Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
503.740
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Co-Working Space vertragswidrige Rechnungen und Forderungen

16.10.2018 09:19 |
Preis: 49,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Hallo,

ich habe Mitte Juni in einem Co-Working Space ein gewerbliches Büro angemietet. Hier wurden mir Rabatte eingeräumt um das neu eröffnete Space zu befüllen. Ich habe dann nach Vetragsunterschrift, anteilig für Juli und den Folgemonat August die Miete bezahlt und eine Kaution von 2 Monatsmieten hinterlegt. So um den 15. August kam dann schon die Rechnung für September. Habe mir nichts dabei gedacht und nach etlichen Mahnungen dann zum 1. September meine Miete für den besagten Monat bezahlt. Soweit so gut.

Wieder Mitte des Monats kam dann schon die Rechnung für Oktober und kurz darauf die Rechnung für den November. Es wurden mir auf einmal auch Telefongebühren für Festnetz Inlandgespräche berechnet. Außerdem gibt es die Möglichkeit sich Getränke im Space zu kaufen die über eine Strichliste monatlich abgerechnet werden. In der aktuellsten Rechnung für Oktober wurden mir 19 Getränke aus August verrechnet, die ich aber nicht genutzt habe. Vor allem bezahle ich seit Einzug auch eine Getränkeflat mit 30€ pro Monat für Kaffee und Tee. Habe aber nie eines von beiden Getrunken. Die Erfrischungsgetränke wurden nicht gegen gerechnet. Ok, frech aber so ok.

Ich habe dann bei der Center Leitung das Geschäftsgebaren mit den Mahnungen zu zweimonatigen Vorauszahlungen angesprochen. Dabei habe ich auch die Telefongebühren und falsch berechneten Getränke erwähnt. Mir wurde dann gesagt, ich brauche eine Telefonflat für 39€ im Monat und das hätte man mir vorher gesagt. Nur komisch, dass zuvor keine Telefongebühren berechnet wurden. Auf Bitten mir eine Übersicht der Verbindungen zu geben wurde ich nur belächelt und abgespeist, es wäre doch kein Mobilfunkvertrag. Keine Entschuldigung o.ä., nein das mit den Getränken wurde sogar damit bestätigt, dass dies schon vorkommen könnte oder andere Mieter die Strichliste manipuliert haben könnten.

Ich habe daraufhin eine fristlose Kündigung übergeben mit der Begründung vertragswidriger Handlungen und habe mit schlechten Bewertungen und Anwalt gedroht. Ich bin auch sofort ausgezogen. Es wurde mir daraufhin vom Empfang die Kündigung mündlich zum Ende des Monats Oktober bestätigt und ich solle den Schlüssel abgeben. Dies habe ich getan und habe mir dies schriftlich bestätigen lassen. Außerdem habe ich einen Verbindungsnachweis am Empfang bekommen, der bestätigt ich habe seit Einzug telefoniert und es wurden keine Gebühren berechnet.

Am Freitag letzte Woche kam jetzt die Mail, dass die außerordentliche Kündigung nicht ginge und es nur möglich wäre mit dreimonatiger Kündigungsfrist aus dem Vertrag zu kommen und ich noch zwei Mal die Monatsmieten begleichen müsse. Komischerweise sind noch zwei Monatsmieten als Kaution hinterlegt. Es wird hier versucht, diese Kaution in Form von Kündigungsfristen einzubehalten. Was können wir tun?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Sehr geehrter Ratsuchender,

eine fristlose Kündigung ist immer zulässig und kann auch vertraglich nicht ausgeschlossen werden.

Voraussetzung ist aber, dass ein Kündigungsgrund vorliegt, der im Streitfall von ihnen auch bewiesen werden muss.

Ein solcher Grund liegt immer dann vor, wenn Ihnen unter Abwägung beiderseitigen Interessen die Einhaltung der vertraglichen oder gesetzlichen Kündigungsfrist nicht zugemutet werden kann.

Und was Sie schilden, würde so einen Grund darstellen:

Denn es kann nicht angehen, dass vertragswirdig abgerechnet wird und dann, wenn Sie darauf hinweisen, sogar noch erklärt wird, dass das vorkommen kann und auch wohl weiterhin vorkommen wird.

Daher ist nach Ihrer Darstellung die frsitlose Kündigung berechtigt gewesen und mit Räumung und Schlüsselübergabe ist der Vertrag beendet. Aber Sie müssten den Sachverhalt dann auch beweisen können.

Der Vertrag ist nur bis zu diesem Zeitpunkt abzurechnen und von Ihnen zu zahlen.

Teilen Sie das der Gegenseite mit und bestehen Sie auch auf Rückzahlung der Kaution.

Sofern keine Nebenkosten mehr offen sind, Sie den Platz ordnungsgemäß zurückgelassen haben, ist die Kaution auch zurückzuzahlen.

Macht die Gegenseite das nicht, müssen Sie gerichtlich die Rückzahlung geltend machen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 16.10.2018 | 10:39

Können Sie dies übernehmen? Ich glaube auf mein Einwirken wird nichts passieren.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.10.2018 | 10:50

Sehr geehrter Ratsuchender,


ich kann die Angelegenheit übernehmen.

Setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung; gerne auch per Mail. Die Einzelheiten können wir dann klären.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 65086 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Liebe Frau Prochnow, ich danke für Ihre Antwort. Präzise, verständlich, mit allem was ich wissen wollte. Einfach super! Viele Grüße ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle ausführliche Antwort! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Eine sehr ausführliche und überaus schnelle Rechtsberatung, trotz des geringen Budgets. Ich empfehle diesen Anwalt uneingeschränkt weiter und werde diesen bei weiterem Bedarf auch für meine Belange hinzuziehen. 5***** ...
FRAGESTELLER