Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erklärung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung

24. November 2022 17:43 |
Preis: 64,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Schönen guten Tag,
ich erhielt am 18.11.2022 eine Aufforderung zu Abgabe einer Steuererklärung durch das Fa.
Vor einigen Jahren erwarb ich eine Eigentumswohnung. Da ich noch relativ jung war, bestand die Bank darauf das meine Mutter als Bürge fungiert. Um ihr eine gewisse Sicherheit zu bieten steht sie mit 50 % im Grundbuch.
Jedoch zahle ich sämtliche kosten der Whg. Meine Mutter hat keinerlei Verwaltende oder ähnliche Funktion. Seit letztem Jahr wird die Whg. vermietet. Der Mieter hat einen Mietvertrag ausschließlich mit mir (wie bereits erwähnt ist meine Mutter nur im Grundbuch involviert.)
Einhundert Prozent der Mieteinnahmen gehen auf mein Konto und wurden in meiner Einkommensteuererklärung auch angegeben. Ein Bescheid für das Steuerjahr 2021liegt bereits vor.
Dennoch wird gefordert, dass ich eine erneute Erklärung abgebe (auch für das Steuerjahr 2020 wo ich noch alleiniger Bewohner der Whg. war) was einen erheblichen Mehraufwand und ggf. zur Doppelversteuerung der Mieteinnahmen führen könnte.
Besteht Steuerrechtlich eine Möglichkeit besagte Erklärung zu umgehen? Besteht überhaupt ein Anspruch auf eine Erklärung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung wenn offenkundig ich als einziger Vermieter und Mieteinnahmenbegünstigster fungiere? Wie beschrieben wurden bereits 100% der Einnahmen und Ausgaben in meiner Einkommenssteuererklärung angegeben.
Über eine Bewertung dieses Sachverhaltes wäre ich dankbar.
Mit freundlichem Gruß

24. November 2022 | 18:19

Antwort

von


(530)
Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
E-Mail:

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

das Finanzamt rechnet die Einnahmen aus einer Immobilie grundsätzlich den jeweiligen Miteigentumsanteilen oder den sonstigen Rechten an einer Immobilie zu. Für etwaige Abweichungen müsste es eine entsprechend nachvollziehbare Erklärung und rechtlich wirksam Vereinbarung geben, das Steuerrechet folgt hier immer aus den zivilrechtlichen Vereinbarungen und deren tatsächlicher Durchführung.

Da Sie und Ihre Mutter beide gemäß dem Grundbuch gemeinsame Eigentümer der Immobilie sind, möchte das Finanzamt dann erst nach § 180 Absatz 1 Nr. 2a zunächst die Einnahmen aus der Immobilie insgesamt feststellen.

Zitat:

§ 180 Gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen
(1) Gesondert festgestellt werden insbesondere:
1. die Einheitswerte und die Grundsteuerwerte nach Maßgabe des Bewertungsgesetzes,
2. a) die einkommensteuerpflichtigen und körperschaftsteuerpflichtigen Einkünfte und mit ihnen im Zusammenhang stehende andere Besteuerungsgrundlagen, wenn an den Einkünften mehrere Personen beteiligt sind und die Einkünfte diesen Personen steuerlich zuzurechnen sind,
b) in anderen als den in Buchstabe a genannten Fällen die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder einer freiberuflichen Tätigkeit, wenn nach den Verhältnissen zum Schluss des Gewinnermittlungszeitraums das für die gesonderte Feststellung zuständige Finanzamt nicht auch für die Steuern vom Einkommen zuständig ist,
3. ....


Im nächsten Schritt werden dann die Einnahmen im Rahmen der persönlichen Einkommenssteuererklärung die Gewinnanteile zugeordnet. Eine andere Verteilung als entsprechend der Miteigentumsanteile ist dann auch zulässig, aber dann nur wenn sich diese auch begründen lässt, etwa weil einer der Miteigentümer einen höheren Anteil an der Verwaltung und Instandhaltung übernimmt. Auch hier sind dann aber wiederrum Grenzen gesetzt und es ist insbesondere entscheidend, dass diese Vereinbarung auch tatsächlich durchgeführt wird.

Um eine neue Erklärung zu der gesonderten Feststellung werden Sie daher nicht herumkommen wobei es hier nicht allzu schwer sein dürfte die bisher sowieso schon gemachten Angaben erneut in das entsprechende (Online) Formular einzugeben.

Entscheidend und wirklich wichtig ist, dass begründet werden kann, weshalb Ihre Mutter keinerlei Einnahmen erhält und nur auf Verlangen der Bank im Grundbuch erscheint. Hierfür wird es ggf. notwendig sein nachzuweisen, dass Sie auch allein die Ausgaben tragen und alles über Ihre Konten abläuft.


Ich hoffe damit Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke


ANTWORT VON

(530)

Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Insolvenzrecht, Sozialrecht, Steuerrecht, Erbrecht, Immobilienrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 97559 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Ich bin zufrieden mit der Auskunft und bedanke mich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Hat auch auf die Zusatzfrage schnell geantwortet. Freundlich und kompetent. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr kompetent, Antwort leider zu meinem Nachteil, aber das ist unsere Schuld. ...
FRAGESTELLER