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Gebrauchtwagen hat fehler

27.03.2008 21:25 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Hallo,

vor 6 Wochen habe ich mir einen Gebrauchtwagen gekauft und zwar bei einem Vertragshändler. Ich muss dazu sagen das der Händler ca 550km weit weg ist.

Am Wagen wurde noch neuer TÜV gemacht (vom Händler)

Zu den Daten des Fahrzeuges.

27000km Baujahr 2004 Preis 11600Euro

Nun zu den Problemen.

Nach ca. 1 Woche hatte ich ein Komisches geräusch aus dem KAT dieser wurde dann durch die Gebrauchtwagen-Garantie behoben. (Der Händler wurde informiert dieser meinte nur ich soll es über die Garantie machen)

Zu dieser Zeit hatte ich schon Probleme mit einem Stoßdämpfer und zwar hinten rechts. Mehrere Vertragswerkstätten fanden nichts und auch der Händler meinte das da wohl nichts ist. Bis ich zu einer anderen Werkstatt gefahren bin diese Stellte fest das der Stoßdämpfer undicht sei und somit Defekt. Sie gaben mir die Adresse einer Vertragswerkstatt und diese Bestätigt dieses auch. Des weiteren muss der Fehler schon älter sein da der Stoßdämpfer innen schon Rost angesetzt hat.

Ich kontaktierte nun wieder den Händler dieser meinte nur er müsse sich mit seinem Werkstatt besprechen. Am folgetag rief er an und sagte zu mir er schickt mir neue Stoßdämpfer und ich solle diese auf meine Kosten einbauen. (Ist das rechtens? Muss nicht er für die Kosten aufkommen?) Des weiteren meinte er das ich mich nicht so anstellen soll.

Leider gibt es noch mehr Probleme am Wagen vorne am Stoßfänger löst sich der Lack (Daraufhin bekam ich vom Händler nur gesagt das dass Fahrzeug Lack Garantie hat und ihn das nicht Interessiert)

Dann gibt es noch ein Relais das für die Benzinversorgung zuständig ist. Dieses Klackert nur noch. (Laut Händler würde es so ein Problem nicht geben, nur leider sagt die Werkstatt das es Typisch ist an diesem Modell)

Dann hört man das Relais der Kupplung schalten was auch erst seit kurzem ist. (Es ist nervig immer wenn man Kuppelt kommt dieses KLACK) Das Interessiert den Händler auch nicht.

Genauso wenig wie das Knacken im Lenkrad.

Des weiteren hat das Auto ein Komisches Motorgeräusch.



Was kann ich tun? in wie weit muss der Händler haften? Die Reparatur der Stoßdämpfer Kostet ca. 120 Euro (Arbeitszeit) Die Relais ca 100 Euro. Die Lackierung ca. 130Euro. Dann kommt noch die Fehlersuche im Lenkrad und dazu noch das Geräusch aus dem Motorraum.

Ich bin der meinung das wenn ich mir einen Gebrauchtwagen Kaufe mit so wenig kilometer das dieser auch keine Mängel hat. Oder sehe ich das anders?

Vielen Dank für Ihre Hilfe

Sehr geehrter Fragensteller,

die Beantwortung Ihrer Frage erfolgt auf Grundlage der von Ihnen bereitgestellten Informationen. Meine Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Orientierung, da das Weglassen oder Hinzufügen von Details zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich. Die Beantwortung Ihrer Frage im Rahmen dieser Plattform kann daher nicht die Beratung durch einen Rechtsanwalt vor Ort ersetzen.

Zur Sache:

Zunächst ist zwischen der Gebrauchtwagengarantie und der gesetzlichen Gewährleistung zu unterscheiden.

Im Rahmen der Garantie kann der Verkäufer die Garantiebedingungen größtenteils frei gestalten. Mit anderen Worten: Ob die von Ihnen genannten Mängel durch die Garantievereinbarungen gedeckt sind, ist den Garantiebedingungen zu entnehmen. Eine seriöse Einschätzung ist nur nach Einsicht der Garantiebedingungen möglich und daher aus der Ferne naturgemäß nicht abzugeben.

Die gesetzliche Gewährleistung kommt Ihnen mindestens ein Jahr zugute. Je nach Vertragsgestaltung auch zwei Jahre. Innerhalb der ersten 6 Monate obliegt dem Verkäufer die Beweislast, dass das Fahrzeug bei Übergabe mangelfrei war. Danach müssen Sie den Beweis führen, dass der Mange bei Übergabe bereits vorhanden war.
Tritt ein Mangel auf, haben Sie Anspruch auf dessen Beseitigung. Der Verkäufer hat hierzu ein zweimaliges Nachbesserungsrecht. Die Nachbesserung umfasst die Material- und Arbeitskosten. Ist der Mangel auch danach nicht behoben, so steht Ihnen die Minderung oder der Rücktritt vom Kaufvertrag frei. Die Mängel müssen hierfür erheblich sein und dürfen keine, dem Alter oder der Laufleistung entsprechende Verschleißerscheinung darstellen. Zumindest die Knackgeräusche der Lenkung und die Motorgeräusche dürften im Wege der Gewährleistung durch den Händler zu beseitigen sein. Bezüglich der Relais und der Stossdämpfer ist mir deren zu erwartende Lebensdauer nicht bekannt. Ob es sich hierbei lediglich um normale Verschleißerscheinungen handelt, ist im Zweifel durch einen Sachverständigen zu überprüfen.

Fordern Sie den Verkäufer schriftlich und unter Fristsetzung auf, die vorhandenen Mängel zu beseitigen. Kommt er der Forderung nicht nach, empfehle ich Ihnen, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens mit der Durchsetzung zu beauftragen. Bitte beachten Sie, dass hierbei weitere Kosten entstehen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Maurice Moranc
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 27.03.2008 | 22:23

Die ausführende Werkstatt sagte mir das die Stoßdämpfer eigentlich noch nicht ihre Laufleistung erreicht haben.

Er bietet mir ja an das er mir neue Stoßdämpfer zu schickt und ich soll sie auf meine Kosten einbauen lassen. Muss ich dieses dann Bezahlen? Und wie ist das mit dem Lackschaden?

Er sagt zu mir halt immer das er nichts mehr tun kann da das Auto nicht mehr auf seinem Hof steht.

Ich würde nun gern den Wagen Durchchecken lassen und ihn dann damit Konfrontieren. Kann ich dort also was erreichen? Gibt es Gerichtsurteile? Oder einen Pragraphen? Irgendwas was ich in mein schreiben mit reinnehmen kann?

Ich war halt der meinung wenn ich Qualitätsgebrauchtwagen kauf der sogar Leistungsversprechen vom Hersteller hat dann habe ich was für die Zukunft. Nur leider kann ich von den Geräuschen her wieder auf meinen alten umsteigen der ist genauso laut und man hört auch jeden sch... . (Entschuldigung)

Vielen Dank für die Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.03.2008 | 07:31

Sehr geehrter Fragensteller,

bezüglich der Stoßdämpfer hat der Verkäufer auch den Einbau zu übernehmen oder die Kosten hierfür zu übernehmen, wenn es sich um einen Mangel, also nicht um eine normale Verschleißerscheinung handelt.

Bezüglich des Lacks könnte es sich um normale Gebrauchsspuren handeln, die bei einem Gebrauchtwagen hinzunehmen sind, also
nicht im Wege der Gewährleistung zu reparieren wären. Handelt es sich hierbei aber um nicht um normale Gebrauchsspuren, sondern um einen Mangel, so ist auch dieser durch den Verkäufer zu beseitigen.

Die Tatsache, dass sich das Fahrzeug in 550 Km Entfernung befindet, befreit den Verkäufer grundsätzlich nicht von seiner Gewährleistungspflicht. Sollte es notwendig werden, das Fahrzeug zur Mängelbeseitigung vorzuführen, hat der Verkäufer die hierdurch entstehenden Kosten zu tragen.

Lassen Sie sich alle Mängel bestätigen (z.B. durch ein ADAC-Gebrauchtwagencheck). Fordern Sie den Verkäufer schriftlich auf, die festgestellten Mängel zu beseitigen und drohen Sie gleichzeitig die Minderung oder den Rücktritt an.

Ihr Anspruch auf Nacherfüllung (Reparatur), Minderung oder Rücktritt ergibt sich aus § 437 BGB.
Die Tatsache, dass der Verkäufer alle Kosten der Nacherfüllung zu übernehmen hat, insbesondere Material-, Arbeits-, und Transportkosten, ergibt sich aus § 439 BGB.

Sollte der Verkäufer eine Nacherfüllung ablehnen, empfehle ich, die Sache einem Rechtsanwalt zu übertragen, da zunächst festzustellen ist, ob ein Nacherfüllungsanspruch bezüglich aller Mängel gegeben ist. Dies ist im Zweifel durch einen Sachverständigen zu überprüfen.

Ich hoffe, die Unklarheiten beseitigt zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Maurice Moranc
Rechtsanwalt

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