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Forderungsverkauf - Schufa Eintrag trotz Vergleich

| 21.04.2011 00:00 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Nach einer gescheiterten Immobilienfinanzierung nach Scheidung wurde im Jahr 2007 das Haus meiner ExFrau versteigert. Da ich zwar nicht mehr Eigentümer, aber Schuldner gegü. der Bank war, wurde die Bank auch bei mir vorstellig und forderte den Restbetrag (über 100.000 Euro) zurück. Es wurde 2008 ein vorl. Vergleich (etwa 25 % aus der Gesamtsumme) vereinbart, der beinhaltet, dass die Ratenhöhe und die weitere Laufzeit jedes Jahr neu geprüft wird. Ich zahlte also jeden Monat eine Rate von immerhin 400 Euro und hoffte, das aus dem vorl. Vergleich ein endgültiger Vergleich wird. Die Bank verkaufte mit Rückzahlungsbeginn, also Jan. 2008, die Forderung an eines ihrer Tochterunternehmen. Zu diesem Zeitpunkt stand in der SCHUFA von der ursprünglichen Bank immer noch der alte Eintrag: "grundpfandrechtlich abgesichertes Darlehen"; Jetzt, am 01.02.2011, verkaufte die Tochter-Firma die Forderung an ein Fremdunternehmen. Obwohl der Vergleich unverändert weiterlief, wurde in die SCHUFA nun eingetragen: "bestehende Forderung 128.000 Euro";
Dies wurde mir erst am 02.04.2011 mitgeteilt. Dies wiederum führte zu erheblichen Problemen mit der Hausbank (wurde abgewendet), zwei weiteren Darlehensgebern und einer 2. Bank, die nun die Geschäftsbeziehung beendete. Und das, obwohl ich alle Ratenzahlungen aller Gläubiger ununterbrochen bedienen kann und auch den Vergleich zahle. Keine Mahnung, keine Vollstreckungen, kein Zahlungsausfall usw.; Es gibt auch keinen neuen Titel des neuen Forderungsinhabers, der Vergleich läuft einfach unverändert weiter, allerdings wieder nur vorläufig.
Ist dieser SCHUFA-Eintrag unter diesen Umständen gerechtfertigt? Schließlich ist dem Käufer einer Forderung ja bekannt, dass eine Alt-Forderung nicht bezahlt wurde und er auf eigenes Risiko einsteigt, um noch einen Gewinn zu erzielen. Muss denn ein Vergleich nicht berücksichtigt werden?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworte:

In der Tat sollten Sie sich an die Schufa zwecks Löschung/veränderter Eintragung wenden.

Denn bei Krediten wird nach drei vollen Jahren ab dem Jahr der Rückzahlung (also ab 2008) eine Löschung erfolgen können.
Spätestens bei erfolgter Rückzahlung muss eine Löschung erfolgen.

Selbstverständlich haben Sie Anspruch darauf, dass unzulässige Daten sofort gelöscht und unrichtige Angaben sofort berichtigt werden, auch in Sonderfällen unter Berücksichtigung von Treu und Glauben.

Sie sollten sich gegebenenfalls weiterer anwaltlicher Hilfe bedienen.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Nachfrage vom Fragesteller 21.04.2011 | 12:24

Sehr geehrter Herr H., leider haben sie die Frage nicht beantwortet oder mißverstanden. Die Gesamtforderung besteht über 128.000 €, es wurde jedoch 2008 ein Vergleich über die Rückzahlung von 25% dieser Summe geschlossen und eine Ratenzahlung vereinbart (die weiterhin läuft!). In diesem Jahr wurde die Forderung weiterverkauft, ohne dass der Vergleich dadurch angetastet wurde. Die effektive Summe , die bezahlt wurde und wird, beträgt jedoch "nur" 32.000 Euro; aus dem Schufa-Eintrag ist jedoch nur die ursprüngliche Forderungshöhe aus 2007 bzw. 2008 ersichtlich und auch nicht, dass die Forderung über einen Vergleich befriedigt wird.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.04.2011 | 08:01

Sehr geehrter Fragesteller,

ich muss mich berichtigen, ab dem Jahr der vollständigen Rückzahlung kann eine Löschung grundsätzlich erst nach drei Jahren erfolgen, es sei denn, in einem gesondertetem Ausnahmefall besteht unter Berücktigung von Treu und Glauben und der gegenseitigen Interessenlage einer vorzeitiger Löschungsanspruch.

Zum Vergleich:

Ich meine, dieser muss schon eingetragen werden, weil er schließlich die Schuld minimiert hat und die Ausgangsforderung nicht mehr besteht.

Darauf sollten Sie die Schufa und den Forderungskäufer hinweisen und dieses fordern.

Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 24.04.2011 | 08:31

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"Rechtsanwalr ging zunächst auf die Frage nicht ein, sehr kurze Antwort; in der Nachfrage verblieb er eher unverbindlich mit seinem Ratschlag; darüber hinaus war die Antwort im ersten Teil unrichtig;"