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Vorladung bei der Polizei - Soll ich den Termin wahrnehmen?

| 11.11.2012 16:27 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Hallo!
Hab eine Vorladung wegen warenkreditbetrugs bekommen!
Ich weiß nicht genau um was es dort gehen soll!
Ich kann mit nur vorstellen das eine Firma in Frage kommt, bei der
Die Lastschrift zurück gegangen ist!
Ich habe aber mit dieser Firma eine zahlungsvereinbarung
getroffen! laut Datum haben die Briefe(von der Polizei und der Firma) sich
Überschnitten!
Nun meine Fragen!
Soll ich den Termin bei der Polizei wahrnehmen?
Wenn die Firma das Geld bekommen hat wird dann Verfahren eingestellt?
wenn ich den Termin nicht wahrnehme drohen mir dann schlimmere
Konsequenzen?
Und wie bekomme ich raus wer mich wirklich angezeigt hat?



Sehr geehrte Fragestellerin,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:


Sie brauchen den Termin nicht wahrzunehmen, ohne dass Ihnen hier Konsequenzen erwachsen.

Davon würde ich Ihnen auch abraten



Im Einzelnen:




Zunächst zum Straftatbestand



Ihnen wird Warenkreditbetrug vorgeworfen.



Betrug,§ 263 STGB hat zur Voraussetzung, dass Sie eine Leistung in Anspruch genommen haben, von der Sie von vorneherein wussten , dass Sie sie nicht bezahlen können.


Sie müssten also Ihren Vertragspartner entsprechend getäuscht haben.


So wie Sie mir das schildern, ist das aber nicht der Fall.

Es ist nur eine Lastschrift zurück gegangen, was leicht passieren kann und keineswegs besagt, dass hier der Tatbestand des Betrugs erfüllt ist.

Denn dazu wäre erforderlich, dass Sie bereits bei der Inanspruchnahme der Leistung die Absicht gehabt hätten, diese nicht zu bezahlen.

Zudem haben Sie mit der betreffenden Firma bereits eine Ratenzahlungsvereinbarung getroffen.


Der Tatbestand des Betrugs ist also gar nicht gegeben.



Zur Vorladung bei der Polizei


Als Beschuldigte haben Sie das von der Verfassung garantierte Recht zu schweigen.

Dieses Recht bedeutet auch, dass Sie nicht verpflichtet sind , einer polizeilichen Vorladung Folge zu leisten.

Sie brauchen also weder auszusagen, noch zu erscheinen, ohne dass Ihnen hierbei Konsequenzen drohen.


Sie sollten lediglich Ihre Personalien angeben, was auch telefonisch erfolgen kann.

Da Sie nicht genau wissen, wer Sie angezeigt hat, und insbesondere nicht sicher wissen, ob es wirklich die Firma war, mit der Sie die Ratenzahlungsvereinbarung getroffen haben, würde ich Ihnen anraten, der Vorladung nicht Folge zu leisten.


Wie ich Ihnen oben dargestellt habe, ist das Ihr von der Verfassung garantiertes Recht.

Es dürfen Ihnen daraus keine negativen Folgen erwachsen.



Wenn Sie erfahren möchten, wer Sie angezeigt hat, würde ich Ihnen dazu raten, sich einen Rechtsanwalt zu nehmen, der dann für Sie Einsicht in die Strafakte beantragen kann.


Aus der Akte ergibt sich die Anzeigeerstattung und sie enthält Informationen darüber, auf welchem Sachverhalt die Anzeige beruht, wer Sie angezeigt hat und welche Beweise vorhanden sind.


Sie können dann zusammen mit dem Rechtsanwalt eine Stellungnahme abgeben.


Diese kann dann zur Einstellung des Verfahrens mangels hinreichenden Tatverdacht führen, § 170 II der Strafprozeßordnung


Insbesondere wird das Verfahren auch eingestellt, wenn Sie, wie in Ihrem Fall geschehen, mit der Firma unmittelbar nachdem Sie von der Rücklastschrift erfahren haben eine Ratenzahlungsvereinbarung getroffen haben und Sie diese einhalten.



Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.


Mit freundlichen Grüßen




Claudia Schiessl
Rechtanwältin









Bewertung des Fragestellers 14.11.2012 | 07:17

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