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Diebesgut ersteigert - was nun?

26.07.2016 22:49 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Zusammenfassung: Kein Eigentumserwerb an gestohlener Ware möglich.

Sehr geehrte Damen und Herren,

bei einem Anruf von der Polizei wurde mir heute mitgeteilt, dass ich voraussichtlich gestohlene Ware über eBay ersteigert habe.

Der Polizist war äußerst freundlich und hat mir gleich geraten, diesen Vorfall inkl. Aktenzeichen bei PayPal anzumelden. Bei der Auktion bei eBay wurde per PayPal bezahlt, ein Käuferschutz sollte eigentlich vorhanden sein. Leider gibt es bei PayPal nicht die Möglichkeit einen solchen Fall zu melden, daher habe ich nun den Rat des Polizisten befolgt und mich direkt an PayPal gewandt.

Da der Kauf Anfang Juni stattgefunden hat gehe ich jedoch davon aus, dass PayPal die Rückzahlung verweigern wird (da die Frist 45 Tage angegeben ist).

Die Polizei wird den Artikel demnächst bei mir Abholen.

Welche Schritte muss ich einleiten um das Geld beim Verkäufer einzufordern und wie realistisch sind hier die Chancen auf Erfolg?

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Frage möchte ich anhand Ihrer Angaben gerne wie folgt Stellung nehmen.

Sofern Sie tatsächlich gestohlene Ware gekauft haben, konnten Sie daran leider kein Eigentum - auch nicht gutgläubig - erwerben, vgl. §§ 932, 935 BGB. Der Gesetzgeber schützt den bestohlenen Eigentümer nämlich umfassend. Ein Eigentumserwerb an gestohlenen Sachen ist gemäß § 935 BGB grundsätzlich nicht möglich. Daher kann der wahre Eigentümer die gestolene Sache wieder herausverlangen. Die Ware ist rechtlich gesehen mangelhaft (sog. Rechtsmangel), da der Verkäufer dem Käufer kein Eigentum daran verschaffen und somit seine kaufvertragliche Verpflichtung nicht erfüllen kann.

Wie PayPal die Rückabwicklung in solch einem Fall handhabt, entzieht sich zwar meiner Kenntnis, jedoch dürften Sie bereits gut daran getan haben, sich mit Ihrem Anliegen direkt an PayPay gewandt zu haben.

Ich gehe davon aus, dass Sie die Kontakt- und Kontodaten des Verkäufers haben. Diesem gegenüber steht Ihnen ein Schadensersatzanspruch zu. Sie sollten den Verkäufer also mit dem Sachverhalt konfrontieren und gleichzeitig Strafanzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft stellen.

Über die Erfolgsaussichten lässt sich hier leider nur spekulieren. Diese hängen meines Erachtens insbesondere davon ab, ob Sie den Verkäufer ausfindig machen können.

Ich hoffe, zu Ihrer Frage verständlich Stellung genommen und Ihnen weitergeholfen zu haben. Mit einem Dank für das mir entgegengebrachte Vertrauen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Oliver Daniel Özkara
Rechtsanwalt

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