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Diebstahl, Unterschlagung Hund

| 27.12.2019 19:11 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Es geht um die Rechte an einem Haustier; hier ggf. Unterschlagung. Was tun?

Sehr geehrte Anwälte,
mein Hund wurde 09/2018 als Fundhund in einem weit entfernten Tierheim abgegeben. Vermutlich von einer Nachbarin, mit der ich schon seit Jahren im Streit bin. Sie hat meinen Hund auch zuvor schon tageweise bei sich eingesperrt. Zu einer anderen Nachbarin hat sie vor kurzem gesagt, sie werde dafür sorgen dass ich kein Tier mehr habe.
Der Kleine lief viel frei herum und war sehr zugänglich. Die Nachfragen, in den Tierheimen im Umkreis (ca. 25 km) blieben erfolglos.
Erst vier Wochen später wurde ich darauf aufmerksam (Internetseite dieses Tierheims, Facebook), dass mein Hund dort in diesem Tierheim sei (60 km entfernt) . Als ich dort angerufen habe, wurde mir gesagt, dass der Hund bereits vermittelt sei und ich Pech habe (!wortwörtlich). Ich habe bei der Polizei angerufen und die meinten, sie können da auch nichts machen. Ich hatte das Gefühl sie wollten mich schnell loswerden.
Mein damaliger Anwalt schrieb zwei Briefe an das Tierheim, indem er die Herausgabe des Tieres forderte, worauf sie antworteten, ich müsse erstmals beweisen dass es sich um meinen Hund halte. Leider war er nicht registriert. Wir antworteten, dass der Hund doppelte Zahnreihen hatte (Milchzähne noch vorhanden) worauf das Tierheim ein Gutachten von einem Tierarzt vorlegte, dass dies nicht der Fall sei. Meines Erachtens war das der Tierarzt des Vertrauens vom Tierheim. Die Zähne können nicht alle auf 4 Wochen ausfallen.
Ich habe aufgegeben, weil auch meine finanziellen Mittel für Anwalt aufgebraucht waren. Jetzt sagte man mir, ich sei komplett den falschen Rechtsweg gegangen (erst Strafanzweige, dann Anwalt...)
Meine Frage ist, ob ich jetzt nach über einem Jahr noch Chancen auf mein Hunderl habe, mit einer Strafanzeige?!
27.12.2019 | 20:18

Antwort

von


(777)
Vorstadt 42
41812 Erkelenz
Tel: 02435 - 6114416
Tel: 0174 - 9994079
Web: http://www.rechtsanwalt-burgmer.com
E-Mail:
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Gerne zu Ihrem Fall, für den ich großes Verständnis habe.

Dennoch muss man wissen, dass der Hund rechtlich eine Sache ist , die auch so behandelt wird.

Lesen Sie gerne dazu meinen Ratgeber, dem man im Prinzip die Antwort auf Ihre Frage schon entnehmen kann: <a target="_blank" href="https://www.123recht.de/article.asp?a=156383.">https://www.123recht.de/article.asp?a=156383.</a>

Konkret zu Ihrer Frage:

"Meine Frage ist, ob ich jetzt nach über einem Jahr noch Chancen auf mein Hunderl habe, mit einer Strafanzeige?!"

Antwort: Nach § 985 BGB haben Sie gegenüber dem nicht berechtigten Besitzer des Hundes stets einen Herausgabeanspruch.

Das Problem haben Sie aber eigentlich intuitiv schon erkannt, dass mangels Registrierung/Chip etc. es hier Schwierigkeiten geben könnte, da Sie in der sog. Beweislast bezüglich des Eigentums sind.
Das Tierheim wäre wiederum in der Pflicht, den Gegenbeweis zu führen oder zumindest das Recht zum Besitz nachzuweisen. Insofern dürfen Sie das "Gutachten des Tierarztes" durchaus anzweifeln, was zielführend nur durch Herausgabe des Gutachtens bzw. Akteneinsicht in die Unterlagen des Tierheims möglich wäre.

Hier könnte dann in der Tat ein Ermittlungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft hilfreich sein, wenn Sie guten Gewissens - also nicht leichtfertig - einen zureichenden Anfangsverdacht auf eine Unterschlagung (der "Sache Hund", s.o.) der Staatsanwaltschaft unterbreiten können, "mit der Bitte um strafrechtliche Würdigung des Sachverhalts.

Eine solche Anzeige gegen "Unbekannt" nebst "Strafantrag unter allen rechtlichen Gesichtspunkten" können Sie kosten-neutral schriftlich oder mündlich bei jeder Polizeidienststelle oder auch direkt an die für Ihren Wohnort zuständige Staatsanwaltschaft stellen.

Die Ermittlungsbehörden verfügen durchaus über gezieltere Möglichkeiten zur Klärung der Eigentumsverhältnisse, die dann später in einem ggf. erforderlichen Zivilverfahren auf Herausgabe Ihres Eigentums direkt von Ihnen verwertet werden können. Sofern sich das Tierheim durch das Ermittlungsverfahren nicht bereits vorher einsichtig zeigt.

Bis dahin können Sie dem Tierheim vorsorglich rechtliche Schritte ankündigen (schriftlich per Einschreiben!), wenn man dort von der "Vermittlung" Ihres Tieres bis zu endgültigen Klärung durch Ihrerseits eingeleitete Maßnahmen nicht Abstand nehmen möchte.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer

Bewertung des Fragestellers 27.12.2019 | 20:44

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Stellungnahme vom Anwalt:
Danke für die freundliche Bewertung. Aber gerade bei der Verständlichkeit haben Sie mir ein Sternchen abgezogen :-(
Wenn Sie trotzdem noch eine Verständnisfrage haben, können sie die hier doch kostenlos noch einstellen. Gerne auch später noch, wenn das Tierheim nicht reagiert.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und dass Sie Ihr "Hunderl" bald wiederhaben.
Ihr
Willy Burgmer
- Rechtsanwalt
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 27.12.2019
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Vielen herzlichen Dank für die schnelle und nette Beantwortung.
Sie haben mir meine Frage verständlich beantwortet!


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