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Garanie Autokauf, wer ist zuständig


22.01.2006 21:37 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Hallo,

ich habe bei einem EU-Autohaus eine gebrauchte Mercedes A-Klasse für knapp 7000 Euro gekauft. Zuzüglich habe ich eine Gebrauchtwagengarantie für 12 Monate für ca 199 Euro abgeschlossen.

Die Übergabe des Fahrzeuges war am 11.01.2006. Während das Kaufinteresse durch einen Kaufvertrag auf den 30.12.2005 datiert ist.

Schon bei der Übergabe stellten der Verkäufer und ich einen Defekt am Radio fest. Ich erhielt die Zusage, dass diese Kostenfrei für mich repariert wird. Dazu sollte ich Ihnen von einem Mercedeshändler vor Ort einen Kostenvoranschlag zukommen lassen.
(Bei der Übergabe war ein Freund dabei, der mich zum Autohaus gefahren hat, der dies auch bezeugen kann)

Nachdem ich wieder zu Hause (knapp 80km vom Kaufort) angekommen war, stellte ich einen weiteren Mängel fest. Bei einem Schlüssel ist die Funkfernbedienung defekt.(Habe erstmal beide Schlüssel mit neuen Batterien ausgestattet.)
Da bei Mercedes sich mechanisch nur die Fahrertür ent- und verriegeln lässt, ist dies für mich ein relativ grosser Mangel.

Am Folgetag fuhr ich zum Mercedeshändler und bekam einen Kostenvoranschlag. Es wurden ein Defekt am Radio und Schlüssel vom Techniker festgestellt.
Kostenpunkt für die Reparatur von Radio und Schlüssel: knapp 500 Euro

Diesen KV faxte ich wie Besprochen dem Verkäufer. Nachdem ich 2 Tage keine Rückmeldung erhielt, setzte ich mich telefonisch mit dem Autohaus in Verbindung. Nach einem kurzen Gespräch faxte ich den KV noch einmal und nach einem weiteren Telefonat, lies ich mir den Empfang bestätigen. Dort wurde mir Mitgeteilt, das man eine Freigabe der Reparatur prüfe und sie sich mit mir in Verbindung setzen.

Wiederum ein paar Tage später (heute) bemerkte ich einen Benzingeruch in der Fahrzeugkabine. Diesen bemerkt man nur, wenn das Fahrzeug steht und der Motor läuft.
Auch diesem Mangel möchte ich gerne für mich Kostenfrei reparieren lassen.

Nun habe ich verschiedene Fragen:

1. Wer ist für die Abwicklung der Reparaturen zuständig? Der Verkäufer oder die Gebrauchtwagengarantie?
2. Habe ich bei der Reparatur mit einem Eigenanteil zu rechnen?
3. Wie lange muss ich mich gedulden, bis ich eine Freigabe der Reparatur einfordern kann?
4. Kann ich bei weiteren Mängeln vom Kaufvertrag zurücktreten?und Im welchen Zeitrahmen ist ein Rücktritt noch möglich, wenn weitere Mängel auftreten.
5. Wie ist die Beste vorgehensweise in diesem Fall?

Eigentlich mag ich das Auto und würde es ungerne zurückgeben.

Vielen Dank,

mfg

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

1.) Sie können und sollten sich auf jeden zunächst an den Händler halten. Dieser hat die gesetzlichen Gewährleistungsrechte wahrzunehmen. Die Gebrauchtwagengarantie ergänzt die gesetzl. Gewährleistung, ist allerdings auch meist mit Ausschlüssen und Einschränkungen versehen.
2.) Soweit ein Mangel vorliegt (wie von Ihnen geschildert), muss der Verkäufer diesen für Sie kostenfrei beseitigen. Einen Eigenanteil müssen Sie nicht befürchten.
3.) Sie müssen eine angemessene Zeit abwarten. Fordern Sie schriftlich unter Datumsangabe eine entsprechenden Erklärung, dass die Freigabe bis zum … (zwei Wochen) erfolgen muss.
4.) In der Regel müssen Sie zunächst die Nachbesserung wählen, Wenn diese in der angemessenen Frist nicht vorgenommen wird oder verweigert wird oder unmöglich ist, können Sie zurücktreten. Evtl. können Sie zusätzlich Schadenersatz fordern. Aber Achtung: für die Nutzungszeit des Fahrzeuges werden Sie sich einen entsprechenden Nutzung anrechnen lassen müssen.
5.) Fordern Sie den Verkäufer wie geschildert zur Nachbesserung auf. Drohen Sie den Rücktritt vom Kaufvertrag und Schadenersatzforderungen an.
Alternativ kommt unter dem gleichen Vorgehen eine Minderung des Kaufpreises in Betracht. Diese gestützt auf die Mängel und die Kosten hierfür. Dies ist dann zu empfehlen, wenn Sie das Fahrzeug wirklich behalten wollen.
Sollten Sie damit nicht weiterkommen, sollten Sie sich anwaltlich vertreten lassen. Die Kosten sollten dann als Verzugsschaden ebenfalls zur Erstattung angemeldet werden.


Ich hoffe, Ihre Frage umfassend und zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 22.01.2006 | 22:01

Erst einmal, vielen Herzlichen Dank für die schnelle Antwort.
Ich finde das System hier super; Lob auch an den/die Anbieter.

Eingentlich habe ich 2 Nachfragen ;)

Muss ich die Reparatur von denen machen lassen (80km entfernt), oder kann ich die vor Ort beim Fachnhändler machen lassen?
(Es handelt sich um ein EU-Autohaus für verschiedene Marken, keine Fachwerkstatt, die sicherlich auch eine kleine Werkstatt hat)

Was würde ein Anwaltliches schreiben kosten?

danke und gruss

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.01.2006 | 15:04

Guten Tag,

grundsätzlich wird der Händler selbst nachbessern können. Einen Anspruch auf Reparatur von einer Werkstatt vor Ort haben Sie nicht. Allerdings könnten Sie dan natürlich vereinbaren, zumal ja Fahrtkosten zum Händler entstehen und die Reparatur für Sie kostenfrei bleiben muss.

Die Anwaltskosten richten sich nach dem Streitwert. Dieser richtet sich nach dem Interessen. Wenn es also um die Reparaturen geht, wird ein Streitwert vonn 500 Euro plus "Benzingeruch" vorliegen. Bei 1000 Euro Reapatursumme rergeben sich rund Kosten von 150 Euro.

Viel Erfolg!

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