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Fahrpreisnacherhebung zu Unrecht?


03.08.2007 01:20 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Hallo,
folgende Sachlage lag vor:
Meine Freundin (18) fuhr mit der S-Bahn von Dresden Richtung Endhaltestelle Kamenz. Anbei hatte sie eine Abo-Monatskarte, welche im Bereich Dresden bis Radeberg gültig ist. Ihr Anschlussticket nach Kamenz wurde beim Einstieg in Dresden nicht entwertet, aufgrund dessen ihr keine Zeit mehr dazu blieb.

Zwischen dem Halt Industriegelände und Klotzsche (2 Haltestellen vor Radeberg) wurde sie kontrolliert. Sie wollte das Anschlussticket beim Zugbegleiter entwerten und zeigte zusätzlich ihre Monatskarte vor. Daraufhin zog sie das Anschlussticket ein und notierte ihre Daten für eine Fahrpreisnacherhebung.

Und so ging es weiter:
1 Woche später kam die Rechnung über 40€. Da ich aber der festen Überzeugung bin das dies nicht rechtens ist, erhob ich Einspruch. Danach dauerte es ganze 4Monate bis die Ablehnung des Einspruches kam. Mit dieser Ablehnung gab mir die DB eine Kulanz von 20€. Der Streitwert liegt mitlerweile wegen Mahnkosten bei 25€. Dabei muss ich hinzufügen das selbst die 5€ Mahnkosten nicht gerechtfertigt sind, denn ich hatte Einspruch erhoben, welcher komplett ignoriert wurde. Das Schreiben danach übersand ich per Einschreiben. Auf Empfehlung eines Mitarbeiters der "DB Mobility Vetrieb" erhob ich nochmals Einspruch. Dieser wurde erneut abgelehnt. Im Gespräch mit einem Vorgesetzen dieser unseriösen "DB Mobility Vertrieb" wurde mir mitgeteilt das das Anschlussticket vorher zu entwerten sei, die Gespräche wurden seitens der "DB" auf niedrigstem Niveau geführt.

Aufgrund dieser Abzockermentalität möchte ich nun wissen ob sie zahlen sollte oder nicht? Sie hätte schließlich entweder das Ticket in den 3 verbliebenen Halten entwerten können bzw. auch spontan in einer dieser drei Halte austeigen können.

Danke schonmal im voraus, Christian




Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),
aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.
Soweit sich Ihre Freundin im Zeitpunkt der Kontrolle außerhalb des Bereiches befand, der durch die Monatskarte abgedeckt ist, hätte Sie einen gültigen Fahrschein besitzen bzw. diesen entwerten müssen. Sofern sie das nicht getan hat, ist Sie tatsächlich ohne gültigen Fahrschein gefahren und muss sämtliche Konsequenzen tragen. Wie lange blieb denn Zeit um den erworbenen Fahrschein zu entwerten? Wäre dieser nach der Fahrt nochmals zu verwenden gewesen?
Wäre Zeit gewesen den Schein zu entwerten, so muss Ihre Freundin die Kosten tragen.
Das erhöhte Fahrtgeld wäre berechtigt.
Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.
Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 03.08.2007 | 07:59

Danke erstmal für die Antwort, "aber wie schon geschildert befand sie sich zum Zeitpunkt der Kontrolle noch im Bereich der mit der Monatskarte abgedeckt wurde". Ab dem Zeitpunkt der Kontrolle wären es noch 3 Haltepunkte gewesen bis Sie in eine neue Tarifzone gekommen wäre in der Sie das Anschlussticket hätte entwerten müssen. Das Anschlussticket (einfache Fahrkarte) wäre, wenn nicht gelöst, nochmals zu verwenden gewesen, ansonsten nicht. Aber sie hätte ja entweder das Ticket in einer der 3 Halte nachlösen können, bzw. aussteigen können. Sie war also während der Kontrolle im Besitz einer gültigigen und entwerteten Abo-Monatskarte. Dies lässt sich auch prima nachweisen, da Abo-Monatskarten vom Verkehrsverbund direkt an den Fahrgast verschickt werden und der Fahrgast somit beim Verkehrsverbund registriert ist.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.08.2007 | 20:23

Sehr geehrter Fragesteller,

sofern sich die Freundin bei der Kontrolle noch im Bereich der Gültigkeit der Monatskarte befunden hat, so liegt selbstverständlich keine Leistungserschleichung (Schwarzfahrt) vor. Somit hat die DB weder einen Anspruch auf das erhöhte Beförderungsgeld noch irgendwelche Mahngebühren. Soweit hier ein Ticket oder ähnliches durch Mitarbeiter der Bahn einbehalten wurden, dann zu Unrecht. Die Bahn muss diese unverzüglich heraus geben.
Es ist davon auszugehen, dass demnächst die Forderung gerichtlich geltend gemacht wird. Hier sollten Sie in jedem Fall in die Verteidigung ein- und dem Anspruch entgegen treten.

Mit freundlichen Grüßen


Andreas M. Boukai
Rechtsanwalt

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