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Eigenheimzulage - Umbau/Modernisierung oder Neubau


13.07.2006 21:11 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Ich habe das Elternhaus (Baujahr 1976)übernommen 1999 und habe im Jahr 2004 einen Bauantrag auf Umbau und Aufstockung gestellt, welcher 2006 zugestimmt wurde (nach Erfüllung aller Auflagen).
Das alte Haus umfaßt eine Etage mit ca.90m2 Wohnfläche für meine Familie (2 Erwachsene 3 Kinder von 4-16 Jahren ) mit einem flachen Satteldach. Der Umbau und die Aufstockung umfaßt einen kompletten neuen Dachstuhl und dessen Ausbau( für jedes Kind ein eigenes Zimmer, Schlafzimmer,Zweitbad )mit Entsorgung des alten Asbestdaches, Wärmedämmung für die gesamten Außenwände (bisher nicht vorhanden), komplette neue Elektroanlage da 30 Jahre Bausubstanz, komplette neue Heizungsanlage sowie Sanitäranlagen. Durch die Maßnahmen wird ein völlig neugestaltete Wohnung entstehen. Kann dies als Neubau gewertet werden und noch EHZ beantragt werden?
Sehr geehrter Fragesteller,

dem Grunde nach haben Sie einen Anspruch auf EHZ für die Herstellung oder Anschaffung einer Wohnung unter Berücksichtigung des Förderzeitraums und des Einkommens. Die Einkunftsgrenzen liegen derzeit bei Ledigen bei 70.000 Euro, Eheleuten 140.000 Euro. Hinzu kommt für jedes Kind ein weiterer Freibetrag von 30.000 bzw. 15.000 Euro.

Durch die Änderung des EHZ ist es jedoch wichtig, dass Sie den Stichtag 01.01.2006 beachten. Nach § 19 Abs. 9 EigZulG

ist das EigZulG letztmals anzuwenden, wenn der Anspruchsberechtigte im Fall der Herstellung vor dem 1. Januar 2006 mit der Herstellung des Objekts begonnen oder im Fall der Anschaffung die Wohnung auf Grund eines vor diesem Zeitpunkt rechtswirksam abgeschlossenen obligatorischen Vertrags oder gleichstehenden Rechtsakts angeschafft hat oder vor diesem Zeitpunkt einer Genossenschaft beigetreten ist.

Das heißt der Beginn des Ausbaus der Wohnung muß im Jahr 2005 erfolgt sein. Alternativ wäre denkbar, dass der Übernhamevertrag als Zeiptounkt gelten könnte, dannmüßte die Wohnung jedoch schon zumindest in Ihrer nahezu jetzigen Form im Haus befunden haben.

Allerdungs gilt nach § 19 Abs. 5 EigZulG auch der Zeitpunkt, an dem der Bauantrag für die Wohnung gestellt worden ist, als ausreichend, um diese Frist zu wahren.

Danach ergibt sich also grds. ein Anspruch auf die EHZ, die ab Antragsstellung gewährt wird.

Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de


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