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Diebstahl od. Unterschlagung meines Geldes

| 28.02.2021 17:57 |
Preis: 35,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Guten Tag,

mein Expartner bei dem ich wohnte, hat einen 5-stelligen Geldbetrag, der bar im Umschlag in seinem Haus deponiert lag und beidseitig als mein persönliches Vermögen bekannt war bei meinem Auszug (mit Polizeiunterstützung wegen Herausgabe Kleidung, etc.) verweigert mir dieses Geld herauszugeben. Es befand sich im Haus nicht mehr am hinterlegten Platz.

Private Gespräche brachten keine Einsicht.
Ich habe inzwischen Strafanzeige gestellt. Die Polizei spricht von Straftat Diebstahl u. einem Fall für die Staatsanwaltschaft, weit über sonst. private Beleidigung/Zwistigkeiten hinaus.

Das Verfahren u. Rechtsprechung läuft doch nun automatisch über die Staatsanwaltschaft und wir beide Parteien müßen bald in ein Gerichtsverfahren um das Geld.

Frage: Jetzt vorher bereits einen Anwalt zu konsultieren bringt vor dem Gerichtsverfahren doch für mich keinen wesentlichen Vorteil, nur mehr Anwaltskosten, oder??

Anfang Verfahren und evtl. hinterher als Zivilklage, dann natürlich mit Anwalt (dementsprechend wie die Sache läuft u. was vom Ex sonst noch streitsüchtig "ausgegraben" wird) .

Mein Ex behauptet er hätte mein Geld nicht gestohlen, nur "genommen" und bei seinem bereits eingeschalteten Anwalt hinterlegt.
Hat das rechtliche Vorteile für ihn?

Er meint jetzt im Trennungsstreit nämlich für freundschaftsdienstliche Renovierungen für mich, mündlich ohne Arbeitszeitbezahlung vereinbart doch Bezahlung einzufordern und verknüpft die beiden Sachen einfach mit Nichtherausgabe meines Geldes ohne Zustimmung od. Rechnung.

Es bleibt bei seiner Art Vorgehen bei einer Straftat, oder? (Auch falls ihm Arbeitslohn vor Gericht zugesprochen würde?)

Ich Danke im Voraus für die Beantwortung!

Mit freundlichem Gruß

Tommi

28.02.2021 | 19:04

Antwort

von


(274)
Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Ermittlungsverfahren und Strafverfahren stehen grundsätzlich nebeneinander. Es besteht zwar die Möglichkeit, dass Ihr Ex-Partner im Falle einer Verurteilung zusätzlich zu seiner Strafe noch dazu verurteilt wird, Ihnen den Betrag zurückzuzahlen. Allerdings ist dies keinesfalls sicher, sondern hängt von vielen Faktoren ab. Grundsätzlich gehen Sie also zu Recht davon aus, dass Sie den Geldbetrag separat waren einklagen müssen.

Wenn Sie warten, bis das Ermittlungsverfahren abgeschlossen ist, hat das den Vorteil, dass die Staatsanwaltschaft letzten Endes die Ermittlungen übernimmt und Sie die dort gewonnenen Erkenntnisse für Ihr Zivilverfahren nutzen können. Je nach Ausgang des Strafverfahrens können Sie also besser einschätzen, wie Ihre Erfolgsaussichten in dem Zivilverfahren sind. Der Nachteil des Abwartens des Strafverfahrens besteht allerdings darin, dass Sie halt abwarten müssen und Zeit ins Land geht. In der Gesamtabwägung würde ich an Ihrer Stelle aber auch den Ausgang des Ermittlungsverfahrens abwarten.

Die Behauptung Ihres Ex-Partners, er habe das Geld bei seinem Anwalt hinterlegt, hat wohl den Hintergrund, dass in diesem Falle möglicherweise keine endgültige Zueignungsabsicht bestehen würde. Mit dieser Argumentation kann er versuchen, einer Verurteilung wegen Unterschlagung oder Diebstahl zu vereiteln. Ob diese Argumentation tatsächlich weiterhilft, wage ich aber, zu bezweifeln.

Ihre letzte Frage war, ob es dann, wenn ihm Arbeitslohn zugesprochen werden sollte, trotzdem Diebstahl / Unterschlagung war oder nicht. Ja, er hätte sich nach m. E. dann trotzdem strafbar gemacht, weil er das Geld nicht einfach wegnehmen durfte.

Ich hoffe, Ihre Fragen in Ihrem Sinne beantwortet zu haben und wünsche Ihnen Alles Gute in dieser Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht


Bewertung des Fragestellers 04.03.2021 | 19:53

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 04.03.2021
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