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Flug Stornierung aufgrund Corona Pandemie

20.03.2020 14:39 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


Am 10.03.2020 habe ich über das Portal Fluege.de Hin- und Rückflüge für meine Frau und mich in die USA nach New York gebucht. Der Hinflug findet statt am 25.05.2020 und der Rückflug am 08.06.2020

Der Betrag von 873,--€ ist sofort auf meiner Kreditkarte belastet worden.
Am 12.03.2020 ist durch die USA ein generelles Einreiseverbot verhängt worden und die WHO erklärt New York als Corona Risikogebiet.

Aufgrund dessen habe ich am 13.03.2020 die Flugbuchung widerrufen.
Unterdessen habe ich erfahren, dass es für Flugbuchungen kein Widerrufsrecht in der Art gibt, wie wir es bei Bestellung von Waren oder Telekommunikationsverträgen kennen.

Es besteht aber das Recht der Kündigung wegen höherer Gewalt.
§ 651j BGB sieht außerdem die Möglichkeit vor, den Reisevertrag jederzeit aufgrund von höherer Gewalt zu kündigen.
Eine Kündigung nach § 651j BGB begründen können politische Unruhen, Kriege oder Naturkatastrophen am Reiseziel.

Wie soll ich mich heute am 20.03.2020 verhalten?
Kann ich mein volles Geld zurück erhalten, falls weiterhin ein Einreiseverbot besteht oder das Ziel als Risikogebiet deklariert ist?

Wie verhält es sich, wenn der Flug aufgrund der Ereignisse nicht statt findet?

Vielen Dank

20.03.2020 | 17:50

Antwort

von


(360)
Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

soweit die Reise wie in Ihrem Fall wegen einer Einreisesperre nicht stattfinden kann haben Sie Anspruch auf eine Erstattung des Flugpreises. Das gilt auch dann, wenn Sie nur den Flug gebucht haben. Wenn sie aufgrund der Einreisesperre nicht einreisen können kann Ihre Reise nicht durchgeführt werden.

Die Fluggesellschaft ist also verpflichtet, Ihnen den Ticketpreis zu erstatten.

Zusätzlich zu der Rückerstattung des Ticketpreises könnte Ihnen sogar noch eine Entschädigung nach der EU-Fluggastrechte-Verordnung 261/2004 zustehen, dies wäre dann der Fall wenn vielmehr wirtschaftliche Gründe für die Stornierung bestehen als nur die Geltendmachung des Einreiseverbots. Es gibt ja durchaus noch mehrere Flüge in die USA welche stattfinden, insbesondere wenn es sich bei den Passagieren um Amerikaner handelt. Einen solchen Anspruch sollten Sie aber meiner Einschätzung nach möglichst rasch an einen professionellen Aufkäufer für solche Rechte weiterverkaufen. Wenn es den Airlines gelingt sich hier auf "außergewöhnliche Umstände" zu berufen könnte so ein Vorhaben dann auch scheitern. Bei einem Verkauf des Entschädigungsanspruchs ist das aber nicht mehr Ihr Problem.

Im Ergebnis können Sie also den Flugpreis zurückverlangen, einen zusätzlichen Anspruch auf eine Fluggastentschädigung sollten Sie aufgrund der vagen Erfolgsaussichten und des Aufwandes möglichst rasch an einen Aufkäufer abtreten.


Ich hoffe damit Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend,

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke


ANTWORT VON

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