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Entschädigung Umbuchung auf längeren Hin- und Rückflug

| 25.02.2012 13:36 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren

Wir haben im November 2011 eine Pauschalreise nach Kos gebucht. Die Reise soll Ende Juni 2012 stattfinden und der Flug geht von Düsseldorf aus. Die reine Flugzeit beträgt 3:15 Stunden. Die Reise wurde vom Veranstalter angenommen und uns wurde eine Reisebestätigung zugesandt. Alle Daten wurden von uns geprüft und für richtig befunden. Die Daten lauten für den Hinflug auf Düsseldorf – Kos und für den Rückflug auf Kos – Düsseldorf. Die angegebene Flugnummer wurde von uns im Internet überprüft und hier lautete die Aussage Düsseldorf – Kos etc.
Nun bekamen wir die Tage vom Veranstalter einen Anruf das unser Flug nun über Hamburg geht und zwar hin und Rückflug so das sich jetzt die Konstellation Düsseldorf- Hamburg- Kos ergibt und die Rückreise umgekehrt zu sehen ist. Daraus ergeben sich für uns jetzt Flugzeiten von fast sechs Stunden. Nach Rücksprache mit dem Veranstalter behauptet dieser das müssen wir so hinnehmen und das steht auch so in den AGB`s. Wir baten darauf hin um Umbuchung auf eine Non Stop Maschine aber das käme für ihn aus Kostengründen nicht in Frage.
Uns ist klar das der Veranstalter seiner Leistungspflicht in diesem Fall nachkommt, aber haben wir aus dem Vertrag heraus hier keine Rechte? Wenn wir gewusst hätten das dieser Flug über Hamburg geht hätten wir diese Reise nie abgeschlossen. Müssen wir das tatsächlich so hinnehmen oder welche Möglichkeit sehen sie.
26.02.2012 | 09:39

Antwort

von


(37)
Gutenbergplatz 1
65187 Wiesbaden
Tel: 0611-991660
Web: http://reiserechtsexperte.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,
vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne unter Berücksichtigung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte.
Das Reiserecht gibt dem Reisenden für den Fall von Störungen der Reiseleistungen eine Vielzahl von Rechten an die Hand, die zu einer Kompensation für die erlebten Beeinträchtigungen führen sollen.
In Ihrem Fall ist aufgrund der Änderung des Flugverlaufes von einem Reisemangel gem. § 651 c Abs. 1 BGB auszugehen. Der Reisemangel führt in erster Linie dazu, dass sich der Reisepreis mindert. Bei Vorliegen besonders schwerwiegender Mängel hat der Reisende darüber hinaus das Recht, den Reisevertrag zu kündigen. Das Recht auf Kündigung des Reisevertrages sehe ich in Ihrem Fall allerdings nicht als gegeben an, da Voraussetzung des Rechts auf Kündigung ist, dass die Reiseleistung erheblich beeinträchtigt ist. Als Anhaltspunkt für die Erheblichkeit des Reisemangels gilt die Minderung des Gesamtreisepreises in Höhe von mindestens 50 %. Das ist in Ihrem Fall ganz offensichtlich nicht gegeben.
Reisende haben zudem das Recht, soweit die Reiseleistung einer Änderung unterzogen wird, vor Antritt der Reise vom Reisevertrag zurückzutreten. In der Änderung der Flugroute mit einer bislang nicht geplanten Zwischenlandung sehe ich allerdings noch keine Änderung der Reiseleistungen, die zu einer Veränderung des Gesamtzuschnitts der Reiseleistung führt. Allenfalls, wenn durch die geänderte Flugroute beispielsweise die erste Übernachtung im Hotel gänzlich ausfallen würde oder wenn Sie die Rückreise bereits um Mitternacht anstatt am Morgen des nächsten Tages antreten müssten, könnte die Leistungsänderung nicht mehr zumutbar sein. Hierzu fehlen mir allerdings Hinweise in Ihrer Sachverhaltsschilderung.
Da der Reiseveranstalter offensichtlich freiwillig nicht zu einem Entgegenkommen bereit ist, müssten Sie gegebenenfalls selbst die Initiative ergreifen und überlegen, ob Sie die Rechte wie Kündigung bzw. Rücktritt ergreifen möchten. Da Sie allerdings hier ein erhebliches Risiko im Hinblick auf den gezahlten Reisepreis tragen, kann ich Ihnen die Inanspruchnahme der Rechte wie Kündigung wegen Reisemangels bzw. Rücktritt nach Leistungsänderung nicht empfehlen.
Für Sie bleibt letztendlich lediglich die Geltendmachung der Minderung für die fehlerhafte Flugbeförderung. Hier sehe ich Ansprüche in einer Größenordnung zwischen 30% und 50 % des jeweiligen Tagesreisepreises. Leider kann ich Ihnen keine günstigere Mitteilung machen. Die Ansprüche müssten Sie innerhalb eines Monats nach Beendigung der Reise gegenüber dem Reiseveranstalter geltend machen.

Ich hoffe, Ihnen hiermit einen brauchbaren Überblick über Ihre Möglichkeiten gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen


Holger Hopperdietzel


Bewertung des Fragestellers 27.02.2012 | 16:55

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