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Freie Tage und freie Wochenende streichen?

| 21.06.2011 13:20 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


14:15

habe eine halbe Stelle, 19,5 Wo Std in einem Behindertenheim im Wechseldienst. Arbeite dort seid fast 20 jahren. Das Heim besteht aus 3 unabhängigen Häusern mit insgesamt ca 40 Mitarbeitern. In unserem haus sind außer mir noch eine halbe Stelle und 6 Vollzeitstellen, davon 2 schon längere Zeit krank. Seid Mai mit halber Stelle, vorher Vollzeit. Diese halbe Stelle musste ich auf Anraten meines Chefs annehmen. Nun mache ich seid Mai aber statt zeitlich einer realer halber Stelle immer pro Monat mehr als 30 Ü-Stunden weil es personelle Engpässe durch langzeit Kranke seid März gibt und keine Vertretung eingestellt oder gefunden werden kann. Nun wurde wieder vor einer Wo Jemand krank der mind 2 Monate ausfällt, weshalb ich am letzen Wochenende auf meinen freien tag verzichtete und eingesprungen bin, was aber ok für mich war. Der Chef möchte aus dem bestehenden Dienstplan nun viele freie Tage streichen, dabei haben ich schon weniger freie Tage als mir zustehen. ich habe diese freien Tage auch für privates geplant und möchte dort nicht immer einspringen. Dazu kommt, das ich weil ich an einem Wochenende was vor habe, mir im januar bereits vor dem Wochenende den Do u. Fr Urlaub genommen (genehmigt), möchte von Do bis So wegfahren (gebucht, bezahlt), nun sagt mein Chef ich hätte nur 2 tage Urlaub und kein Recht das Wochenende frei zu machen und sozusagen inkl dem Wochenende wegzufahren. Darf mir mein Chef einfach so meine freien Tage streichen? Steht mir zum Uralub kein freies Wochenende zu? Sind freie Tage immer gleichzusetzen mit Dienst auf Abruf wenn Kollegen ausfallen? Das würde ständigen psychischen Stress bedeuten weil man nicht mehr planen und sich vornehmen kann.
freue mich auf Antwort.

21.06.2011 | 13:51

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,


so, wie sich das Ihr Arbeitgeber vorstellt, wird es nicht rechtens sein, denn freie Tage einseitig zu streichen, geht nicht, da genau dieses auch für den Arbeitnehmer planbar sein muss.


Es ist zwar möglich, auch kurzfristig seitens des Arbeitgers Änderungen zulässigerweise anzuordnen; dieses gilt aber nur dann, wenn ein nicht planbarer Umstand unter Abwägung der Arbeitnehmerbelange eingetreten ist.

Und genau dieses ist nach Ihrer Sachverhaltsschilderung zu verneinen, da die Krankheit der Kollegin längerfristig ist und es dann dem Arbeitgeber obliegt für angemessene Ersatzkräfte zu sorgen. Keineswegs darf er dieses durch Streichung Ihrer freien Tage machen.

Daran ändert sich auch nichts, wenn Sie zuvor - wie hier - genehmigten Erholungsurlaub haben.


Freie Tage sind auch nicht mit Dienst auf Abruf gleichzusetzen.


Auch in Hinblick auf die immense und andauernde Zahl der Überstunden ist eher davon auszugehen, dass diese Vorgehensweise des Arbeitgebers "Methode" ist, was Sie nicht hinnehmen müssen.


Suchen Sie nochmals ein Gespräch mit den Arbeitgeber. Ist er uneinsichtig und besteht auf seine fehlerhafte Einstellung, sollten Sie sich ab diesem Zeitpunkt anwaltlich vertreten lassen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 21.06.2011 | 14:08

Danke für die ausführliche Antwort.
Bedeutet dies auch das freie Wochenenden zum davorstehenden oder danachstehenden Urlaub dazugehören beide Wochenenden oder nur eins von beiden und falls nur eins nach welchen Kriterien richtet es sich dann rechtlich oder ist das dem Chef überlassen oder ob Urlaub nur Wochentage ansich, somit Mo - Fr umfasst?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 21.06.2011 | 14:15

Sehr geehrte Ratsuchende,


sofern die Wochenenden frei gewesen sind, gehören beide dazu.

Grundsätzlich kann der Chef überhaupt nicht einseitig eine Bestimmung treffen und die einmal geplanten freien Tage sind einzuhalten.

Davon kann nach der Rechtsprechung - immer auch unter Berücksichtigung der Arbeitnehmerineressen wirklich nur in betrieblichen Notfällen Abstand genommen werden; solche Notfälle können aber nur dann bejaht werden, wenn es auch für den Arbeitgeber nicht vorhersehbar gewesen wäre.

Und das ist hier zu verneinen, da der Personalengpass ja schon länger besteht und voraussichtlich auch länger bestehen bleiben wird. Dann aber liegt ein solcher Notfall nicht vor.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Bewertung des Fragestellers 23.06.2011 | 10:14

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 23.06.2011
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