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EBayverkäufer beendet vorzeitig Auktion u. verkauft d. Artikel ü. eBay-Kleinanzeigen

06.04.2013 12:56 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Zusammenfassung: Die vorzeitige Beendigung eines eBay-Angebotes kann dazu führen, dass ein wirksamer Kaufvertrag mit dem zum Zeitpunkt der Beendigung Höchstbietenden zustande kommt. Der Verkäufer ist dann zur Übereignung des angebotenen Artikels gegen Zahlung des Höchstgebotes verpflichtet.

Sehr geehrte Rechtsanwälte,
ich brauche Ihre Hilfe bei einer vorzeitig und willkürlich beendeten Ebayauktion.
Vorab kann ich sagen, dass ich durch meine geschickte Vorgehensweise des mit den VK/K geführten Schriftverkehrs, an fast alle Beweise herangekommen bin, um die Sachlage als Betrugsverdacht darzulegen, und den Nachweis erbracht zu haben, dass der VK willkürlich und ohne Grund die Auktion vorzeitig beendete!

- Artikelgegenstandswert etwa 1.500,-- EUR mit Zubehör

Hierzu kurz meine Schilderung des Falles:

Ich habe einen interessanten Artikel zuerst auf den eBaykleinanzeigen gesehen, und dem Anbieter (ANB) per Mail einen Preisvorschlag unterbreitet. Dieser wurde abgelehnt da zu niedrig. Der ANB gab einen Preis an, welcher ein anderer ihm geboten hatte, und ich ging danach auf die selbe Höhe mit. Danach war etwas Funkstille. Ich suchte auch auf eBay direkt nach einem solchen Artikel und fand diesen dort auch 1:1 wieder. Er war als 1,-- EUR Startpreisauktion eingestellt. Die momentane Höhe lag bei 51,-- EUR. Ich bot gleich 199,-- und wurde zum Höchstbietenden. Kurz darauf wurde das Angebot auf eBay-Kleinanzeigen gelöscht, und die eBayauktion unter Streichung sämtlicher Gebote, vorzeitig beendet.

Jetzt war Kleinarbeit angesagt, um herauszubekommen was der Grund dafür war, warum alles storniert wurde. Geschickte Hinterfragungen -auch außerhalb eBay-, legen nun den wahren Grund offen, und beweisen, dass der VK keinen triftigen Grund hatte,
um die Auktion ordentlich und vorzeitig zu beenden. Mir sind auch alle Möglichkeiten bekannt, wann man das machen darf. Dazu zählen bspw. der Irrtum bei der Auktionsbeschreibung des Artikels, und das evtl. Abhandenkommen des Artikels durch Diebstahl und auch ein Totaldefekt. Aber niemals eine Willkür durch einen zwischenzeitlichen Verkauf, an einen anderen Kaufinteressenten, während die Auktion noch läuft.

Ich wurde also durch mein Höchstgebot Kaufvertragspartner, und wollte auch den Artikel unbedingt haben. Weniger war ich darauf fixiert, Schadenersatz anzustreben. Dem VK "A" wurde hernach unter Fristsetzung angegeben, seine Bankdaten zur Bezahlung des Artikels zu übermitteln, und nach Bezahlung den Artikel an mich heraus zu geben.

Kurz nach der Beendigung sah ich die gleichen Artikel mit der gleichen Auktionsbeschreibung wieder auf eBay, aber diesmal unter einem anderen Accountnamen und auch als Sofort-Kaufen Option. Irgendwie mussten beide Accounts zusammenhängen, nur wie? Ebays Hilfe kann man getrost vergessen und in der Pfeife rauchen, wenn ich das mal ganz salopp sagen darf! Ich schrieb also über alle mir bekannten Wege, welche mir zur Verfügung standen, die beiden VK/K an. Also über eBay direkt, über eBayKleinanzeigen (EBKZ), über Quoka.de, und bekam nach zahlreichem Mailverklehr folgendes heraus.

Legende:
VK"A"= Verkäufer A (1,--EUR Starpreisverkauf)
VK"B"= Verkäufer B welcher mit der Sofort-Kaufen Option den Artikel erneut anbot
VK"B" ist auch der K"B" weil dieser den Artikel bei VK"A" via EBKZ kaufte als die
Ebay-Auktion noch lief!
EBKZ= eBayKleinanzeigen
QKA= Quoka.de

VK"A" stellte den Artikel als 1,--EUR Starpreisverkauf und beendete diese vorzeitig.
Parallel dazu hatte er auch auf eBayKleinanzeigen den Artikel angeboten. Das ist nicht
strafbar! VK"A" steht aber in Zusammenhang mit dem K"B", welcher den Artikel über EBKZ beim VK"A" -während der eBayAuktion lief-, kaufte!
Beweis: Zahlreiche Korrespondenz mit dem VK"A" außerhalb via EBKZ und QKA, sowie nachher über die EBay-Nachrichtenkommunikation.

VK "B" stellte den Artikel als Sofort-Kaufen Option ein, da er mit der Stabilität des gerade über EBKZ erworbenen Artikels vom VK "A" nicht zufrieden war, auf Ebay ein.

Zuerst dachte ich der VK"A" hatte die Auktion beendet, weil er Sorge hatte, er erreiche nicht den erwünschten VK-.Preis, aber das kam dann anders heraus. VK"A" verkaufte den Artikel -während die EbayAuktion noch im Gange war, und ich Höchstbietender war-, an K"B" über EBKZ. Deshalb beendete VK"A" die eBayAuktion vorzeitig. Dadurch wurde ich aber zum Kaufvertragspartner, was VK"A" nicht im geringsten interessierte. Ihm übermittelte Korrespondenzen die auf Urteile solcher Vorgehensweisen Bezug nahmen, ignorierte er bis heute, und meinte nur lapidar dazu. Ich habe den Artikel nicht an Sie verkauft!

Jetzt wo ich weis, dass der VK"A" den Artikel während der EbayAuktion außerhalb über EBKZ an den K"B" verkaufte, ist mir klar, dass beide Auktionen auf eBay nur mittelbar in Zusammenhang stehen, da ich anfangs glaubte, VK"A" hat einen zweiten Accountnamen. Der andere Accountname gehört aber dem VK"B"! VK"B" schrieb an mich. Zitat: Um jetzt nochmal ein wenig Klarheit zu schaffen: Ich habe den Artikel über e-bay Kleinanzeigen von dem eigentlichen Verkäufer gekauft. Habe aber dann bemerkt das der Artikel für meine Zwecke zu instabil ist und möchte ihn nun wieder verkaufen. Zitatende

Also steht schriftlich fest, dass der VK"A" die Auktion deshalb vorzeitig beendete,, weil er seinen Artikel via EBKZ -während die eBayAuktion noch lief-, an den K"B" verkaufte, und nicht weil er sich bei irgend etwas irrte und oder der Artikel verloren ging, oder der Artikel gestohlen wurde. Hier liegt doch ganz klar eine arglistige Täuschung bzw. ein Betrugsverdacht vor.

Jetzt bleibt mir nur noch die Durchsetzung des Schadenersatzanspruchs, obwohl ich eigentlich den Artikel selbst haben wollte.

Ich bitte um Ihre geschätzte Antwort und eine evtl. Übernahme des Mandats!
Gruß

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung ist zwischen Ihnen und A ein wirksamer Kaufvertrag über den Artikel zustandegekommen, der den A verpflichtet, Ihnen den Artikel gegen Zahlung des Kaufpreises zu übereignen. Denn die vorzeitige Beendigung eines eBay-Angebotes, ohne dazu berechtigt zu sein, führt zum Abschluss eines Kaufvertrages mit dem zu diesem Zeitpunkt Höchstbietenden.

Da der Verkäufer A den Artikel nun nicht mehr an Sie übereignen kann, können Sie Schadensersatz geltend machen, und zwar in Höhe der Differenz des Kaufpreises zu dem tatsächlichen Wert des Artikels.

Dieser Schadensersatz kann auch eingeklagt werden und nach Ihren Ausführungen sehe ich gute Chancen, einen Prozess zu gewinnen.

Gerne können Sie mir das Mandat übertragen. Bitte setzen Sie sich dazu am Montag einmal mit mir in Verbindung.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Schwartmann, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 08.04.2013 | 11:47

Sehr geehrter Herr RA Andreas Schwartmann,

herzlichen Dank für Ihre erste Einschätzung zu dieser prekären Angelegenheit, welche mich doch sehr verärgerte. Kamen doch im letzten Jahr fast zehn ähnliche Betrugsfälle zusammen, die ich letztlich aber durch meine Belesenheit des Kaufrechts alle selbst lösen konnte.

Was mich aber bei diesem Fall hoch interessiert, und warum ich hier nachfrage, ist, ob der Straftatbestand des Betruges damit erfüllt ist, da die jetzige Situation sich manifestierte. Damit könnten Sie mit einem entsprechend scharfen Schriftwechsel diesen Kandidaten zum Einlenken zwingen! Festigend würde auch sein, dass der VK"A" nach meiner Recherche nicht mehr als privater VK (§13) handelt, sondern als gewerblicher VK (§14) [Landgericht Berlin, Aktenzeichen: 103075/06], da er seit 2008 fast 24.000 EUR Umsatz machte, und letztes Jahr 3.500 EUR über den Verkauf von hochpreisigen Artikeln einnahm. Das wäre dann ein weiteres Druckmittel für Sie und mich! Hier wäre auch eine enstprechende Abmahnung möglich!

VK"A" hatte doch die Auktion auf welche ich bereits ein Gebot abgegeben hatte, und dadurch Höchstbietender geworden bin, einfach willkürlich und vorzeitig auf eBay.de beendet.

Der Auktionsabbruch hatte keinerlei (steht 100%ig fest) zwingende Gründe die eine ordentliche Rechtfertigung wegen evtl. Falschbeschreibung, oder wegen einer anderen Beschaffenheit des Artikels einen vorzeitigen Auktionsabbruch
zugelassen hätte. Auch lagen keine Irrtümer in irgendeiner Art und Weise vor.

Der Artikel wurde während laufender eBay-Auktion (ebay.de) bei der ich Höchstbietender war, über das Ebay-Kleinanzeigenportal (kleinanzeigen.ebay.de) einem Kaufinteressenten K"B" verkauft, und damit ist meines Erachtens der Straftatbestand des vorsätzlichen Betruges bereits erfüllt. Vorsätzlich, weil der VK"A" dies billigend in Kauf nahm, und wusste, was er tat!

Durch meine minutiösen Aufzeichnungen der Mails,- auch jene „in mein eBay-Nachrichten"-, ergeben sich genug Beweise dafür, dass diese Vorgänge bewusst und damit willentlich vollzogen wurden.
Auch die Antworten des neuen VK"B"(ist auch K"B") beweisen den Wiederverkauf über das Ebay-Kleinanzeigenportal vom VK"A" an diesen!

Da dem K"B" den Artikel nicht seinen Vorstellungen entsprach, setzte dieser ihn gleich wieder auf eBay.de selbst zum Weiterverkauf ein. Er wurde gestern am Sonntag 07.04.13 für 1.300,-- EUR an ein anderes Ebaymitglied verkauft. Der Artikel ist somit nicht mehr verfügbar, es sei denn dass der Verkauf
des Artikels an den K"B" selbst schon Betrug war, und es damit nicht zu einem Vertragsschluss gekommen ist. Da sich der VK"A" somit nie in einem relevanten Irrtum befand, liegt und lag auch kein möglicher Anfechtungsgrund vor!

Evtl. müsste der K"B" den Artikel wieder an den VK"A" herausgeben, und dieser ihn mir aushändigen!? Falls das nicht ginge, bliebe tatsächlich nur die Option des Schadensersatzes als mögliche Variante übrig, und eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft oder der Polizei!?

Und im Übrigen hoffe ich, dass auch der altrömische Rechtsgrundsatz "Pacta sunt servanda" noch etwas gilt!

Beste Grüße

P.S. Ich habe dem VK"A" ein Angebot gemacht, mir einen Schadenersatz i. H. v. 1000,-- EUR zu überweisen, da es für ihn Summa-Summarum schnell ein paar TSD EUR zusammen kommen können, wenn er nicht einlenken wird.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.04.2013 | 11:58

Vielen Dank für die Nachfrage.

Gegen B haben Sie keinen Anspruch, da Sie mit B keinen Vertrag geschlossen haben.

Der Kaufvertrag wurde mit A geschlossen. Kann er den Vertrag nicht erfüllen, schuldet er Schadensersatz.

Geht er auf Ihr Angebot nicht ein, setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schwartmann

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