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Fristlose Kündigung/Wohnungswechsel bei Geruchsbelästigung und Gesundheitsbeschwerden


04.07.2006 16:07 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Sehr geehrte(r) Herr Rechtsanwalt/Frau Rechstanwältin,

ich bin vor einiger Zeit in eine neue Wohnung eingezogen. Dort wurde kurz vor dem Einzug ein Laminatboden verlegt. Beim Betreten der Wohnung vernimmt man für kurze Zeit einen holzschutzmittel-ähnlichen Geruch, an den man sich aber schnell gewöhnt. Zunächst habe ich mir nichts dabei gedacht und vermutete, dass dies normale Ausdünstungen seien, die nach kurzer Zeit verschwinden. Nachdem ich ein paar Tage in der Wohnung verbracht habe, stellten sich allerdings verschiedene Symptome ein, wie bspw. Augenbrennen, Stechen in der Nase und Atembeschwerden/kratzen im Hals. Auch wenn in der Wohnung aufgrund des Gewöhnungseffektes kein direkter Geruch wahrnehmbar ist, so riechen diverse Gegenstände, nachdem man sie mit aus der Wohnung genommen hat, extrem unangenehm. Aus dem Computer z.B., der einige Zeit in der Wohnung lief, kommt einem der Geruch aus den Lüftern entgegen. Dies können mehrere Personen bestätigen. Ein ärztliches Attest liegt ebenfalls vor. Die Hausverwaltung besteht allerdings auf einen Sachverständigen, der sich der Sache annimmt. Sollte dieser aber nichts herausfinden (was ich für wahrscheinlich halte, da nach kurzer Zeit kein Geruch mehr wahrnehmbar ist und sich die Wirkung erst nach ein par Tagen manifestiert), muss ich die Kosten übernehmen und habe danach nichts gewonnen. In dem Falle, dass der Sachverständige etwas feststellt, wurde mir angeboten, in eine andere Wohnung (im selben Haus, allerdings anderer Eigentümer) zu wechseln. Dies würde mir sehr entgegenkommen, nur würde ich gerne wissen, ob dafür wirklich ein Sachverständiger nötig ist oder die bereits vorliegenden Beweise nicht schon ausreichen (Attest, Zeugen, "verseuchte" Gegenstände).

Vielen Dank und freundliche Grüße


Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Ich befürchte, dass Sie um ein Sachverständigengutachten nicht herumkommen werden. Grundsätzlich tragen Sie hinsichtlich des Mangels die Beweislast. Ob die von Ihnen angeführten Beweise ausreichen, um das Gericht zufrieden zu stellen, bezweifle ich.

Sollte das Sachverständigengutachten ergeben, dass keine schädigenden Dämpfe in der Wohnung vorhanden sind, dann können Sie auch davon ausgehen, dass dem so ist (s. u.).

Natürlich muss dabei berücksichtigt werden, dass auch die Frage, ob für diesen Fall festgestellt werden kann, dass zumindest in der Vergangenheit solche schädigenden Dämpfe in der Wohnung vorhanden waren, begutachtet wird. Dies kann für eventuell auftretende Gesundheitsschäden und Ihr Recht zur Mietminderung von Bedeutung sein.

Sie sollten den Gutachter aussuchen (hierzu sind Sie wegen Ihrer Beweislast berechtigt). Z. B. die Industrie- und Handelskammer wird Ihnen bei Schilderung des Sachverhalts einen Gutachter empfehlen. Ebenso können Sie im Internet nach einem geeigneten Gutachter suchen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

M. Timm
-Rechtsanwalt-
www.peukerttimm.de
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