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Schadenersatz wegen defektem Artikel

| 29.09.2008 20:12 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Hallo,

ich habe bei Ebay einen Artikel verkauft und sehe mich als privater Verkäufer. Bin mir im klaren das ein Kaufvertrag zustande gekommen ist. Der Käufer hat den Artikel ordnungsgemäß bezahlt. Beim verpacken der Ware hat der zu verkaufende Artikel einen irreparablen Schaden erhalten. Der verkaufte Artikel wurde mittlerweile entsorgt. Ich habe dem Käufer angeboten, den vollen Kaufpreis zu erstatten und einen kleinen Bonus für die entstandenen Unannehmlichkeiten. Damit war der Käufer in keinster Weise einverstanden, er wollte entweder den defekten Artikel und ca. 80% der Kosten zurück oder Ersatz für das defekte Gerät. Das Gerät ist im Handel nicht mehr erhältlich, eine Beschaffung durch mich als Privatperson nicht möglich. So nun meine Frage: kann ich vom Kaufvertrag zurücktreten? Muss ich Schadenersatz leisten? Wenn ja wie viel Prozent vom Kaufpreis? Wie kann ich einen Rechtsstreit vermeiden? Im Voraus vielen dank für eine Atwort.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage möchte ich im Rahmen einer Erstberatung anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworten.

Da der Artikel zerstört wurde, ist Ihnen -wie Sie richtig erkannt haben- eine Erfüllung des Kaufvertrages unmöglich. Sie sind daher gemäß § 275 BGB von der Leistungspflicht befreit. Sie müssen daher nicht zurücktreten.

Ein Schadenersatzanspruch des Käufers kommt gemäß § 283 BGB in Betracht, wenn Sie die Zerstörung des Artikels zu vertreten haben. Hierfür genügt einfache Fahrlässigkeit beim Verpacken des Artikels. Da es sich um einen Privatverkauf handelt, wird man jedoch nicht ganz so strenge Sorgfaltsanforderungen beim Verpacken stellen können. Hier kommt es aber auf die Umstände des Einzelfalles an, insbesondere auf den Wert des Artikels. Im Falle eines Prozesses hätte dies der Richter einzuschätzen, wobei Ihnen die Beweislast obliegen würde, daß Sie die Zerstörung nicht zu vertreten haben. Zweifel an dem von Ihnen vorgebrachten Beweisen würden also zu Ihren Lasten gehen.

Sofern danach ein Schadenersatzanspruch dem Grunde nach bestünde, so müsste dieser vom Käufer beziffert werden. Hier gibt es verschiedene Berechnungsmethoden. Im Ergebnis kann der Käufer verlangen, so gestellt zu werden, wie er stünde, wenn der Artikel nicht zerstört worden wäre. Sofern der Artikel unter seinem Marktwert verkauft wurde, so könnte der Käufer z.B. die Differenz zum Marktwert als Schadenersatz verlangen. Er könnte aber z.B. auch gemäß § 284 BGB die im Vertrauen auf die Erfüllung des Vertrages getätigten Aufwendungen ersetzt verlangen.

Die weitere Vorgehensweise in Ihrem Fall hängt maßgeblich davon ab, um welchen Wert des Artikels es sich handelt. Ein Käufer würde z.B. wegen eines Artikels im Wert von 5000 Euro eher zu einem Prozess bereit sein, als wenn es sich um einen Wert von 50 Euro handeln würde, zumal der Gerichtsstand in der Regel beim Verkäufer liegt.

Im Zweifel sollten Sie vor Ort einen Anwalt mit der Abwehr von Schadenersatzansprüchen beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen,

Lars Steinfelder
Rechtsanwalt

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