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GbR Insolvenz eines Geselschafters Durch Steuerschulden

| 17. September 2016 12:05 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Ich führe zusammen mit einem Geselschafter eine GbR im Einzelhandel.
Durch eine Betriebsprüfung, sind wir rückwirkend höher eingestuft worden und müssen nun eine große Summe ans Finanzamt zurückzahlen.
Durch die Gewerbe und Umsatz-Nachzahlung sind wir bereits mit den Geschäftskonten in den Dispokredit gerutscht.

Ich konnte meine Einkommensteuer (Nachzahlung) durch private Rücklagen begleichen.
Mein Geschäftspartner hat kein privates Vermögen und auch nicht die Möglichkeit einen Kredit aufzunehmen.
Jetzt ist er beim Finanzamt, da er nicht zahlen kann, im Mahnverfahren. Bei ihm ist außer ein Motorrad nix zu holen.

Da die Beziehung sehr angespannt ist, möchte ich gerne die Firmenanteile meines Geschäftpartners abkaufen. Er ist aber dazu nicht bereit, bzw. fordert unwirtschaftliche Summen. Mit dem Geld könnte er die Schulden bezahlen.
Er hat auch noch eine weitere GbR mit einem anderen Geschäftspartner, ebenfalls ohne Rücklagen auf dem Geschäftskonto.

Meine Frage ist jetzt, was passiert als nächstes?
Wenn das Finanzamt das Geld von ihm nicht bekommt und privat nix zu holen ist, dann pfänden sie in die Firmenanteile.
1. wie sieht das dann für mich aus, wenn die Konten im Minus sind, pfänden sie dann die Konten und ich kann meine Lieferanten und Miete nicht mehr zahlen?
Muss ich dann für die Schulden aufkommen, um die Geschäfte weiterführen zu können? Werde ich vom Finanzamt vorher informiert.
2. kann das Finanzamt seine Anteile pfänden und an mich verkaufen?
3. hafte ich für seine Einkommensteuer-Schulden am Ende mit und kann das Finanzamt dann auf mein privates Vermögen, Spareinlagen und Haus zugreifen?
4. greift das Finanzamt auf beide GbR's und deren Geschäftskonten zeitgleich zu?
5. kann es am Ende passieren, dass ich für seine Finanzamtzahlungen, ein Darlehn zum Ausgleich des Dispokredit alleine aufnehmen muss, ohne das er aus der Firma ausscheidet und abzahlen muss?

Vielen Dank für die Antwort




Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Nein, wenn die Konten auf die GbR laufen und nicht auf den Namen der Gesellschafter, so können diese nicht gepfändet werden.

2. Theoretisch ja, in der Praxis erfolgt aber nach der Anteilspfändung die Kündigung der Gesellschaft.

3. Nein.

4. Siehe 1. - nein.

5. Nein, dies ergibt sich aus den ersten Antworten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 19. September 2016 | 15:25

Hallo und danke für die Rückmeldung. Eine Sache bleibt für mich noch unklar.
Zu Punkt 2. Ihrer Antwort, was genau passiert denn, wenn das Finanzamt die Anteile pfändet, bedeutet es er ist für immer aus der GbR raus? Woher nimmt das Finanzamt das Ihm zustehende Geld, wenn kein Guthaben vorhanden ist.
Muss ich dann die Summe aufbringen, bzw. kauf ich mich damit von ihm frei?
Danke noch mal

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 19. September 2016 | 15:49

Bei einer Pfändung und Kündigung der Gesellschaftsanteile erfolgt die im BGB und im Gesellschaftsvertrag vorgesehene Auseinandersetzung. Bei einer Auseinandersetzung wird die GbR idR aufgelöst und beide Gesellschafter (bzw. statt des Gesellschafters dann das Finanzamt) erhalten den auf Ihren Anteil entfallenden Restbetrag an Geld, nachdem alle Schulden der Gesellschaft gezahlt und alle Wertgegenstände verkauft worden sind.

Einzelheiten regelt üblicherweise ein sorgfältig gestalteter Gesellschaftsvertrag.

Bewertung des Fragestellers 21. September 2016 | 12:25

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