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Doppelt versichert KV- BRD/Frankreich- Risiko?


21.08.2007 13:54 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Kienhöfer



Sehr geehrte Anwälte,

ich bin Ende 2005 mit meinem von der Firma entsandten Partner nach Frankreich gezogen. Sei dem 16.01.2006 bin ich dort gesetzlich sozialversichert - d. h. auch krankenversichert und beziehe Arbeitslosengeld. Für die hiesige Krankenversicherung entstehen mir keine Kosten.
Im Juli habe ich meinen Mann geheiratet der in Deutschland krankenversichert ist. Er hat dafür gesorgt, dass ich bei ihm mitversichert sein kann. Das kommt mir entgegen, da ich so problemlos in Deutschland zum Arzt gehen kann ohne, dass mir weitere Kosten entstehen.

Ich würde allerdings gerne auch in Frankreich weiter versichert bleiben, da ich nicht weiß, ob dies sonst negative Folgen auf mein Arbeitslosengeld hat und darüber hinaus scheint hier von der Universität (ich studiere in F) eine französische KV verlangt zu werden. Es würde mir desweiteren entgegenkommen, da ich so problemlos in Frankreich entstandene Artzkosten erstattet bekomme.

Welche Risiken birgt das Vorgehen beide (für mich beitragsfreien) Versicherungen zu halten und je nach Land zu nutzen? Kann es sein, dass im Falle eines teuren Schadens keine Versicherung zahlt?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage gerne wie folgt beantworten:

Grundsätzlich gilt für die Sozialsysteme das Territorialprinzip. Dort wo der Arbeitsplatz (bzw. der ALG-Bezug) sich befindet, greifen auch die sozialen Sicherungssysteme. Wer in mehreren Ländern arbeitet, versichert sich im Land seines Wohnortes.
Normalerweise wäre zu prüfen, ob Sie sich bei Ihrer heimischen Krankenkasse(für Sie in Deutschland) weiterhin versichern können oder ob die kostenfreie Familienversicherung noch greift. Dies scheint ja aber über Ihren Mann ohnehin der Fall zu sein.

Gefahr würde Ihnen nur drohen, wenn bei einer Überprüfung durch die GK herauskommen würde, dass Sie auch in Frankreich versichert sind. Meines Wissens nach findet aber bis jetzt kein Abgleich der Daten statt, so dass das Risiko sehr gering sein dürfte.

Sollte allerdings ein schwerer Versicherungsfall vorliegen, steigt natürlich das Risiko, dass eine Versicherung(nach bekannt werden der Doppelversicherung) versucht die Kosten auf die andere abzuwälzen. Im „worst case“ finden Sie sich dann in einem Sozialversicherungsprozess wieder.

Ob es richtig ist, in beiden Versicherungen zu bleiben ist folglich Ihr Risiko und Ihre Entscheidung.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen


Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt


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