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Urkundenfälschung Vorladung am 17.5. bei der Polizei

11.05.2013 11:40 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Philipp Wendel


Sehr geehrte Anwältin, sehr geehrter Anwalt,
heute hatte ich eine Vorladung in der Post. Mir wird Urkundenfälschung vorgeworfen.

Zum Sachverhalt. Mein Exmann und ich sind seit September 2011 getrennt und seit Oktober 2012 geschieden. Unsere gemeinsame Tocher lebt seit Geburt 02/2012 bei mir. Mein Versuch das alleinige Sorgerecht um Rahmen der Scheidung zu bekommen scheiterte.

Da ich mit Ihr in den Urlaub wollte, besprach ich mit meinem Exmann im November einen Reisepass zu beantragen. Er stimmte dem mündlich zu, genau wie er der Reise zustimmte.

Als der Zeitpunkt kam und wir gemeinsam zum Amt gehen wollten um den Pass zu beantragen, sagte er den Termin kurzfristig ab. Da es keinen Grund dafür gab, außer dem mich weiterhin schikanieren zu wollen und seine Macht zu demonstrieren, war ich sehr verärgert.

Ich hatte noch eine Vollmacht mit Ausweiskopie für die Geburtsurkunde im Haus, die ich dann in die Vollmacht zur Passerstellung umwandelte. Es war insofern seine Unterschrift aber eben nicht zum Thema Passerstellung. Ich bin mir bewußt, das auch das Urkundenfälschung ist.

Im Nachgang habe ich ihm gestanden was ich getan habe und er bedanke sich für meine Offenheit und verzieh mir. Nun sieht es wohl so aus, das er es wohl doch nicht so meinte.

Ich bin unschlüssig was ich tun soll bezüglich der Vorladung.
Muss ich hingehen?
Habe ich ein Anrecht erst genau zu wissen was mir vorgeworfen wird um dann schriftlich darauf reagieren zu können.
Und wenn ich schriftlich reagiere, wieviel Offenheit ist in meinem Fall angebracht. Vieles ist mündlich passiert und wie es aussieht kann man sich auf das Wort meines Exmannes nicht verlassen.
Was könnte mich denn im schlimmsten Fall für ein Stafmass ereilen?
Ist eine solche Verurteilung Grundlage für einen Sorgerechtsentzug? Ich fürchte das es mein Exmann genau darauf abgesehen hat.

Für Ihre Antwort danke ich Ihnen herzlich im Voraus.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst möchte ich darauf hinweisen, daß dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung kann durch Ihre Anfrage nicht ersetzt werden.

Zu der Vorladung am 17.5. müssen Sie nicht erscheinen. Sie haben grundsätzlich das Recht zu Schweigen als Beschuldigte im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens. Dies wird Ihnen auch nicht negativ ausgelegt werden.

Um konkret zu erfahren was Ihnen vorgeworfen wird, sollten Sie einen Anwalt beauftragen. Nur dieser kann Akteneinsicht beantragen und dann mit Hilfe des Inhalts der Ermittlungsakte eine geeignete schriftliche Einlassung / Verteidigererklärung abgeben.

Auch kann erst nach Kenntnis des Inhalts der Ermittlungsakte abgeschätzt werden, wie viel "Offenheit" angebracht ist.

Möglicherweise besteht die Möglichkeit - angesichts Ihres Motives (Urlaub mit Ihrem Kind) - bei der Staatsanwaltschaft eine Einstellung des Verfahrens, z.B. nach § 153a StPO gegen eine Geldauflage, zu beantragen.

Nach dem Strafgesetzbuch wird die Urkundenfälschung gem. § 267 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Welches Strafmaß Sie hier konkret erwartet, hängt von verschiedenen Faktoren ab (z.B. bestehende Vorstrafen, Schaden, Motiv etc.), so dass ich eine genaue Prognose leider nicht abgeben kann.

Einen Entzug des Sorgerechts müssen Sie jedoch nicht befürchten. Im Rahmen einer solchen Frage geht es primär um das "Kindswohl", welches zumindest unmittelbar von Ihrer Verfehlung nicht betroffen ist.

Ich rate Ihnen über einen Anwalt Akteneinsicht zu beantragen, um dann die weiteren Schritte in diesem Verfahren zu erörtern. Angst vor übermäßigen Kosten müssen Sie nicht haben bzw. sollten vorher mit dem Anwalt darüber sprechen.

Gerne steht Ihnen unsere Kanzlei dafür zur Verfügung. Die örtliche Entfernung ist dabei kein Problem.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen hinsichtlich einer ersten Einschätzung weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen und ein schönes Wochenende wünschend

-Philipp Wendel-
Rechtsanwalt

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