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Forderung nach 1 1/2 Jahren obwohl kein Nachweis der geforderten Summe geliefert wird


17.03.2006 21:33 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Hallo

Ich habe in den Jahren 2002-2003 ein Handyvertrag mit der Debitel AG gehabt. Dafür bezahlte ich im Durchschnitt 15,-€ an Telefongebühren (das kann ich an Hand meiner Kontoauszüge belegen).Nach der fristgerechter Kündigung und nach Vertragsende bekam ich dann 4 Wochen später von der Debitel AG eine Endrechnung über 93,-€. Sofort habe ich per E- Mail auf der Homepage der Debitel AG mehrfach danach gefragt wie es zu einer solchen hohen Rechnungssumme kommt und nach einem Nachweis verlangt. Ich bekam jedoch keine Antwort.
3 Monate später bekam ich jedoch einen Brief einer Inkasso Firma mit einer Zahlungsaufforderung von 147,42 € .
Ich schrieb nun per Fax die Debitel AG und die Inkasso Firma an und bat um Erklärung. Es passierte nichts. Zwischenzeitlich war ich davon ausgegangen, dass es sich um ein Versehen handelte und hatte diese Angelegenheit nicht mehr bedacht.

Bis ich dann 1 ½ Jahre später eine erneute Aufforderung der Inkasso Firma (diesmal von einer anderen Inkassofirma) erhielt. Wieder schrieb ich die Inkasso Firma sowie die Debitel AG an (per Einschreiben) warum ich nach so langer Zeit erst wieder eine Nachricht erhalten würde, und das ich doch gerne Kopien der mir angeblich zugestellten Nachweise die zu der Forderungen führen(z.B. Mahngebühren etc.) haben möchte. Die Debitel AG hat bis heute noch nicht dazu geäußert, obwohl ich den Chef der Kundenberatung direkt per Einschreiben angeschrieben habe.
Die Inkasso Firma dagegen, drohte mit einem gerichtlichen Verfahren, wenn ich nicht zahlen würde, und verwies noch einmal auf das Telekommunikationsgesetz das besagt, das die Daten nach 80 Tagen gelöscht werden müssen. (Zur Erinnerung, ich habe damals noch innerhalb der 80 Tage um einen Nachweis gebeten. Ich habe auch darauf verwiesen das ich sofern ich noch offenen Zahlungen zu leisten habe bereit bin diese zu zahlen, jedoch nicht ohne Nachweis der eingeforderten Summe.) In einem weiteren Schreiben habe ich um Nachricht bis zum 10.3. 2006 gebeten damit diese Angelegenheit endlich bereinigt wird.
Bislang habe ich jedoch immer noch keine Antwort erhalten.
Nun meine Frage:
Kann ich der Debitel und der Inkasso Firma eine weitere Frist setzten bis wann ich eine Nachricht zu der Angelegenheit verlange mit dem Zusatz, dass ich davon ausgehe, wenn ich keine weitere Nachricht bis zum Fristgesetzten Termin erhalte, diese Angelegenheit als endgültig erledigt ansehe? Wird so etwas vor Gericht anerkannt falls es zu einem Rechtsstreit kommen sollte? Oder sollte ich diese Angelegenheit eher von einem Anwalt erledigen lassen?

Freu mich auf eine Antwort, denn ich kann doch nicht mehr als nachfragen. Wenn ich dann keine Antwort bekomme, kann ich doch nicht Schuld sein.

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrte Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Auf Grundlage Ihrer Angaben möchte ich Ihr Anliegen wie folgt beantworten:

1.

Das von Ihnen angedachte Modell, nach Ablauf der von Ihnen letztmalig gesetzten Frist die Angelegenheit abzuschließen, ist rechtlich so zunächst einmal wenig erfolgversprechend. Denn wenn man eine begründete Forderung samt ebenfalls begründeter Nebenforderungen (Inkasso) einmal unterstellt, obliegt diese zunächst der Verjährung. Hier der Dreijahresverjährung, die erst zum Ende eines Kalenderjahres zu laufen beginnt. So die §§ 195, 199 BGB. In Ihrem Fall an eine Verwirkung o.ä. zu denken, ist auf Grundlage der ja noch recht frischen Zeitabläufe von eineinhalb Jahren fernliegend.

2.

Dessen ungeachtet habe ich auf Grundlage Ihres Sachverhaltsberichts das Gefühl, dass Sie die Dinge schlicht auf sich zukommen lassen sollten. Denn Sie haben gemessen am geringen Streitwert einiges getan und ja auch Aufwendungen (Einschreiben) getätigt, um die Gegenseite zur Darlegung der von Ihnen bestrittenen oder zumindestens aufklärungsbedürftigen Schlußrechnung zu veranlassen – ohne Erfolg.

Nur am Rande: Die „Arbeit“ von Inkassofirmen ist im übrigen, wie Sie evt. allgemein wissen, auf jeden Fall aber aus Ihrem konkreten Fall entnehmen können, schlicht gesagt schlampig.

Ich kann Ihnen deswegen nur anraten, bis auf weiteres nichts zu tun und die –eventuelle- weitere Entwicklung auf sich zukommen zu lassen.

3.

Nur für den Ernstfall, also eine gerichtliche Geltendmachung: Wenn Sie noch die E-Mails haben, mit welchen Sie sich kurz nach Vertragsende, als also Ihre Daten noch abrufbar waren, hinsichtlich der mit Ihrem Bericht außergewöhnlich hohen Kosten erkundigten, dürfte es für die Debitel schwer sein, in einem Gerichtsverfahren das schlichte Ignorieren Ihrer Anfragen zu rechtfertigen. Denn dass die Daten jetzt nicht mehr abrufbar sind, geht nicht auf Ihre Kosten.

Die Inkassokosten OHNE, wenn ich Sie recht verstehe, vorangegangene Mahnungen durch die Gegenseite, stehen i.Ü. auf wackligen Beine – zumal ein Wechsel der Inkassofirma vorliegt.

Ich kann Ihnen derzeit deswegen wie schon geschrieben nur empfehlen, die Dinge auf sich zukommen zu lassen. Anwaltlichen Beistand brauchen Sie m.E. nur und erst, wenn die Gegenseite tatsächlich gerichtliche Schritte einleitet.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben. Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -


E-Mail: ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf
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