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Emailaccount mit falschem Namen angelegt

| 03.03.2016 20:07 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Notar und Rechtsanwalt Oliver Wöhler


Hallo,

Mini Dallas: A hat ab und an Streitereien mit B. Nun legt A einen Emailaccount mit Adresse und Namen von B an und beschwert sich über C bei öffentlichen Diensten. B geht der Sache nach und schaltet die Polizei ein, die wiederum A auf die Schliche kommt. A gesteht vollinhaltlich. Welche Strafe wird A nun blühen?

Danke & liebe Grüße,
weder A, B noch C :-)

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Im Hinblick auf C kann A sich der Verleumdung oder der üblen Nachrede schuldig gemacht haben, nach §§ 187, 186 StGB. Auch eine falsche Verdächtigung nach § 164 StGB kommt in Betracht. Um das genau zu beurteilen müsste man wissen was A (er war es ja und nicht B) genau über den C behauptet hat.
Ob allein das Verwenden eines mail accounts unter falschem Namen strafbar ist, ist nicht unumstritten. Es kann eine Strafbarkeit nach § 269 StGB wegen Fälschung beweiserheblicher Daten vorliegen. Betrug läge nur vor, wenn ein Vermögensschaden durch eine Täuschung verursacht worden wäre.

Bei allen Delikten wird bei Ersttätern und wenn keine besonderen Folgen eingetreten sind, eine Einstellung des Verfahrens nach § 153 a StPO in Frage kommen. Dann müsste A eine Auflage, etwa eine Geldauflage erfüllen und dann würde das Verfahren eingestellt. A wäre nicht bestraft. Im schlimmsten Fall würde ein Strafbefehl beantragt, dann würde A schriftlich mit einer Geldstrafe bestraft. Diese läge unter 90 Tagessätzen und A wäre nicht vorbestraft.

Es kommt hier auf alle Details an um überhaupt die Strafbarkeit prüfen zu können.

Da A geständig ist, rechne ich nach meiner Erfahrung nicht mit einer Hauptverhandlung.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeits- und Familienrecht


Nachfrage vom Fragesteller 03.03.2016 | 21:36

Hallo,

vielen Dank für die schnelle Antwort. A ist Ersttäter und eben vollinhaltlich geständig.

Verleumdung oder üble Nachrede in Hinblick auf C kann ausgeschlossen werden. Die Polizei hat die Erhebungen unter dem Verdacht der Fälschung beweiserheblicher Daten geführt.

Wie hoch schätzen Sie die Geldauflage zur Einstellung? Und wie hoch die Geldstrafe?

Muss das Schreiben des Staatsanwaltes abgewartet werden oder kann man vorher schon mit Rechtsbeistand aktiv werden?

Erfährt B von dem Ganzen (er weiss bis dato noch nicht, wer A genau ist), hat aber die Anzeige gestellt.

Vielen Dank im Voraus!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.03.2016 | 22:26

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne komme ich auf die Nachfrage zurück.

Die Höhe der Auflage hängt auch von den wirtschaftlichen Verhältnissen des A ab. Das können etwa 200-600 € sein, das ist aber geschätzt.

Bei einer echten Geldstrafe würde ich 20-40 TS schätzen, die Höhe hängt auch vom Nettoeinkommen ab.
Die Polizei gibt den Vorgang nach Abschluss an die Staatsanwaltschaft. Wenn A einen Anwalt beauftragt, erhält dieser von der Staatsanwaltschaft Akteneinsicht und auch eine Frist zur Abgabe einer Stellungnahme.

B als Anzeigeerstatter erfährt wie das Verfahren ausgeht, aber keine Details. Er kann über einen Anwalt aber auch die Akten anfordern, etwa um zivilrechtliche Ansprüche geltend zu machen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeits- und Familienrecht

Bewertung des Fragestellers 03.03.2016 | 21:37

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Stellungnahme vom Anwalt: