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Flugverspätung/Ausgleichszahlung?


16.08.2007 18:38 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hatte einen innereuropäischen Linienflug gebucht.
Schon im Flugzeug sitzend wurde uns mitgeteilt, das Flugzeug sei defekt und wir müssen aussteigen.
Wir wurden umgebucht und sind am gleichen Tag mit 5 Stunden Verspätung am Zielort angekommen.

Ich bin der Meinung, dass ich ein Anspruch auf eine Ausgleichszahlung habe, auf Grund des europ. Gesetzes zur Ausgleichszahlungen für Verspätungen.

Die Airline schrieb mir aber dies:

----------------------
Der Flug XXX von XXX nach
XXX war am X. Juli wegen technischen Probleme verspätet. Gemäss den Artikel 6.1.III (EU Verordnung 261/2004), wenn der Flug mehr als 5 Stunden verspätet ist, soll die Fluggesellschaft die Unterstützungsleistungen gemäß Artikel 8.1. anbieten.
Laut diesen Artikel kann der Kunde zwischen mehreren Möglichkeiten auswählen:
1) von dem Flug zurückzutreten und dadurch den Flugpreis zurückerhalten;
2) den Flug kostenlos umzubuchen oder
3) trotz allem den verspäteten Flug nehmen. In diesem Fall, soll die Fluggesellchaft eine Mahlzeit, ein Erfrischungsgetränk und ein Telefongespräch während der Wartezeit garantieren (der Artikel 9.1.a. und 9.2).

Wenn der Kunde die erste Möglichkeit auswählt, soll die Fluggesellschaft die Erstattung gemäß den Artiket 7.3. vornehmen.

Da Sie den Flug xxx am x. Juli angetreten haben, können wir Ihre
Zusatzkosten während der Wartezeit, nach Erhalt der entsprechenden Belege,übernehmen."
----------
Das sehe ich wie gesagt anders, ich würde sagen, ich habe Anspruch auf 250 Euro (?), wie im Gesetz (Artikel 7 (?)) beschrieben.

Doch dies würde ich gerne von einem Fachmann abklären lassen, bevor ich weitere Schritte unternehme.

Vielen Dank.

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben summarisch wie folgt beantworten:

Letztendlich müsste man natürlich in den Ablauf komplett einsteigen.

Aber hier gehe ich davon aus, dass Ihnen auf jeden Fall eine Entschädigung nach Art. 7 Abs. 2 Verordnung (EG) Nr. 261/2004 zusteht. Denn Absatz II regelt den Fall, dass eine Ersatzbeförderung angeboten und angenommen wurde. Dann reduziert sich die Ausgleichszahlung um 50%.

Ich hoffe, Ihnen einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen nicht ersetzen kann. Für Rückfragen und die weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

www.anwalt-for-you.de

Nachfrage vom Fragesteller 17.08.2007 | 16:44

Sehr geehrter Herr Steininger,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Sie schreiben, das sich die mir zustehende Ausgleichszahlung um 50% reduziert, weil ich die Ersatzbeförderung angenommen habe.
Art. 7 Abs. 2 bezieht sich in den 3 genannten Fällen (a-c) jedoch auf eine Verspätung bis maximal 4 Stunden.
Meine Verspätung am Ankunftsort war jedoch über 5 Stunden.

Kann ich nun die volle Zahlung fordern und kann ich mich auf jeden Fall auf den Artikel 7 beziehen?

Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.08.2007 | 17:30

Natürlich haben Sie Recht, ich bitte insoweit zu entschuldigen, dass ich fälschlicherweise von 4 Stunden ausgegangen bin. In diesem Fall können Sie die volle Summe fordern.

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