Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Film Urheberrecht

| 25.02.2015 15:59 |
Preis: ***,00 € |

Medienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Hallo
ich produziere im Moment meinen ersten Dokumentarfilm hier in Deutschland, wo wir eine kurze Sequenz eines amerikanischen Filmes, der 1965 gefilmt wurde, für knappe 1 Minute einlegen möchten. Der Film wurde von einer bekannten Hollywood-Firma produziert. Was ich gelesen habe, ist dass das Filmurheberrecht 50 Jahre lang dauert, stimmt das? Und wenn das nicht stimmt, was müsste ich tun um die Rechte zu bekommen, ohne riesige Summen ausgeben zu müssen?
Danke! herzlichst

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die von Ihnen genannten 50 Jahre beziehen sich wahrscheinlich auf die Leistungsschutzrechte des Lichtbildners (§ 73 UrhG) oder des Filmherstellers (§ 94 UrhG). Das Urheberrecht erlischt bei Filmwerken dagegen nach deutschem Recht erst siebzig Jahre nach dem Tod des Längstlebenden der folgenden Personen: Hauptregisseur, Urheber des Drehbuchs, Urheber der Dialoge, Komponist der für das betreffende Filmwerk komponierten Musik (§ 65 Absatz 2 UrhG).
Aufgrund des Copyright Term Extension Act ("Micky-Maus-Schutzgesetz") sind auch in Amerika ältere Filmwerke bis 70 Jahre nach dem Tod des Autors geschützt, Werke im Eigentum eines Unternehmens sogar zwischen 75 und 95 Jahre - auch dies muss ggf. im Rahmen des durch internationale Abkommen vereinbarten Schutzfristenvergleichs berücksichtigt werden.

Es muss daher leider davon ausgegangen werden, dass der Film noch rechtlich geschützt ist und ohne Einwilligung der Rechteinhaber grundsätzlich nicht genutzt werden darf. Ob und zu welchem Preis Ihnen diese Rechte eingeräumt werden, obliegt allein dem Willen der Rechteinhaber. Ansprechpartner bezüglich einer Anfrage sollte hierbei zunächst der deutsche Vertrieb des Filmes sein.

Wenn es sich bei Ihrem Film um ein eigenständiges Werk handelt und sich dieses inhaltlich mit der fremde Filmsequenz beschäftigt (der Filmausschnitt also als Zitat und nicht allein zur Ausschmückung des eigenen Filmes genutzt wird), kann ggf. die Ausnahmeregelung des § 51 UrhG greifen: "Zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe eines veröffentlichten Werkes zum Zweck des Zitats, sofern die Nutzung in ihrem Umfang durch den besonderen Zweck gerechtfertigt ist." Bitten beachten Sie hierbei aber auch § 63 UrhG, der eine Verpflichtung zur Quellenangabe vorsieht.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 25.02.2015 | 18:02

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?