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Fristlose Kündigung wegen Selbstverschuldeten Unfall wärend Probezeit


12.10.2005 14:52 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Rechtsanwälte,

Ich habe seit heute das Problem das Ich nun aufgrund einer Auserortentlichen Kündigung, Arbeitslos binn und mir aufgrund der Formulierungen in der Kündigung von der Arbeitsagentur eine Sperrzeit von 12 Wochen aufgebrummt wird.
Die Kündigung kam per normaler Briefpost von einem Ihrer Kollegen und beinhaltet in der Begründung folgenten Text, der in seiner Form (im bezug auf die Fahrweise und Ereignisse) nicht so ganz der Wahrheit entspricht:

Sie waren Gestern, am xxx mit Frau xxx und einem Dienstfahrzeug der Firma xxx von xxx nach xxx gefahren, wobei Sie die Fahrerin des Fahrzeuges waren.
Trotz vielfacher Hinweise durch Frau xxx und trotz wetterbedingter schlechter Sicht haben Sie die Geschwindigkeit des Fahrzeuges nicht verringert.
Sie wären schon beinahe in xxx mit einer Mauer kollidiert. Auch hier Hatte Sie Frau xxx bereits vorher zur Verringerung der Geschwindigkeit aufgefordert.
Den Aufforderungen der Frau xxx sind Sie jeweils nicht nachgekommen.
Schlieslich konnten Sie auf Grund der überhöhten Geschwindigkeit bei der Ausfahrt aus xxx dem Straßenverlauf nicht volgen. Anstatt um die dortige Kurve zu fahren sind Sie geradeaus gefahren und das Fahrzeug kam erst auf einem zum Stehen. Hierbei Trug sich mweine Mandantin Verletzungen davon. Des weiteren sind Schäden an dem Firmenfahrzeug meiner Mandantin entstanden.
Meiner Mandantin ist die Fortführung des Arbeitsverhältnisses auf Grund Ihres Verhaltens nicht mehr möglich, so dass die Kündigung gerechtfertigt ist.
zudem teilt mir meine Mandantin mit, dass ihr duch den vorgenannten unfall bei der Versicherung Prämienschäden in Höhe von 1.153,78 euro entstanden sind, zu deren Übernahme sie verpflichtet sind. ich fordere Sie daher namens und im Auftrag meiner Mandantin auf diesen Betrag umgehend auf eines meiner Konten anzuweißen.

Dies war das schöne schreiben das ich am heutigen morgen in der Hand hielt.

Nun zu meinem Problem hinsichtlich des unfalles: es war 6,30uhr in der Früh, es war dunkel, extrem Nebelig und die Strecke war mir unbekannt, Ich fuhr anfangs zügig wie immer, verringerte aber meine Geschwindigkeit aufgrund der so eben benanden Wetterbedingungen, Die geschischte mit der mauer ist nicht war, da Frau xxx mir zu spät sagte das ich da abzubiegen hatte und ich eben etwas stärker bremsen mußte. im weiteren Zeitverlauf wurde es immer nebliger und meine Geschwindigkeit langsammer. Folge der Sichtverhältnisse erkannte ich zu späd das die Straße nicht gerade aus verlief und es Passierte der Unfall (folge dessen binn ich übrigens auch krankgeschrieben).

Fragen:
Ist die Fristlose Kündigung aus oben genanten Punkten Rechtskräftig (trotz probezeit)??
Muß ich wirklich diesen Schadensbetrag Bezahlen??
Wie kann Ich gegen das Ganze vorgehen??

Dazu muß Ich leider noch erwähnen das ich weder eine Rechtschutzversicherung noch genügent Geld habe um überaubt ein Beratungsgespräch bei einem Anwalt zu führen.
Aus diesem Grunde kann ich hier auch leider nur den Mindestbetrag für eine Antwort anbieten.

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

sofern die Probezeit besteht, kann das Arbeitsverhältnis mit der im Vertrag genannten Frist von beiden Seiten ohne Begründung gekündigt werden.

Die nun ausgesprochene fristlose Kündigung durch die Rechtsanwältin (sehen Sie zunächst einmal nach, ob eine Originalvollmacht Ihres Arbeitgebers dem Schreiben beilag; ansonsten sollten Sie unverzüglich wegen Formmangels die Kündigung zurückweisen) bedarf einer Begründung, die aber auch enthalten ist.

Sofern Sie mit der Begründung nicht einverstanden sind, können Sie binnen drei Wochen Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht einreichen (was auch in Hinblick auf die Sperrzeit ratsam wäre), wobei dann aber ggfs. Ihre Mitfahrerin als Zeuge gegen Sie auftreten könnte.

Die Probezeit und Ihre Krankschreibung spielen bei der fristlosen Kündigung keine Rolle.

Auch bezüglich des Schadensbetrages kann ich Ihnen wenig Hoffnung machen, da ein Arbeitnehmer bei grob fahrlässigem Verhalten anteilig bis komplett den entstandenen Schaden zun ersetzen hat. Und Ihr Verhalten fällt darunter. Denn Sie dürfen halt nur so schnell fahren, dass Sie JEDERZEIT gefahrlos anhalten können. Wenn es nun so nebelig gewesen ist, hätten Sie schlicht und einfach noch langsamer fahren müssen.

Ob der Betrag aber in der Höhe berechtigt ist, kann ich in diesem Forum nicht prüfen; hierfür ist eine individuelle Beratung durch einen Kollegen vor Ort (siehe Button "Hilfe") notwendig.

Diesen sollten Sie schnell aufsuchen, wobei Sie beim Amtsgericht ggfs. vorab Beratungshilfe beantragen können; der Kollege rechnet dann mit dem Amtsgericht ab.

Ich bedauere, Ihnen keine bessere Auskunft erteilen zu können; aber "Schönschreiberei" hilft Ihnen nicht weiter.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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