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Freundin aus Wohnung verweisen...


| 27.11.2006 11:43 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo!

Ich habe seit ca. 2 Jahren ein Einfamilienhaus zusammen mit meiner Verlobten gemietet. Im Mietvertrag sind sie und ich als Mietpartei eingetragen. D.h. Sie ist mit Vor- und Zuname eingetragen und ich mit Name, Adresse und Gebdat. Außerdem haften wir beide gem. Mietvertrag gesamtschuldnerisch.

Aufgrund ihrer Berufstätigkeit lebt sie unter der Woche in einer anderen Stadt und kommt nur innerhalb der Woche für ein paar Stunden vorbei und das ganze Wochenende. Sie hat sich ausserdem nicht an diesem Wohnsitz angemeldet.

Mit dem Verweis auf dieses "Wochenendwohnen" weigert sie sich seit Mietbeginn etwas zur Miete dazuzubezahlen. Ich trage also sämtliche Miet- und Nebenkosten allein.

Da sich langsam aber sicher eine Auflösung der Beziehung abzeichnet will ich folgendes Wissen:

Kann ich unter Berücksichtigung der o.g. Umstände vom Hausrecht gebrauch machen und sie quasi aus der Wohnung werfen?
Wenn nein: Welche andere Möglichkeit gäbe es? Den Mietvertrag kündigen?

Kann ich ihr den Zutritt zum Haus verweigern trotz, dass sich noch einige Sachen und Möbel von ihr im Haus befinden?

MfG
P.




27.11.2006 | 12:03

Antwort

von


252 Bewertungen
Heinrich-Brüne-Weg 4
82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: www.anwaeltin-heussen.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

1. Der Mietvertrag ist für Sie beide bindend. Wenn Sie beide den Vertrag unterschrieben haben, haften Sie auch beide für den Mietzins. Unerheblich ist, ob Ihre Freundin sich umgemeldet hat, das spiel eventuell im Verwaltungsrecht eine Rolle.

2. Sie können – falls Sie beide den Vertrag unterschrieben haben, Ihrer Freundin kein Hausverbot erteilen. Vielmehr haben Sie nun folgende Möglichkeiten:

3. Entweder stimmt Ihre Freundin freiwillig der Kündigung zum Mietvertrag zu. Dann müssen Sie beide den Vertrag kündigen und Sie schließen mit dem Vermieter einen neuen Mietvertrag. Sie sollten aber vorher klären, ob der Vermieter mit dieser Regelung einverstanden ist.

4. Oder Sie müssen Ihre Freundin auf Zustimmung zur Kündigung verklagen.

5. Um die Zustimmung zu erhalten, können Sie darauf hinweisen, dass Sie in diesem Fall auf die Forderung der Hälftigen Mietzinszahlung über die Mietzeit hinweg verzichten.

6. Derzeit können Sie ihr jedoch den Zutritt nicht verweigern, das sie ebenfalls Mieterin ist.



Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

Weiler Rechtsanwälte
Sonnenstr. 2
80331 München

Tel: (089) 20604130
kanzlei@weiler-rechtsanwaelte.de

Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:
Meine Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich meine Auskunft nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Auch einige Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht geklärt werden. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


Nachfrage vom Fragesteller 27.11.2006 | 12:15

Zu Punkt 5: Kann ich meine Freundin zur Zahlung des Mietanteils zwingen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.11.2006 | 12:50

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Ihre Freundin den Vertrag mit unterschriebe hat, schuldet sie ebenfalls den Mietzins. Haben Sie bisher die Miete gezahlt, können Sie die hälftige Zahlung von Ihrer Freundin zurück verlangen. Für eine verbindliche Aussage müßten Sie den Mietvertrag prüfen lassen.

Mit freundlichen Grüssen
Nina Heussen
Rechtsanwältin

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