

25.01.2020 11:43 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

Ich habe am 03.01.20 privat ein Auto gekauft (VW Golf 6 Bj 2010) Das Auto wurde am 07.01.20 beim Verkäufer abgeholt. Der Verkäufer meinte er habe das Auto für seine Frau gekauft allerdings kann diese nicht mit Gangschaltung fahren deswegen kommt das Auto wieder weg.

Schon auf der Heimfahrt blinkte einmal die Motorkontrolleuchte im niedrigen Drehzahlbereich. Am nächsten Tag habe ich das Auto von einem Freund auslesen lassen. Das Auto hatte Zündaussetzer an zwei Zylindern. Daraufhin haben wir zwei Zündspulen und alle Zündkerzen getauscht was ich dem Verkäufer mitteilte. Das Auto lief besser allerdings trat nach ein paar Tagen das Problem woeder auf. Mein Freund hat am 17.01. dann den Druck auf den Zylindern gemessen. Zwei hatten zu wenig Druck. Erster Verdacht Motorschaden. Dem Verkäufer habe ich es am selben Tag mitgeteilt und alle Mängel via Mail aufgelistet. Auch das ich das Auto zur Werkstatt bringe für eine genaue Untersuchung. Leider blieb der Wagen dann komplett liegen und ging nicht mehr an. Wurde dann in die Werkstatt geschleppt. Steuerkette war übersrpungen und Motorschaden.

Wenige Tage nachdem Kauf stellte sich heraus das der Verkäufer ein Autohandel betreibt. Das Fahrzeug war auch nie auf ihn zugelassen. Diese Autos haben sehr oft Probleme mkt der Steuerkette da es damals ein Problem mit dem Zulieferer von VW gab.

Ich habe auch den Vorborbesitzer kontaktiert welcher mir mitteilte das die Kolben mal bei ca. 30000KM getauscht wurden. Wurde mir auch von VW bestätigt. Allerdings hatte dieser Besitzer das Auto an wirkaufendeinauto.de verkauft. Ich nehme an mein Verkäufer hat das Auto von dort. Mein Verkäufer erzählte mir nichts von einem Kolbentausch.

Nur meine Fragen:

Kann man den Verkäufer haftbar machen bevor das Auto zur Instandsetzung geht da er verschwiegen hat, dass er ein Händler ist welcher eigentlich die Probleme mit den 6er Golfs kennen müsste? Zusätzlich wurde verschwiegen das es sich bei dem Auto um einen Reimport handelt. Zur Wiedeeholung das Auto war nie auf den Mann privat zugelassen.

Der Verkäufer wirft mir mit dem Auto noch gefahren zu sein als die Motorleuchte anging. Allerdings war das Problem über die zwei Wochen mal da und mal nicht. Und nur im niedertourigen Bereich und auch das auslesen lies nicht auf einen groben Motorfehler schließen.

Beim Kaufvertrag handelt es sich um einen Standard Mobile.de Privatverkaufsvertrag.

VW würde Kulanz wegen dem Alter des Autos ausschließen.

Eine Motorinstandsetzung würde ca. 3500 Euro kosten. Der genaue Kostenvoranschlag steht noch aus.

Lohnt es sich einen Anwalt einzuschalten ohne Rechtsschutzversicherung?

Vielen Dank für Ihre Hilfe

Grüße


25.01.2020 | 12:17

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

der Verkäufer hat Recht:

Aufgrund der aufleuchtenden Motorkontrolllampe hätten Sie nicht weiter fahren dürfen.

Auch hätten Sie nicht selbst Hand anlegen dürfen, sondern den Verkäufer zur sofortigen Mangelbeseitigung auffordern müssen.

Diese Recht des Verkäufers haben Sie leider zunichte gemacht.

Daher wird man dem Verkäufer keine Gewährleistungsansprüche entgegen halten können.

Hinsichtlich arglichstig verschwiegender Mängel haben Sie aber dann Recht, wenn Sie beweisen können, dass der Verkäufer davon Kenntnis hatte. Die Beweislast liegt bei Ihnen.

Ob der Verkäufer auch Händler ist, ist dann zweitrangig, wenn es ein Privatfahrzeug gewesen ist.

Zudem hätten Sie dann auch die Möglichkeit der Nachbesserung geben müssen, statt selbst Hand anzulegen.

Daher würde ich derzeit nicht dazu raten, die Sache weiter zu verfolgen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


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